Jahrgang 
27-52 (1867)
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Vierte Folge. No. 28. V. Jahrgang.

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Eine Mochenchronik für Niteratur, Kunst, ſchöne SMiſſenſchaſten und Geſellſchuft.

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Erſcheint regelmäßig... neden Frettag⸗ Leipzig, am 12. Juli 1867. jährl, 5 ½ Thlr.

Jsländiſch Moos. nicht zu Schanden werden läßt; es iſt freilich ſchwer, 3 ſo ganz ſicher und feſt an dem Glauben zu hangen und am Hoffen, ohne einmal im Sturme des Lebens Novelle 8 ſchwanken wie der Schiffer im Maſtkorb bei toſen⸗

von dem Orkan, allein, wie ſich dort der Matroſe ein

Hans Adolf Münnich. Seil um Leib und Maſt ſchlingt, um der Gefahr Eortſetzung.) widerſtehen zu können, will ich auch Dir, mein lieber b EErich, ein Mittel anrathen, das da prächtig aushilft,

Es iſt etwas Eigenthümliches um die Thräne wenn man meint, es ſei alle Hoffnung verloren. Es eines Mannes; denn gleicht das Weinen und Klagen giebt hier auf Erden ſo mauches Kräutlein, das iſt eines Weibes der klagenden Weiſe, die durch die gar unſcheinbar und ſchließt doch Wunderſames ein; Saiten eines Inſtrumentes zieht, ſo ſchreit die Thräne da iſt zum Beiſpiel die isländiſche Tartſchenflechte, eines Mannes auf wie eine zerſprungene Saite. in allen Landen als heilſames Moos für Bruſtleiden, Onkel Olaf hörte dem Erich zu und ſprach: langwierigen Katarrh, Bluthuſten und Auszehrung Ja, Erich, Edda Hioreif war das Mädchen, das bekannt und doch an und für ſich ſo anſpruchslos und

ich Dir beſtimmt in den Briefen an den Bruder unſcheinbar! Die Flechte bildet zollhohe dichte Raſen, Sture. Sei getroſt, mein Sohn, Gott hat ſie Dich welche aus einem meiſt aufrechten, unregelmäßig ge⸗ finden laſſen ohne meine leitende Hand, Gott wird ſchlitzten und geklappten, oben graugrünen oder bräun⸗ ſie Dir auch zu eigen geben fur Dein ganzes Leben. lichen, untererſeits weißlichen Laube von lederartiger, Man muß nicht gleich ſo alle Hoffnung verlieren, und etwas knorpeliger Subſtanz beſtehen, mit linealiſchen, immerdar des Sprüchwortes gedenken, daß Hoffnung rannigen, durch kurze Borſtchen gewimperten Lappen;