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wenn meine Vorſchriften pünctlich befolgt werden, wird der Herr bald wieder geneſen.“
„Er hat das Ausſehen eines vornehmen Mannes, aber gar keine Dienerſchaft bei ſich, und auf ſeinen großen Koffern iſt kein Name zu ſehen.“
„Werden es ſchon erfahren; die Hauptſache iſt jetzt, daß wir den Herrn wieder geſund haben. Der Himmel gebe Ihnen eine ruhige Nacht.“
Doctor Wallberger erinnerte ſich, daß, da er doch einmal auf der Straße ſei, es Frau Bernfeld tröſten würde, wenn er noch einmal nach ihrem einzigen Töchter⸗ chen ſähe, das am Scharlachfieber darnieder lag. Er ging über den Marktplatz durch einige Straßen auf den Thereſienplatz zu und ſtaͤnd jetzt vor dem ſtatt⸗ lichen Hauſe, welches die Amtswohnung des Präſidenten Die Fenſter des erſten Stock⸗ werkes waren ungewöhnlich hell erleuchtet, Muſik tönte herab durch die Stille der Nacht. Auf dem Platze, unweit des alten ſchönen Brunnens, ſtand eine hohe ſchlanke Geſtalt in einen Mantel gehüllt und ſchaute nach den Fenſtern des Palais. Doctor Wallbergers ſcharfes Auge glaubte in der Geſtalt Edmund von Roſenhaag zu erkennen.
„Alſo Edmund, früher beim Präſidenten wie das Kind im Hauſe, nicht einmal mehr eingeladen, wenn große Geſellſchaft da iſt?“ ſagte der Doctor zu ſich ſelbſt.„Das Leben iſt eine wahre Komodie, eine Scene heiter, die andere trübſelig, oft gar bochtragiſch.“
(Fortſetzung folgt.)
Gedicht von Carl Twelckmeyer.
Auf dem Friedhofe.
Da liegen ſie, vereint zum ſchönen Bunde,
Die Todten all' im ſtillen Breterhaus!
Schlaft wohl, ihr Lieben! Ach, im kühlen Grunde Ruht's ſich ſo ſüß vom Kampf des Lebens aus!
Verſtummt ſind eure Seufzer, eure Klagen, Getrocknet nun die Thränen, heiß und ſchwer, Was ihr an Weh in eurer Bruſt getragen, da drückt es euch nicht mehr.
Da kränkt euch nicht der Haß und Neid der Brüder, Da trifft kein Laut des Jammers mehr eu'r Ohr, Der Leidenſchaften vielgeſtalt'ge Hyder—
Sie blieb zurück am ſtillen Friedhofthor.
* Heill wer, wie ihr, den Hafen hat gewonnen, ihn kein Wetterſtrahl, kein Sturm mehr ſchreckt!
Folge. 7
Heil ihm! er iſt der Welt und ihrer Qual entronnen, Ob ihn auch wohl ein Häuflein Aſche deckt.—
So laß dein Klagen denn, o laß dein Weinen,
Der du voll heißer Sehnſucht hier erſcheinſt!
Dein Loos allein, o Freund, nicht das der Deinen Im Grabe hier, verdient, daß du's beweinſt.
Noch treibt dein Lebensſchiff, bedroht von Stürmen, Auf ödem Meer dem fernen Hafen zu;
Noch ſiehſt du Wolk' auf Wolke hoch ſich thürmen Und zitterſt, ach! ſo bang' ſuͤr deine Ruh'.—
O gönne ihnen, Freund, den ſel'gen Frieden,
Den du entbehrſt, weil ihn die Welt nicht giebt! Was iſt's: noch eine kurze Nacht hienieden, Und du haſt wieder, die dich einſt geliebt.
Wie? oder ſuchſt die Deinen du im Staube, In Klüften, da die Moderlüfte weh'n?. O nicht doch! nicht doch! Aufwärts weiſt der Glaube Aus dunkeln Tiefen nach den lichten Höh'n.
Dort wird, was hier getrennt, ſich wiederfinden, Dort wirſt auch Du die Deinen wiederſeh'n. O ſel'ge Luſt, in Edens Palmengründen
Mit unſern Lieben Hand in Hand zu geh'n!
Literariſche Briefe von Otto Banck.
—
Voltaire und die Markgräfin von Bai⸗
reuth, von Georg Horn. Berlin, Verlag der Decker'⸗
ſchen Oberhofbuchdruckerei.
Ich frage Sie nicht, was Sie ſich in den ſpäteren Literaturen Alles nicht zu denken vermögen, wenn Voltaire nicht gewirkt und hundertfach unerkannt nach⸗ gewirkt hätte, denn Ihre Antwort würde ein zu langes Regiſter enthalten. Ich möchte nur die Frage auf⸗ werfen: Wer vermöͤchte heutigen Tages unbefangen und mit gründlicher Sachkenntniß über Literatur nach⸗ zudenken, ohne jene Einflüſſe anzuerkennen? Und doch iſt dieſe Erkenntniß oft ſo vornehm über's Knie ge⸗ brochen oder ignorirt.
Bei den Briefen Voltaire's au Friedrichs des Großen geiſtreiche und liebenswürdige Schweſter, die Markgräfin von Baireuth, tritt von des Autors Ein⸗ flüſſen auf nachfolgende Schriftſteller nur jene Färbung ſeiner geiſtigen Modernität, ſeine Selbſtironie, Satire und Diabolik heror, welche ebenfalls ſo viel von einem
gewiſſen Colorit Byrous, Heine's Puſchkins Auaght. 22


