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Ob du auch ſprichſt„Halt! halt!“ Dein Fehltritt geht doch fort, 1 Es hemmen nicht Gewalt
Die Folgen, noch dein Wort.
Nur Einer kann es thun.
Will's Gott, ſo muß die Schuld Sammt ihren Folgen ruhn.
O, fleuch zu ſeiner Huld!—
Auf dem Oktavblatt, in das ein Kronenthaler gewickelt war, ſtand: Palmbaum, deine Krone hebt herrlich In den ſonnigblauen Aether ſich;
Aber der Wurm nagt an deiner Kraft, Feindes Axt trifft deinen Schaft.
Und ſie welkt und fällt— ein Raub Der Vergänglichkeit— in den Staub.— Thaler, deine Silberkrone zeigt ſich, Nun aus dem Prägſtock, herrlich;
Aber du wirſt von dem Wucherer berührt, In dem ſchmutzigen Verkehr geführt, Und, wie Feuerwurmer vom Tod erfaßt, Iſt ihr Silberblick erblaßt.—
Salomo, dein Goldreif legt ſich
Um deine Locken ſo herrlich;
Aber dich trifft des Todes Blick,
Und dein Haupt ſinkt zurück,
Und er fällt mit Thron und Land Andern in die ausgeſtreckte Hand.— Himmel, deine Kränze herrlich
Sie nur ſind unvergänglich,
Welken nimmermehr,
Werden keinem Haupt zu ſchwer. Sind's werth, daß wir um ſie ausgehn Und ein Leben lang im Kampfe ſtehn.—
Eine Schaumünze mit Maacha, der Mutter Abſoloms an dem Todtenhügel ihres Sohnes und mit der Umſchrift„Ein thörichter Sohn iſt ſeiner Mutter Grämen“ lag in einem Blatt, das einen ſchwarzen Rand und folgendes Lied unter der Aufſchrift„Die Mutter des verlorenen Sohnes“ führte:
Sie wandelt, wie im Traume, Weiß nicht recht, was ſie will, Und an des Waldes Saume Steht ſie noch einmal ſtill.— Ein Aſt iſt ihre Stütze,
Ein dürrer, krumm dabei, Probiert ihn, ob er nütze Und zuverläſſig ſei.—
„Was willſt du noch, du Alte Von Abrahams Geblüt
Am rauhen Steig zum Walde So wirr und krank und müd?“ „Mein Sohn der iſt verloren, Mein Stecken und mein Stab, Nun hab ich den erkohren Zum Wandern auf und ab. Drum brach ich einen andern Mir im Geſtänge ab,
Daran ich will gar wandern Bergab bis an das Grab.
1 Ein Goldgulden ruhte in einem Blatt, auf welchem folgende Goldreime unden: 3
1. 2 Gilt dir das Schwein als fein und hold,* Dann iſt dir's auch der Trunkenbold.
2. Gar wenig, was da gleißt, iſt Gold, Von Salomo ihr lernen ſollt.


