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werden, ſo werden auch die Menſchenkinder berückt zur böſen Zeit, wenn ſie plötzlich über ſie fällt.— Auslegung.
Was die Zeit ihres Abſcheidens anbelangt, ſo können auch die Kinder Gottes nicht über die Naſe hinaus ſchauen, nicht einmal über eine gewöhnliche und landübliche, geſchweige denn über eine ſeltſam große, damit ein Levit nicht zum Vorhang kommen noch zum Altar nahen durfte. Wie der Fiſch die Angel verſchlingt mit dem Wurm und die Droſſel ihren Hals ſteckt durch die Schlinge nach den rothen Vogelbeeren, und wiſſen es nicht, alſo kannſt du den Tod ein⸗ athmen mit einem Odemzug und verſchlucken in einem hellen Waſſertropfen, und wäͤreſt du auch ein Freund Gottes geheißen, wie Abraham. So das aber ge⸗ ſchieht am grünen Holz, was will am dürren werden? Die Gottloſen werden berückt zur böſen Zeit, wie der Raubfiſch im Röhricht, wenn der Waſſerfeger mit der ſcharfen Senſe durch die Binſen fährt.
Exempel aus der heiligen Schrift.
Achasja, der Sohn Achab, war König zu Samaria und that, das dem Herrn übel gefiel, und wandelte in dem Wege ſeines Vaters und ſeiner Mutter, und diente dem Baal und betete ihn an, und erzürnte den Herrn, den Gott Israel, ganz wie ſein Vater that. Aber in ſeinem Palaſt zu Samaria war ein Gitter, aber nicht an einer Gallerie oder an einem Fenſter, wie etliche meinen, ſondern in dem Fußboden eines Saals, vermuthlich damit man das Licht aus dem oberen Stockwerk in ein Mittelzimmer des unteren laſſen könnte, wenn man wollte. Und wenn das Gitter nur aus feinem Draht oder ſchwachen Stäben gemacht war, ſo gehörte gewiß ein ſtarker Deckel dazu, den man zu gewiſſen Zeiten weghob und zu anderen wieder darauflegte, beſonders wenn in dem Saale ein Mahl gehalten wurde und die trunkenen Augen der Gäſte den Unterſchied zwiſchen einem Fußteppich und einem Loch im Fußboden nicht mehr zu machen vermochten. Kurz der König Achasja, wollte er bei der Nacht auf dem platten Dache des Hauſes zu ſeinem Leib⸗ und Hof⸗Gott Baal⸗Sebub beten, oder war er auf einem anderen Wege, wozu man ſich nicht leuchten läßt, oder promenirte er im Saal, weil ihn ein Zorn oder deß etwas nicht ſchlafen ließ, er fiel durch das Gitter, daß er ſich ſehr wehe that und noch nicht lange auf ſeinem Bette lag, als ihm der Gott ſeiner Väter, deß Wege er verlaſſen hatte, ſagen ließ„Du ſollſt nicht von dem Bette herabkommen, darauf du dich gelegt haſt, ſondern ſollſt des Todes ſterben.“ Alſo ſtarb er nach dem Wort des Herrn, und Joram, ſein Bruder, ward König an ſeiner Statt.
Exempel aus anderen Büchern.
Zu T. im Peänliſihen Kreiſe ſaßen einmal, es war am Sylveſter⸗Abend, luſtige Geſellen beim Bier. Sie waren nicht von der ſchlimmſten, aber auch nicht von der beßten Art, und was ſie miteinander ſprachen, hätte beſſer ſein können und ſchlechter. Sie waren aber Stammgäſte und hatten von dem Herrn Wirth zum Schluß des alten Jahres ein jeder ein Glaskrüglein verehrt bekommen, ein geſchliffenes und mit ſchön verziertem zinnernen Deckel. Dieſe neuen Gefäße einzuweihen, ſtießen ſie ein Mal um das andere Mal an und brachten aller⸗ hand Trinkſprüche aus. Der Schwarze rief„Es lebe der Tod mit ſeiner alten Senſe!“ Der Rothe ſchrie„Freund Hain ſoll leben und ſein eingeroſtetes Stundenglas!“ Der Braune machte aber gar den erſten Reim in ſeinem Leben und ſprach„Vivat! der Meiſter Knöchlein ſoll leben und ſeine Waden auch da⸗ neben!“ Und als ſie heim gingen, ſangen ſie noch in der Elſtergaſſe:
Meiſter Knöchlein, laß auf Erden Uns drei Medieiner werden.
ß uns! Wir geloben dir re Kunden halb dafür.
Den Morgen darauf aber war der Rothe krank. Er verſpürte Stechen unter dem Zwerchfell, dann ſtellte ſich grauſames Erbrechen ein, und ob er gleich nicht mehr ſo viel im Magen hatte, als in einen Erbſenbalg geht, würgte
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