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an, ſo legt er ſich an den Boden. Sein Emporſteigen gegen den waſſerleeren Raum, und in dieſen, zeigt das Maß an, in dem ſich das Wetter trockener ſtellt; windet's und ſtürmt es aber bald, ſo ſaugt er ſich am Glaſe feſt, und macht mit dem wagerecht aus⸗ hängenden Leibe die mehr oder weniger heftigen Wellenſchwingungen. Jäger, Ackers⸗ leute und Hirten wiſſen es, welche ſichern Wetterpropheten die Inſecten ſind. Bauen die Wespen in den Boden, im Gebüſche, ſo wird der Sommer trocken. Bauen ſie mehr in die Wohnhäuſer, in hohle Bäume, ſo kann man mit Sicherheit auf einen naſſen Sommer ſchließen. Findet man im Herbſte die Ameiſen weit oben in ihrem künſtlichen Wohnungsbaue, ſo bleibt der Winter mild; ſteigen ſie aber tief hinab in den Erdbau, ſo wird ſicherlich der Winter kalt. Toben und ſtechen am Morgen die Schna⸗ ken, Stechfliegen und Bremſen, und fallen ſie plumb auf Menſchen und Thiere, erfüllt ſie ein rechter, wilder Blutdurſt, ſo wird der Regen bald nahe ſein, und bei heißer Jahreszeit, ein Gewitter. Vorzüglich iſt dieß im Walde bemerklich. Der Jäger kann übrigens auch an ſeinem Hunde einen ſichern, wenn auch nur leidenden Wetterpropheten haben. Sein Grasfreſſen meine ich nicht, denn das iſt, nach meinen Beobachtungen, kein ſicheres Merkmal, ſondern es iſt ein anderes, und rührt von den braunen, ſpringenden„blutgierigen Inſekten her, die ſein Fell herbergt, nämlich den Flöhen. Der Floh fürchtet das Naſſe und weicht ihm ſcheu aus. Sobald Regen droht, ſteigt der Floh dem Hunde an Kopf und Ohren, jedoch vorzugsweiſe unter das Kinn und die Schnauze, weil er da ſicher vor Näſſe iſt, oder auch zwiſchen die Vorder⸗ beine und an der Bruſt. Scharrt da der Hund am Morgen eifrig, ſo iſt das eine Voranzeige nahenden Regens.
Der Bienenfreund weiß genau, wie ſicher die Bienen ihm das Wetter anzeigen; eilen ſie am Morgen ſehr aus dem Stocke in's Freie und kehren haſtig wieder, ſo wet⸗ tert's bald. Sind ſie zum Hadern geneigt, zornmüthig und gereizt, ſo iſt es gewiß, daß der Tag heiß wird und die Witterung es einige Tage bleibt.
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Unter allen aber verdient die fleißige Spinnerin, die Lehrerin der Spinnerinnen, die ſelbſt dieſer Kunſt den Namen gab, die Spinne, unſere ganze Anfmerkſamkeit. Webt ſie am Morgen frühe und fleißig an ihrem Netze, ſo wird das Wetter klar und warm. Die Schnaken fliegen und ſie hat die Hoffnung eines ſichern Fanges, guter Mahlzeit und reichlichen Erwerbs für ihre Vorrathskammer. Ebenſo iſt es, wenn ihr Netz etwa fertig wäre, und ſie kommt aus dem Innern ihres Schlafkämmerleins frühe hervor, und ſetzt ſich ſpähend am Eingange ihrer Hausflur in's Netz, wo ſie die ganze Ausdehnung desſelben überblicken kann. Anders aber wird's, wenn ſie ſich mürriſch und unzufrieden in ihren Knurrwinkel zurückzieht, träge und ärgerlich dort ſitzt und ſich nicht regt, dann wird's bald und möglicher Weiſe lange regnen. Man ſieht ihr, der einſamen, unfriedlichen Perſon, des Mißmuths Weſen von Ferne an. Viel reden dürfen wir über dieß Thun der Spinne nicht, weil, wenn's draußen ſtürmt und regnet, auch uns nicht geheuer und nicht behaglich iſt, und wir uns auch dann gerne in den Schmollwinkel ſetzen und brummen. Wer ſich davon frei weiß, werfe den erſten Stein auf mich, denn ich will's gerne geſtehen, daß mir's geht, wie der Spinne.— Laufen die Spinnen, und namentlich die Erdſpinnen, viel und eifrig, aber, wie bekannt, ſtoßweiſe, alſo, daß ſie eine Strecke eifrig fortſchießen und dann wieder einige Augen⸗ blicke ſitzen bleiben, ſo iſt's daſſelbe Vorzeichen.
Wenn Katzen ihr Fell viel putzen und lecken, ſagt man: Es gibt Beſuch! Das iſt eine bekannte Poſſe; aber ſagte man: Es gibt Regen, ſo wäre man ſicherer. Frißt aber eine Katze Gras, ſo hört jeder Zweifel an nahendem Regen auf.
Reicher ſind die Wetterpropheten unter den fröhlichen Seglern der Lüfte vertreten, ich meine, unter den Vögeln. Faſſen wir da zuerſt das Weitausſehende der Wetter⸗ verkündigung in's Auge, die ſich auf den Winter, auf den Frühling und Sommer be⸗ zieht, ſo begegnen wir höchſt merkwürdigen Beobachtungen und Erſcheinungen. Es iſt unzweifelhaft, daß, wenn ſich die Hausvögel, namentlich die Hühner, ungewöhn⸗ lich frühe Mauſern, das heißt, ihre Gefieder wechſeln, ein früher und heftiger Winter eintritt. Ziehen die Zugvögel in ihren graden Linien am Himmel hin, ſtark, frühe, und verlaſſen uns unſere Strich⸗ und Zugvögel auch frühe, ſo dürfen wir auf


