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Friseur Dombrowsky. 13
Indeſſen fand ſich bei Ausgrabung der Leiche, die im April 1853 verfügt ward, kein Gift vor; auch fehlten hier die Motive zur That. Im Ubrigen ward ſchon da⸗ mals behauptet, daß die Rührung, welche er hier und bei andern Gelegenheiten zu Tage trug, rein erkünſtelter Art war. Seine Praktik, wie man ſehen wird, war, die Vermuthung zu erwecken, ohne es deutlich auszuſprechen, daß ſeine Frau, die er in möglichſt widerwärtigem Lichte zu ſchildern ſuchte, von ihren eigenen Verwandten ver⸗ giftet ſei. Um bei den Geſchworenen für ſich perſönlich einen günſtigen Eindruck hervorzubringen, erheuchelte er eine ſentimentale Etinnerung und Zärtlichkeit für die erſte Gattin, die er ſchwerlich empfunden hat.)
Befragt, weshalb er ſich ſo bald wieder verheirathet, antwortete er, weil ſeine Kinder einer Mutter bedurft. Auf Anderer Rath ſei ſeine Wahl auf die jetzt verſtor⸗ bene Mathilde Angelſtein gefallen. Der Vater derſelben, Regiſtrator Angelſtein, wäre ſehr zuvorkommend gegen ihn geweſen und ihm entgegengekommen„mehr als zu viel“ Seine Bewerbung ſei wol um deshalb ſo gün⸗ ſtig aufgenommen worden, weil Angelſtein ſich wieder
verheirathen wollen und die Tochter ihm im Wege war.
Er ſollte 200 Thaler und einige Möbel als Ausſteuer mitbekommen(und hat ſie wirklich erhalten).
— Wie war das Verhältniß zwiſchen Ihnen und Ihrer verſtorbenen zweiten Frau?
Dombrowsky bemerkte darauf, mit ſeinem Schwieger⸗ vater ſei es nicht eben beſonders geweſen, er habe ſich immer ſehr theilnahmlos gegen ihn wie gegen ſeine Frau gezeigt und ſei nie zu ihnen ins Haus gekommen. Was die ſelige Frau betreffe, ſo müſſe er zwar zugeben, daß ihre Außenſeite, nämlich was Bildung und Benehmen betreffe, vernachläſſigt erſchienen, aber er habe ſich doch
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