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Professor Webster. 425
zeugung von der Schuld des Dr. Webſter ſchon am Sonntage gehabt und nicht danach gehandelt habe. Littlefield iſt kein Mann, der die Sprache in ſeiner Gewalt hat. Er mochte wol einen Verdacht mit einem Glauben verwechſeln. Es war ia nichts als ein Ver⸗ dacht. Er hatte jede Urſache, vorſichtig zu verfahren. Erſt als die Wolke ſich dichter um das Collegium zu⸗ ſammenzog und die öffentliche Stimmung einen Auflauf fürchten ließ, wurde er zu dem Entſchluſſe gebracht, kräftig zu handeln.— Rittlefield iſt durchgängig mit Dr. Webſter confrontirt worden, der Untergebene mit dem Gebieter. Littlefield hat gerade herausgeſprochen, Webſter war und blieb in ſeiner Gegenwart ſchweigſam. Er hat blos hinter ſeinem Rücken gegen ihn geſprochen. — Der Vertheidigungsanwalt hat Littlefield Impietät vorgeworfen, weil er den Truthahn von einem Mörder angenommen, um ein frommes Mahl zu feiern. Aber hätte er ihn auch ausſchlagen können, ohne den Arg⸗ wohn Webſter's zu erregen?
„Etwas muß vorausgegangen gedacht werden, wenn wir Webſter's Betragen in Erwägung ziehen. Wir können ſagen, er habe dies oder das gethan, oder er würde dies oder das gethan haben; aber wir müſſen uns dabei erinnern, wie die ganze Geſchichte des Ver⸗ brechens zeigt, daß der Verbrecher ein Thor war. Er mochte denken, er thue das geſchickteſte und pfiffigſte Ding, während ſeine Handlungsweiſe als Thorheit eines Kindes von zehn Jahren angeſehen werden muß. Dies iſt das unabänderliche Geſetz der Vorſehung und des Geſetzes der Natur. Wenn Jemand über einen Körper zu verfügen hat, ſo denkt er natürlich daran, ihn zu verbrennen, als einen Weg der keine Spuren zurückläßt. Es war Dr. Webſter's Abſicht, wenn wir ihn als den


