Zeitschriftenband 
17 (1851)
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General Berton. 37

auch ſeinen Halbſold entzog und der Kriegsminiſter Latour⸗Maubourg ſeinen Namen aus der Armeeliſte ſtrich.

Die Lage der entlaſſenen Napoleoniſchen Officiere war in ganz Frankreich damals eine traurige; und die Bourbonen handelten unklug und unpolitiſch, die Männer, welche die Gloire der Nation repräſentirten, dem Bedürf⸗ niß, ſogar dem Elend auszuſetzen. Die nach Frieden und Ruhe ſeufzende Nation liebte gar nicht übermäßig die hochfahrenden Träger jenes Ruhmes, die ſich in ſchwa⸗ chen Augenblicken für die Repräſentanten des ganzen Frankreichs hielten und die Nation in einer Prätorianer⸗ horde oder einem großen Janitſcharencorps nicht ungern hätten aufgehen ſehen. Die Nation war damit nicht unzufrieden, daß ihr Regiment aufgehört hatte; aber ſo gekränkt, gedemüthigt, verachtet und zum Theil der Ar⸗ muth und dem Elend preisgegeben wollte ſie nicht die Ver⸗ treter ihrer Ehre gegen das Ausland. Die wieder auf⸗ athmende liberale Partei, von der republikaniſchen verſtand ſich das von ſelbſt, bemächtigte ſich dieſer zurückgeſtoße⸗ nen Elemente, ſie zu pflegen, hätſcheln und die allgemeine Sympathie für ſie zu wecken. Es gab nicht ſowol Subſcriptionen für die alten Krieger Napoleon's, als Expoſitionen derſelben, um die Aufmerkſamkeit auf ſie, und damit auf die Ungerechtigkeit der Bourbonen zu len⸗ ken. Da fuhren Officiere des Kaiſers als Fiacker durch die Stadt, andere etablirten Kaffeeſchenken, fabricirten Chocolade. Die Zeitungen ermangelten nicht, durch Em⸗ pfehlung dieſer Etabliſſements die Ungerechtigkeit der Re⸗ gierung in grelles Licht zu ſtellen.

Die Kaiſerofficiere ihrerſeits, die keineswegs eine ge borene Liebe für die Liberalen empfanden, hielten ſich zu ihnen, ſie ſtimmten in ihrem Unmuth zu jeder Verbindung, deren Kern Unzufriedenheit war. Sie murrten und tobten