Zeitschriftenband 
14 (1849)
Einzelbild herunterladen

her che le

Der Spa-Field Aufruhr.

ſchaffen, wol aber die von den Miniſtern geforderte Fort⸗ ſetzung der Einkommentaxe fallen zu machen. Es wider⸗ ſtrebte dem engliſchen Freiheitsſinn, daß der Privatmann ſeine Einnahme dem Staate bloß lege, dieſer Eingriff des Fiscus in ſeine heiligen eignen Rechte iſt dem Briten ein Gräuel. Das iſt begreiflich; es iſt aber bemerkens⸗ werth, daß auch dieſer Sieg der Beſitzenden, weil er

von der Oppoſition gegen die Regierung erſtritten ward,

mit Jubel vom Volke aufgenommen ward. Der Sieg brachte ihnen keine Früchte, aber die Niederlage denen, die ſie für ihre Feinde hielten, Wunden bei. Inzwiſchen wuchs die Zahl der brotloſen Menſchen, weil die Steigerung der Arbeitspreiſe, veranlaßt durch die Erhöhung der Preiſe für die Lebensmittel, die Fa⸗ brikherren zur Entlaſſung eines großen Theils ihrer Ar⸗ beiter genöthigt hatte. Jetzt kamen die Ludditen auf, die Maſchinenzerſtörer, die in Scharen das Land durch⸗ zogen und die Fabriken demolirten. Die Zerſtörung be gleitete der Raub, der Gewalt folgten Mordthaten. Die Oppoſition im Parlament ſpielte in jener Zeit ein eigenes Spiel. Noch waren es die Whigs, welche gegen die am Ruder befindlichen Tories kämpften, in alter Weiſe eine mächtige, reiche Partei gegen die an⸗ dere. Im Oberhauſe die Lords Grey, Lansdowne, Holland, die Betford, die in ererbter Pflicht die Rechte des Volkes vertheidinten; im Unterhauſe die Tierney, Henry Broua Lord John Ruſſel, Hobhouſe, Sir Robert Wilſon. Dieſe alle waren vornehme Gentlemen, welche weniger aus Begeiſterung ſprachen und handelten, wie ſie thaten, vielmehr es als eine Ehrenſache anſahen, für den Theil des Volkes die Lanze einzulegen, welcher damals auch gar keine Ausſicht hatte, ſelbſt, kraft ei⸗ genen Rechts, höchſtens durch whiggiſtiſche Familienver

*