IV. Jahrgang.
Vierte Folge.
Titeratur, Aunst, ſchäne Miſſſenſchaſten und Geſellſchaſt.
in Leben wid⸗
Cine Mochenchronik für
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Leipzig, am 28. December 1866. lährl. 5 ½ Thlr.
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Erſcheint regelmäßig
Wdung jeden Freitag.
als die Franzoſen einmal gewichen waren, in den
1 Vom Hof- und Schlachtgemimmel 3 ’ zum Liebesport Großen Garten gebracht worden, wo der Thorwär⸗ 4 3 tter, der des Oberſten hohe Geſtalt und ſeine Frei⸗
gebigkeit von deſſen früheren Beſuchen des Gartens
Eine Doppelgeſchichte nach dem Leben in gutem Andenken behalten hatte, ſo gut als thunlich
ſich ſeiner annahm.
von E. Heufinger.. Die Wunden hatten ſich wegen des verſpäteten Ver⸗ (ghus) 1 bindens bedeutend verſchlimmert und er ſchwebte in 3 großer Gefahr, die erſt nach manchen Wochen ver⸗
Winterfeld gab dem Thorwärter ſchnell einige ſchwunden war. Als endlich nach Ausſage des Arztes Weiſungen, wie er ſich gegen den Leidenden ferner kein Rückfall mehr zu befürchten ſtand, forderte Heinrich verhalten ſollte, und eilte in die Stadt, um Anſtalten eines Morgens den ſeiner Schweſter am Tage vor der
zum Fortſchaffen des Sohnes zu treffen. Als er ohne Schlacht übergebenen Brief mit der geheimnißvollen
. Schwierigkeit die Erlaubniß dazu erhalten, den Ver⸗ Einlage zurück und ſchrieb dann mit noch matter Hand 1 wundeten in ſeinem Hauſe pflegen zu dürfen, eilte er einige Zeilen an die Gräfin. Er theilte derſelben der Tragbahre voraus, ſeine Frau und Anna auf den nur in der Kürze das Schickſal mit, welches ihn am ſchmerzlichen Anblick vorzubereiten, und Beide zwangen letzten Schlachttage vor Dresden getroffen, und ſchloß ſich auch zu ruhiger Faſſung, um den geliebten Kranken mit der ſcherzhaften Bemerkung, daß er jetzt neben möglichſt zu ſchonen. Heinrich war nach der zuletzt den Zeichen ehrender Anerkennung faſt der Denkzeichen erhaltenen Hiebwunde beſinnungslos vom Pferde ge⸗ zu viele habe, um auch für die ſpäͤteſten Jahre am ſunken und, wie er glaubte, von preußiſchen Jägern, trauten häuslichen Herde, zu deſſen Begründung er
„ u kelriig.


