Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
463
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Der Negus ſchrieb ihm:Gedulde Dich nur ein wenig, und

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reine Abſichten, ſo ſchreibe mir's; biſt Du mein Feind, ſo ſage mir's auch; ich kann dann meine Maßregeln nehmen! Lejean antwortete ſehr kurz und reſpectvoll; das wirkte.

unter der Gnade der Dreieinigkeit wird ſich ſchon Alles machen. Ich habe Dich zurückgehalten, wie ich das thun mußte; ſobald aber mein Bevollmächtigter wieder hier iſt, werde ich Dich mit allen Ehren, welche Dir gebühren, ziehen laſſen.

1 Wie geringen Reſpect übrigens der äthiopiſche Negus vor den europäiſchen Potentaten hat, geht aus Folgendem ervor. Lejean erhielt am 30. September 1863 den Befehl, Gondar und überhaupt Abyſſinien in der kürzeſten Zeitfriſt zu verlaſſen. Mit ihm ging ein Arzt, Dr. Lagarde. Beide empfahlen ſich in feierlicher Audienz. Nach derſelben nahm der engliſche Conſul, Duncan Cameron, ſeinen franzöſiſchen Collegen am Arme und führte ihn in ſein Haus zum Früh⸗ ſtück. Unterwegs fanden die beiden Europäer in einer der engen Gaſſen von Gondar einen todten Eſel liegen.

Sehen Sie, da liegt ein crepirter Conful! ſagte Cameron und ſchritt über das todte Thier hinweg.

Lejean fand den Ausdruck etwas ſtark; er war ihm unverſtändlich. Dann gab Cameron eine Erläuterung. Kaiſer Theodor hatte vor einigen Tagen in ſehr übler Laune geſagt:

Ich weiß nicht, weshalb mir meine lieben Vettern Napoleon und Victoria ſolche Kerle geſchickt haben. Der Franzoſe iſt ein Narr und der Engländer ein Eſel.(Franzis buda, Inglis ahia.)

Manchmal mußte aber auch Se. Majeſtät ſich allerlei Derbheiten gefallen laſſen. Cameron hatte zum Koch einen Elſaſſer, Namens Mack, einen vierſchrötigen Burſchen, der

Jolge. 463 der öfters in ihrem Hauſe beſchäftigt war, ſie wollte ihm einen halben Dollar geben, wenn er den alten Hund aus dem Wege ſchaffen und ihn tödten wolle. Der Mann ver⸗ ſprach das zu thun, wenn man ihm erlaube, das Fell des Hundes zu benutzen, um für ſich und ſeinen eignen Gebrauch davon ein Paar Handſchuhe zu machen. Als die Unter⸗ redung auf dieſem Puncte angekommen war, ſtieg der Hund, der bis dahin ruhig am Herde gelegen hatte, von ſeinem Lager auf, warf auf die beiden Verſchwörer einen mehr kummervollen, als ärgerlichen Blick und verließ das Haus. Auf einer kleinen Anhöhe in einer geringen Entfernung von dem Hauſe blieb er ſtehen, warf noch einen ſehnſüchtigen Blick auf das Haus und deſſen Umgebung und dann lief er in den benachbarten Wald, um nie wieder zurückzukehren.

Man ſah und hörte niemals wieder etwas von ihm. C. *

Ein merkwürdiges Kleeblatt. Im Jardin des Plantes in Paris hat man in einem

eiſernen Käfig eine junge Löwin, einen algieriſchen wilden Eber und einen kleinen Hund zuſammen eingeſperrt. Letzte⸗ rer iſt darin faſt der Gebieter. Die Löwin beluſtigt ſich ge⸗ wöhnlich damit, den Eber zu hänſeln. Wenn ſie aber dabei zu weit geht, ſo ſchreitet der kleine Hund ein und ſtellt die Ordung wieder her. C.

Misrellen. In Paris ſpricht man von einer neuen, erſt zwölf Jahre alten Pianiſtin, Fräulein Tereſa de Carreno, der Tochter eines Ex⸗Finanzminiſters in Venezuela. Man verſichert, ſie ſpiele das Piano wie die großen Virtuoſen. 1 3

einſt Soldat geweſen war, und an welchem Theodor Wohl⸗ gefallen fand. Nun hatte dieſer ſich vor ein paar Jahren von den proteſtantiſchen Miſſionären in Gafat einen ſoge⸗ nannten Kriegswagen bauen laſſen, eine armſelige Carrete, die obendrein mit grüner Oelfarbe angepinſelt war. Dem Kaiſer gefiel aber dieſer Streitwagen über alle Maßen und mit Stolz fragte er den Koch Mack, ob er in Europa jemals etwas Aehnliches geſehen habe? Mack antwortete:Ja wohl; bei mir zu Lande, in Mühlhauſen, laſſen wir auf ſolchen Dingern den Dünger aus der Stadt wegfahren.

Auch Folgendes iſt bezeichnend. Der Miſſionär Stern, welcher damals noch nicht in Ungnade war, hatte dem Kaiſer ein Stereoſkop und mancherlei Anſichten geſchenkt. Unter dieſen befand ſich auch ein Panorama von Jeruſalem, welches Theodor ſich erklären ließ.

Was iſt das?

Die Moſchee Omars.

Eine Moſchee in Jeruſalem? Doch ja, es kann ſein. Jeruſalem gehört den Türken! Dabei warf er in unbändiger Wuth das Stereoſkop zur Erde und rief:Das heilige Grab iſt in der Gewalt der Ungläubigen, Jeruſalem im Beſitze der verfluchten Mohammedaner. Das leidet Europa und will doch chriſtlich ſein! 6.

Ein kluger Hund. DerConcord Statesman erzählt folgende Geſchichte: Eine in Campton wohnende Dame beſaß einen Hund, der wegen ſeines hohen Alters und ſeiner Kränklichkeit zu nichts mehr taugte. Eines Tages ſagte ſie zu einem Arbeiter,

ſprach.

In Mailand wurde an dem Santa Redegonda⸗Thea⸗ ter eine neue italieniſche OperZuleika von Signor Ciſotti aufgeführt.

Rothe Naſen ſind gleich Leuchtthürmen, um Reiſende auf der See des Lebens vor den Küſten von Malaga, Ja⸗ maica, Santa Cruz und Holland zu warnen.

Die Wittwe eines ausgezeichneten Muſikers hatte auf den Geabſtein deſſelben die Worte ſetzen laſſen:Er iſt dahin gegangen, wo ſeine Muſik allein übertroffen werden kann. Die Wittwe eines Feuerwerkers ſah dies und ihr gefiel dieſe Grabſchrift ſo gut, daß ſie auf das Grabdenkmal ihres verſtorbenen Gatten die Grabſchrift ſetzen ließ:Er iſt dahin gegangen, wo ſeine⸗Feuerwerke allein übertroffen werden können.

Jerrold war in Frankreich und bei einem Franzoſen, der ganz enthuſiaſtiſch von der engliſch⸗franzöſiſchen Allianz Er ſagte, er ſei ſtolz darauf, zu ſehen, daß die Engländer zuletzt noch ſo gute Freunde der Franzoſen ge⸗ worden ſeien, worauf Jerrold ihm die Antwort ertheilte: Was mich an etrifft, ſo iſt das Beſte, was ich zwiſchen England und Frankreich kenne die See.

Miſtriß Sommerville, welche jetzt in ihrem 87. Jahre ſteht, hat ſoeben ein großes Werk vollendet, worin ſie alle neuen Ergebnliſſe der Wiſſenſchaft in Bezug auf die Atome der Körper zuſammengeſtellt hat. Diejenigen, welche das Manuſcript eingeſehen haben, verſichern, wenn das Buch