Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
362
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362 Novellen⸗Zeitung.

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frinn zu 3 .7271ꝙ iis e nichen el t nen ſette, in bel eutlleton. giliohel zu. ichen Biten u Eine verliebte Familie. Liß 8 um in der neuen Woche Actien davon zu kaufen. ü4 Ich ru h ,. ine ſehr würdige Perſon, ich wiederhole es; er wird einen öthete, ſah de Nach dem Engliſchen von Friedrich Coßmann. ſehr gütigen Ehemann geben und ich vermuthe, Martha hat du ich ihn, t Wir leben in einem Zeitalter der Klagen. Niemand ihn lieb; aber das arme Mädchen iſt jedoch alt genug, um uf ſeine ſunn, leidet ſchweigend; weder das Herz des Mannes, noch das des für ſich ſelbſt zu urtheilen, und es iſt nicht meine Sache. In ad Shmpathi: Weibes bricht im Stillen und in der Einſamkeit; Alle ziehen einiger Zeit, ehe lang vergeht, werde ich ſie in der alten mmen, das Publicum, das anſtändige Publicum in ihr Vertrauen, Pfarrkirche weggeben, ganz in der Stille, ohne irgend 6 Nun behel folglich iſt es weder der Fehler des Vertrauen Schenkenden einen Prunk; ich werde ſie mit dem Herrn Green, dem alten iner Bekuunſſc noch der des Vertrauten, wenn der Wind zuweilen wispert, Herrn Green den Chorgang hinunter gehen ſehen er in unſer Pfad, un daß der König Midas Eſelsohren hat. ſeiner beſten weißen Weſte und ſie in ihrem beſcheidnen grauen 10 r ein Nann, Mein Bekenntniß iſt kein ſolches. Ich habe keine Poplinkleide, worin ſie durchaus getraut werden will nicht 4 un und uns Klätſcherei meiner Nachbarn wieder zu erzählen; ich bin ein in demſelben weichen Muslinkleide und dem langen Spitzen⸗ 6 ſalhen M ſehr ruhiger Gentleman, und ziehe es vor, meine Intereſſen ſchleier, deren ich mich recht gut erinnere, wie Patty ſie fertigte anen werfen. und Beobachtungen auf meine eigne Haushaltung, meine und dabei erröthete, wir wollen nicht ſagen, vor wie vielen mmn gücüder eigne mit mir lebende Familie zu beſchränken. Ach, dort Jahren. Man ſagt, für die Frauen iſt es am beſten, wenn

liegt mein unvermeidlicher Kummer, dort iſt mein geheimes Leiden verborgen, ich bin der unglückliche ältere Bruder ver⸗ liebter Schweſtern.

Die Thatſache drängte ſich mir dunkel auf und wurde ſtufenweiſe immer deutlicher, ſeitdem ich im vorigen Jahr aus Oſtindien nach Hauſe zurückgekehrt war und die Sorge für meine fünf Schweſtern übernahm, im Alter von ohnge⸗ fähr. Aber Martha möchte leicht Einſpruch dagegen erheben, wenn ich mich in nähere Angaben einlaſſen wollte. Die gute, kleine Patty! was für ein fröhliches Geſchöpf ſie war, als ſie mit mir noch Haſelnüſſe pflückte und fiſchte. Und welche häßlichen Hauben ſie jetzt trägt, das liebe kleine Mädchen! Und warum kann ſie nicht ſo mild ſprechen, wenn ſie die Dienſtboten auszuzanken hat, wie ich mich erinnere, daß es unſre hübſche Mutter mit ihrer ſüßen Stimme immer zu thun pflegte? Und weshalb beharrt ſie dabei, trotz ihrer gegenſeitigen Stellung, den Herrn Green mit einer Art von kalter FörmlichkeitMiſter Green zu nennen? Ihn ſcheint das aber ganz gleichgültig zu ſein; wahrſcheinlich wurde er nie anders genannt.

Er iſt nichts deſtoweniger eine ſehr würdige Perſon und ich habe große Achtung vor ihm. Als meine Schweſter Martha Miß Heathcote, wie ſie von ihrer Wiege an genannt wurde mir während meines Aufenthalts in Madras ſchriftlich meldete, daß ſie beabſichtige, dieſen Titel für den weit weniger wohlklingendenMiſtriß Green auf⸗ zugeben, war ich davon, um das Wenigſte zu ſagen, überraſcht. Ich hatte aus verſchiedenen Gründen, deren Aufzählung jetzt von keinem Nutzen mehr ſein kann, gedacht, meine älteſte Schweſter werde wahrſcheinlich ſich nicht verheirathen oder vielmehr gehofft, ſie werde das nicht thun. Die arme Patty und ich, wir hätten ſo gut miteinander leben können. Es war indeſſen nicht meine Angelegenheit, mich in ihr Glück oder in ihr Geſchick einzumiſchen; und als nun am erſten Sonntag nach meiner Rückkehr in die Heimath eine alte Kutſche in der Allee heraufgefahren kam und ein kahlköpfiger, ſtämmiger kleiner Mann ausſtieg, der mir feierlich alsMiſter Green vorgeſtellt wurde, ſo unterwarf ich mich der Gewalt der Umſtände und den Pflichten eines Schwagers.

Seitdem hat er jeden Sonntag mit uns zu Mittag geſpeiſt. Er und ich ſind die größten Freunde; er unter⸗ richtet mich regelmäßig, ſobald die Damen ſich zurückgezogen haben, welchen Cours die Fonds Tag für Tag in der ver⸗

ſie verheirathet ſind; aber ich denke, ich hätte es viel lieber geſehen, wenn Martha eine alte Jungfer geblieben wäre.

Meine zweite Schweſter, Angelina, war funfzehn Jahr alt, als ich England verließ, und das liebenswürdigſte Mäd⸗ chen, das ich je geſehen habe. Jedermann wußte es, Jeder⸗ mann geſtand es zu. Sie konnte die Straße nicht hinab⸗ gehen, ohne daß die Leute ſich umdrehten, um nach ihr zu ſehen; ſie konnte in kein Zimmer eintreten, ohne ein allge⸗ meines Wispern zu erregen:Wer iſt ſie? Das dauerte fort, als ſie eine erwachſene junge Dame war. Jedermann legte ſich ihr zu Füßen; ein Jeder ſagte, ſie werde eine glän⸗ zende Partie machen wenigſtens eine Gräfin werden, und ich glaube, Angelina ſetzte das vollſte Vertrauen in dieſe Wahrſcheinlichkeit. Dutzende von Liebhabern erhielten von ihr einen Korb; jeder Brief, den ich in Oſtindien erhielt, erzählte mir von neuen Bewerhern um Angelina's Hand, denen daſſelbe Schickſal wie ihren Vorgängern zu Theil geworden ſei. Ich würde die armen Schelme bemitleidet haben, aber ſie war eine ſo blendende Schönheit, und bei keinem Manne verliert ſich die Liebe ſo ſicher, als bei dem, der ſich in eine Schönheit verliebt. Ich habe nie vernommen, daß irgend ein Mann in Folge der Grauſamkeit meiner Schweſter Angelina an der Auszehrung, durch einen Strick oder ein Piſtol ſtarb.

ſie die Strafe ihrer Hartherzigkeit; als ich nach Hauſe zurück⸗ kehrte, fand ich Adelina Heatheote noch immer als Adelina Heathcote. Noch ſchön, außerordentlich ſchön; ein gehendes Gemälde, ein ſichtbares Gedicht; es war für mich ein wirkli⸗ ches Vergnügen, ein ſo hübſches Weſen um mich in dem Hauſe

zu haben; obſchon die Leute mit einem geheimnißvollen Kopf⸗

ſchütteln ſagten, ſo hübſch ſie auch wäre, wenn ich nur meine

es gar nicht gern, daß es allgemein bekannt wurde, ob ſie oder Charlotte die Aeltere ſei. Die gute, einfache, heitre Charlotte, die nie an ihr Geſicht oder an ihr Alter dachte!

urſachte, jene Unruhe, über die ich mich jetzt beklage. Ich war noch nicht drei Monate wieder zu Hauſe, als ein junger Herr zu uns kam ein ſehr aufgeweckter und angenehmer, junger Herr, der mit den jungen Mädchen Duette ſang und in meinem Familienkreiſe ſich ganz heimiſch machte. Ich

gangenen Woche gehabt haben und welches die ſicherſte Eiſen⸗

für meinen Theil befaßte mich nicht viel mit ihm, hielt ihn

Aber wie die meiſten grauſamen jungen Damen bezahlte

Schweſter vor zwei bis drei Jahren geſehen hätte. Und Angelinen ſelbſt lag ſehr viel an neuen Kleidern und ſie hatte

Doch war Charlotte die Erſte, welche mir Unruhe ver⸗

ücherſchen. Ie tore, junger wollte, ſeine g Lachens, Sin ſine Angelege beſchränkte ſich die Sache ber erledigen, ind wollte, in ſei ſonſt zun Nar ſetzte, man be Charlotte hätt verlobt!

Ich hade ſchränkten Rec gehalten, mich deshalb ließ daß ſie eben Tänzer und Schnauzbart! war ganz zuß zu tanzen un Ning an ihre betrachtet zu bleiben wer zehn Jahren

Was ko unbeſonnene Dhorheit zu

konnte die Ze ſie dieſe Tha daderiiſſ in

Ichküäßt hatte ih die mit vonzuſce

Gn gelina dur meiſten auf ablaſſung.

berichtet we ſchen Joun boshaſter fatte, daß