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Schweigen s anderen Beſtterin⸗ geühläſen gleichgültig den, wie es
g genug in en Schach, reng unter⸗ Gſopyjſches vion auf der raſſe Mokka nem oft als e in Paris den Kaffee⸗ des Staals is verboten,
b ſehr be— als ander⸗ enießen, die nlud. Nod iiger um zu jener großen
ine tölpiſche⸗
nen. Eines Vorwande ſat aber nul, entzück, daß üre auftreten
Vierte
Der Kaiſer Joſeph II. und der Kaiſer Paul kamen meh⸗ rere Male in das Café de la Régence, und in Bezug auf Er⸗ ſteren enthalten die Annalen deſſelben eine anſprechende Stelle. Man hatte eines Tags erfahren, daß er kommen würde, und die Menge belagerte den Platz und den Garten vor dem Palais royal. In dem Kaffeehauſe ſelbſt befand ſich aber Niemand außer der Comptoirdame, welche ſich zum Sterben langweilte, als ein einfach gekleideter fremder Herr eintrat, mit Behagen ſeinen ausgezeichneten Mokka ſchlürfte und lächelnd den Klagen über„den verwünſchten Kaiſer, der
ihr alle Kunden entführe,“ zuhörte, wobei ſie jedoch zugleich ſicht.
eingeſtand, daß ſie ihn ſelbſt gern ſehen möchte. Unterdeſſen hatte der Fremde ſeinen Kaffee ausgetrunken und warf einen ganz neuen Doppellouisdor auf den Tiſch.„Ach, das ſchöne Goldſtück!“ rief das Mädchen aus,„das iſt ja das Geſicht unſeres guten Königs Ludwig's XVI.“ 2 4
„Ja, Madame,“ ſagte der Fremde, und den Hut abneh⸗ mend fügte er hinzu:„Und dieſes hier iſt das des Kaiſers,“ womit er ſich ſchleunigſt entfernte.
Bei dem Herannahen der Revolution emancipirten ſich die Kaffeehäuſer und wurden wirkliche Clubs; nur das Café de la Régence blieb ſich treu, und die Kämpfe auf dem Schachbret waren wie ſonſt die einzigen, welche hier ausge— fochten wurden, ſein Beſitzer fuhr fort, ſein Recht auszuüben, nur ſolche Gäſte zu empfangen, deren Art und Weiſe ihm zuſagte. Etwas ſpäter ſah er ſich jedoch genöthigt, einige
Tricoloren zuzulaſſen; die Büſten Marat's und Le Pelle⸗
tier's verdunkelten zwar etwas den Luxus der Einrichtung, ſchließlich blieb das Café de la Régence aber doch ein anſtän— diges Kaffeehaus. er Iie o
Wio
eiß, die feine Welt, auch war er übri⸗
aft als Schachſpieler ein alter Stamm⸗ 2.— czug hierauf erzählt Ed. Fournier eine ergreifende Anekdote.
Während der Schreckensherrſchaft wurde das Kaffeehaus wenig beſucht; man dachte damals nicht an das Schachſpiel, welches noch dazu als eine Unterhaltung der Ariſtokraten den Spieler hätte in Gefahr bringen können. Außerdem fuhren täglich die Wagen, welche die Verurtheilten nach dem Richtplatze brachten, vor den Fenſtern vorüber, was eben keine angenehme Ausſicht war. Robespierre, den dieſer Anblick wahrſcheinlich nicht ſehr beunruhigte, war deshalb einer der Wenigen, der hier noch ſeine Partie machte. Obgleich er kein ſehr ſtarker Spieler war, flößte er ſeinen Gegnern doch einen ſolchen Reſpect ein, daß ſelbſt die Geſchickteſten von ihnen ſich von ihm ſchlagen zu laſſen ſuchten. Eines Abends, als er ſchon einige Zeit auf einen Mitſpieler gewartet hatte, denn man drängte ſich gerade nicht an ihn, trat ein kleiner, ſehr hübſcher und zierlicher Herr herein und nahm ohne alle Umſtände Platz an ſeinem Tiſche. Das Spiel begann, ohne daß ein Wort gewechſelt wurde, und der kleine junge Mann gewann zwei Partien hintereinander.„Sehr gut!“ ſagte Robespierre,„aber um was haben wir geſpielt?“„Um einen Kopf,“ war die Antwort,„ich habe gewonnen, gieb mir ihn raſch, ſonſt verlangt ihmmorgen der Henker.“ Robespierre ließ ſich ein Blatt Papier bringen und fertigte in allerdings ſehr übler Laune den Befehl aus, den„Exgrafen“ v. N... welcher ſich in der Conciergerie befand, in Freiheit zu ſetzen. „Aber,“ fragte er, indem er dem Unbekannten das Papier übergab,„wer biſt Du, Bürger?“„Sage lieber Bürgerin, denn, ſollteſt Du es nicht bemerkt haben, ich bin ein Weib und die Braut des Grafen. Meinen Dank und Adieu!“
Napoleon war noch als einfacher Artillerieofficier eben⸗
Robespierre kam ſehr gern hierher, denn
lebrität.
ttelpunkt für alle Schachſpieler
Folge. 781 falls einer der Stammgäſte des Café de la Régence. Er ſpielte oft Schach, aber, wie man ſagt, ſehr ſchlecht und er konnte ſeine Ungeduld nicht bemeiſtern, wenn ſein Gegner ſich in zu weitläufige Combinationen vertiefte.
Als in Frankreich beſſere Zeiten wiederkehrten, nahm das Café de la Régence auch ſein eigenthümliches Weſen wie⸗ der an, aber ohne ſeinen alten Glanz wiederzufinden. Die Schachſpieler vermehrten ſich zwar in ſteigendem Grade, aber man ſah unter ihnen weder Literaten, noch Künſtler, noch Politiker. Das Schachſpiel allein herrſchte und ſicherte dem Orte wenigſtens einen europäiſchen Ruf in dieſer Hin⸗ Hier glänzten Deschemels, la Bourdonnais, welcher in hundert Partien hintereinander den Engländer Mac Don⸗ nel ſchlug, St. Armand,„der Liebling der Régence“, Phili⸗ dor, Boiſſy d'Anglas, Barneville, de Jouy.
Während der Reſtauration wurde ſehr viel in der Ré⸗ gence geſpielt. Während der Julirevolution wurde die Vor⸗ derſeite des Hauſes von den Kugeln der Kämpfenden arg zu⸗ gerichtet; man mußte ſie deshalb neu herſtellen, was mit ei⸗ nem gewiſſen Luxus geſchah.„Warum decorirt man dieſes Kaffeehaus?“ fragte ein Vorübergehender.„Weil es ein Julibleſſirter iſt,“ gab ein anderer zur Antwort.
Etwas ſpäter wurde Alfred de Muſſet Stammgaſt in der Régence und begegnete ſich hier mit mancher anderen Ce⸗ Aber einer der wunderbar Treueſten war der eben genannte Chavelier de Barneville. Er hatte das Kaffeehaus drei Viertel eines Jahrhunderts hindurch beſucht, als er im Jahre 1842 ſtarb. Er hatte dem amerikaniſchen Feldzug unter Lafayette beigewohnt, er hatte mit Philidor geſpielt, er hatte die Revolution erlebt, ohne ſich im Schachſpiele ſtören zu laſſen; er hatte allen Ereigniſſen beigewohnt, die ſich in Paris zugetragen, und niemals hatte er bei ſeiner Partie ge⸗ fehlt.
Heute iſt das Café de la Régence noch immer der Mit⸗
er, deren Zahl ſich jedoch in Pa⸗ ris zu verringern beginnt. Es hat ſeine Eigenthümlichkeit, ſeine ganz beſondere Phyſiognomie ſich bewahrt und es iſt eines der ſeltenen Ueberbleibſel des alten Paris, welche ſich mitten in der Pracht des neuen erhalten haben.— e.
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Die Chronik über Prinz Hamlet, König Horwendil's Sohn.
Ein ſinniger Freund claſſiſcher Dramatik und ein be⸗ ſonders warmer Verehrer Shakeſpeare's, Hermann Freiherr von Frieſen, iſt jetzt mit äſthetiſchen Briefen über den Ham⸗ let herausgetreten, auf die wir noch ferner zurückkommen.
Der Verfaſſer ſpricht unter Andern auͤch über den Ur⸗ ſprung der Fabel dieſes merkwürdigen Stückes, und wir dür⸗ fen wohl vorausſetzen, daß unſern Leſern eine Mittheilung
d
derjenigen Quelle willkommen ſein wird, aus welcher Sha⸗ keſpeare aller Wahrſcheinlichkeit nach ſchöpfte. Herr von Frieſen ſagt:
Schon die älteſten Commentatoren nahmen an, daß Shakeſpeare die Fabel des Hamlet, die ſich urſprünglich bei dem alten däniſchen Chroniſten Saxo Grammaticus findet, aus der in das Engliſche überſetzten Erzählung des Bellefo— reſt geſchöpft haben möge.
Hier wie dort tritt ein Statthalter von Jütland Na⸗ mens Horwendil auf. Der Ruf ſeiner Tapferkeit veranlaßt einen König von Norwegen, ſich mit ihm im Zweikampf zu meſſen. Bedingung dieſes Kampfes war, daß der Sieger die


