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dauerte eine volle Viertelſtunde, ehe ſie ſich zer— theilte. Sobald als die Bewohner von Erith und Belvedere glaubten, ſich ohne Gefahr auf den Schau— platz des Unglücks begeben zu können, eilten ſie da⸗ hin und unterſuchten die Ruinen, um vielleicht noch Lebende hervorzuſuchen. Von den beiden Magazinen war nicht ein einziger Stein auf dem andern geblie— ben; ſelbſt die Grundlage war herausgeriſſen, und die Stelle, wo das größere Magazin geſtanden, zeigte viele Riſſe und Spalten in der Erde, und große Steinmaſſen waren in den umliegenden Feldern zer⸗ ſtreut. Die Schiffe mit den Werften waren zerſplittert
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Folge. 683 ſter und Thüren wurden durch die Erſchütterung zer⸗ ſchmettert, und ganz beſonders ſind die Einwohner von Erith dadurch großem Ungemach ausgeſetzt. In manchen Häuſern ſtürzten die Decken ein; Perſonen, die noch im Bette waren, wurden durch den Stoß herausgeſchleudert. Einige Minuten nach der Explo— ſion zitterte der Erdboden in und bei Erith und Bel—
vedere. Auch in Woolwich zerſprangen eine Menge Fenſter. In Deptford erloſchen bei einem Schiffs—
bauer in Folge der Erſchütterung plötzlich 150 Gas⸗ lichter in ſeinen Werkſtätten. Kurz, die Kataſtrophe war in jeder Beziehung ſchrecklich, und es iſt doch
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in die Luft geflogen, und in dem Damme ſelbſt war noch als ein Glück zu betrachten, daß verhältnißmäßig
ein ungeheurer Riß entſtanden, der die Landſchaft nur wenig Perſonen dabei das Leben verloren haben. ...-„.„—.
meilenweit der Gefahr einer Ueberſchwemmung aus⸗ Zugleich ergiebt ſich aber auch darckus die Lehre, daß
ſetzte. Von der Wohnung Rayner's fand ſich nichts weiter als ein Stück von einer Mauer von Ziegel⸗ ſteinen und ein Eingang. Dicht dabei fand man die Leichname des unglücklichen Mannes ſelbſt und ſei⸗ nes Sohnes, eines Knaben; dagegen wurde ſeine Frau und ein kleines Kind lebendig unter den Rui⸗ nen hervorgezogen, doch waren ſie ſehr verletzt. Ein Mädchen, die Nichte Silver's, des Magazinverwalters des kleinen Depot, wurde getödtet, während er ſelbſt mit einigen leichten Verletzungen davon kam. Seine Frau war glücklicher Weiſe ein paar Tage vorher
Haidſtone zu Verwandten gereiſt und noch nicht wieder zurückgekehrt. Das Häuschen, worin ſie leb⸗ ten, iſt eine Ruine, und die ganze unmittelbare Nach⸗ barſchaft davon iſt mit den Trümmern der einge⸗ ſtürzten Gebäude bedeckt. Die aufgefundenen neun Verwundeten wurden mit der größten Sorgfalt und in möglichſter Eile nach Guy's Hospital geſchafft,
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an der Herſtellung zweier verzweifelt man, und man weiß jetzt, daß die Leute, denen die beiden Schiffe anvertraut waren, umgekommen ſind.
Glücklicher Weiſe war zur Zeit der Exploſion niedriger Waſſerſtand, doch in Zeit von vier Stunden mußte der Damm in einer Länge von 300 Fuß wie⸗ der hergeſtellt ſein, wenn die Gegend den Schrecken einer Ueberſchwemmung nicht ausgeſetzt werden ſollte. Zum großen Glück war ein bei den Themſedämmen angeſtellter Ingenieur in der Nähe, welcher in Zeit von 20 Minuten 400 Arbeiter mit ihren Werkzeugen und Schiebkarren herbeiſchaffte, denen ſich halb zehn Uhr noch 1500 Pioniere und Artilleriſten aus Wool⸗ wich anſchloſſen, und als die Fluth eintrat, war der Damm wieder hergeſtellt und die Gegend vor einer Ueberſchwemmung bewahrt.
Der Schaden, den die Exploſion in der Nach⸗ barſchaft angerichtet hat, iſt nicht unbedeutend. Fen⸗
man mit Schießpulver nicht vorſichtig genug umgehen kann, wenn dadurch kein Unglück erzeugt werden ſoll.
C.
Gedicht von Karl Koch.
Sommerfäden.
Sommerfäden, Sommerfäden! Wenn ich euch ſo ziehen ſeh', Wandern in die weite Ferne, Ach, wie wird mir da ſo weh!
Bandet rings den ſchönen Sommer An die Welt mit zartem Band; V Ach, zerriſſen, tragt ihr leiſe Den Viellieben aus dem Land. Alles Holde, alles Schöne Folgt euch über's ferne Meer,
Aus des Nordens Eiſeshallen Zieht der rauhe Winter her.—
Sommerfäden— Himmelsfäden!
Mahnt mich an des Glaubens Band, Das ſich aus dem Grund des Herzens
Bis zum Himmel aufwärts ſpannt.
Daß kein Zweifel mir's zerriſſe Und, zu meiner Seele Weh,
Ach, des Glaubens Himmelsfaden Ewig mir von hinnen geh'!


