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ſein Schenkel immer tiefer in den Kinnbacken des Ungeheuers V
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größern Ohrringen gefüllt, bis die Ohrläppchen zuletzt ſo unnatürlich verlängert ſind.
Unglücklicher Weiſe iſt die
Schönheit des weiblichen Geſchlechts auf Java durch das
Vorherrſchen häßlicher Naſen entſtellt. ſelten eine ſchöne Naſe zu ſehen, doch wenn das der Fall iſt, ſo iſt das Geſicht gewöhnlich hübſch, vorausgeſetzt, daß der Mund immer geſchſoſſen bleibt,
die ſie kauen, ſind ihre Zähne ganz ſchwarz.
Unglücklicher Weife wird das als eine Schönheit betrachtet.
denn von dem beſtändigen Zeit bettlägerig; ſein B Gebrauch des Seri⸗gambier Tabak und der übrigen Blätter, ſehr zerquetſcht. D
Novellen⸗Zeitung.
zugeben, und als dann das Geſchrei des armen Mannes ei⸗ nige Arbeiter, die in ſeiner Nähe beſchäftigt waren, an ſeine Seite gebracht hatte, ſo verſuchten dieſe vergebens, ſeinen
Man bekommt ſehr Fuß der Schlange zu entreißen, ſodaß ſie ſich zuletzt gezwun⸗
gen ſahen, die Schlange zu zerhauen, welche dann ihre Beute nicht länger feſt halten konnte. Der Mann blieb einige ein war nicht zerbrochen, wohl aber ieſe Geſchichte wurde mir als eine ganz beſtimmte Thatſache erzählt, und obſchon die Sawahſchlange
Bei Kindern ganz zahnlos iſt, ſo iſt ſie doch von einer ſolchen Größe, daß⸗ 9 3 3 7
von dreizehn bis vierzehn Jahren, die mit dieſem entſtellenden gar kein Grund vorliegt, um einem ſo außerordentlichen
Proceß erſt begonnen haben oder im Begriff ſtehen, das zu Vorfall unglaublich zu finden.“
thun, ſehighar ſehr häufig ſchöne Zähne, welche Perlenreihen gleichen. ganz beſonders Intereſſe erregte bei mir in der vor mir ſtehenden Gruppe ein ganz junges Mädchen, das nicht älter als zwölf oder dreizehn Jahr ſchien, und in deren Geſicht, obwohl es nachdenklich, ſchweigend und traurig war, der kindliche Blick noch nicht ganz verſchwunden ſchien. Wer weiß, ob nicht der Inſtinct ihres Herzens ihr vielleicht ſchon geſagt hatte, daß ein beſſeres Schichſal ihr möge beſtimmt ge⸗ weſen ſein, als das ihr wahrſcheinlich bevorſtehende. Sie war ohne Zweifel beſtimmt, das neue Spielzeug eines Mo⸗ narchen von mittlerm Alter zu ſein, und obwohl ſich in ihr etwas gegen dieſes Loos empörte, ſo konnte daran ändern. bis er ihrer überdrüſſig war und neue Reize aufſuchte. Die meiſten der Frauen ſahen aber heiter und glücklich aus, und eine Dame, welche viele von ihnen perſönlich kannte, erzählte mir, ſie ſeien im Allgemeinen mit ihrem Looſe zufrieden, da ſie ſich nach Belieben putzen und in kindiſcher könnten. Als ich meinen Blick auf die zahlreichen Vögel richtete, die in Käfigen umher hingen, konnte ich nicht umhin,
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dieſe armen Sänger mit den Gefangenen zu vergleichen, von diebſtähle, au
denen ſie verpflegt und verhätſchelt wurden.“
Demſelben Werke wollen wir noch ein ganz außeror⸗ dentliches Schlangenabenteuer entnehmen, das mit folgenden Worten erzählt:
ſehr große Sawah oder Reis
der Länge maß und achtzehn Zoll im Umfang hatte. glaube, der Arzt des Hospitals hatte die Abſicht, nach Amſterdam zu ſchicken. Natur ſcheu und furchtſam, und wofern ſie nicht ungewöhnlich hungrig ſind, greifen ſie kein menſchliches Weſen an. Eingeborner von Malany, der von des Tages Laſt und Hitze ermüdet war, hatte ſich auf eine Wieſe niedergelegt, um dort ein Schläfchen zu halten. Auf dem Acker, welcher an dieſe Wieſe ſtieß, befand ſich die Schlange, welche uns im H
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tal gezeigt wurde. Jener Mann hatte noch nicht lange ge⸗ ſtreckte, angef
ſchlafen, als er durch ein ſonderbares Gefühl an ſeinem rech⸗ ten Schenkel erweckt wurde. Als er ſeine Augen öffnete und um ſich her blickte, ſah er zu ſeinem großen Schrecken
einer großen Schlange. Einige Augenblicke lang blieb er ganz bewegungslos, denn er war viel zu ſehr erſchrocken, um irgend eine Anſtrengung zu ſeiner eignen Be
freiung machen oder ſelbſt um Hülfe rufen zu können; als er aber ſah, daß
verſchwand, gelangte er zur vollen Einſicht ſeiner gefährlichen Lage und er ſah ſich im Stande laut um Hülfe zu rufen, während er zu derſelben Zeit ſeinen Schenkel raſch hin und her bewegte und ſich anſtrengte, die Schlange abzuſchütteln.
Dieſe ſchien indeſſen gar keine Luſt zu haben, ihre Beute auf⸗
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ſie doch nichts das Endurtheil bei Sie war das Eigenthum ihres Gebieters, Die U
Art beluſtigen während der Kriegszeit.
dieſelbe waren, Dieſe Schlangen ſind von ein, welche Stein und Bein auf die Unſchuld des Gefangenen
Ein vom Liede war.
ſeinen der Männer war. rechten Fuß und das Bein bis über die Wade in dem Rachen w
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Das erſte Lynchgericht.
Was der amerikaniſche Ausdruck„Lynchgericht“, die Maßregel, durch welche eine ſich empörende Bevölkerung das Recht in die eigne Hand nimmt, zu bedeuten hat, iſt auch dem deutſchen Leſer bekannt. Die Wenigſten aber mögen etwas von dem Urſprung des Namens wiſſen.—
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges gegen die Eng⸗ länder gab es in Virginien nur ein Criminalgericht, welches ſchweren Verbrechen ausſprechen konnte.
ebelthäter hatten in der Grafſchaft, in welcher ſie ge⸗ fangen wurden, eine Vorunterſuchung zu beſtehen und wurden dann nach Williamsburg, wo das Criminalgericht ſeinen Sitz hatte, zur Aburtheilung geſendet. Niemals aber hatte ſich mehr gezeigt, wie unzweckmäßig dieſe Einrichtung war, als
Die größte Nothwendigkeit für die engliſche wie die amerikaniſche Armee waren gute Pferde; hohe Preiſe wurden dafür gezahlt, und ſo wurden Pferde⸗ f allen Farmen bald ſo häufig, wurden mit einer
ſolchen Frechheit und Schlauheit ausgeführt, daß die Farmer felbſt bei der der Verfaſſer retten wußten. Dann und wann wurde wohl ein Pferde⸗
dieb gefangen, ja auf der That ertappt, „Als wir dieſes Hospital beſuchten, zeigte man uns eine Williamsburg
äußerſten Wachſamkeit ſich kaum mehr davor zu
wenn er aber nach zur Aburtheilung transportirt worden war,
feldſchlange, die zwanzig Fuß in fehlten meiſt die Hauptbelaſtungszeugen, die in unerklärlicher
Weiſe auf ihrem Wege nach Williamsburg verſchwunden
und zugleich fand ſich eine Menge anderer Zeugen
ſchworen, ſo daß die Freiſprechung deſſelben immer das Ende Nach und nach kam man dem Räthſel. wohl auf die Spur, ohne daß indeſſen dadurch etwas gebeſſert worden wäre. Eine wohlorganiſirte Bande von Pferdedieben hatte ſich gebildet, welche ihre Poſten und Depots vom ame⸗
espi- rikaniſchen Norden durch Virginien bis Süd⸗Carolina er⸗
ührt von einem Manne, Namens Perkins, der durch ſeine Kühnheit, Bildung und männliche Schönheit bald der ſtille Abgott aller Frauen wurde, wie er der Schrecken Capitain Perkins tauchte überall auf, o er am wenigſten vermuthet wurde, bald als reicher Pflan⸗ zer, bald als Advocat, bald als Kaufmann, übernachtete ruhig auf den Farmen, deren Pferde von ſeinen Leuten entführt worden waren, und bezauberte durch ſeine Liebenswürdigkeit die ganze Familie. Erſt nach ſeiner Abreiſe gab meiſt ein hinterlaſſener, Zettel Nachricht von dem Namen des Gaſtes. Eines Tages ritt er ruhig auf einer Plantage vor und bat ſich ſelbſt zu Tiſche, wo erſt wenige Tage zuvor der ganze Pferdebe⸗ ſtand geſtohlen worden war. Unglücklicherweiſe für ihn befand ſich hier ein Mann zum Beſuch, welcher ihn früher bereits
geſehen, der ſoſort den Pflanzer bei Seite zog und dieſen von.
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