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Vierte Folge.
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Eine Mochenchronik für Niteratur, Kunst, ſchöne Miſſenſchaften und Geſellſchaft.
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am 30. September 1864.
II. Jahrgang.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Vorurtheil und Liebe.
Novelle von Julius Mühlfeld. (Schluß.)
Eine reizende und warme Septembernacht brei⸗ tete ſich über das Elbthal unfern Magdeburgs, eine ſchöne und gewerbfleißige Gegend. Aber jetzt, um Mitternacht, war Alles ſtill, die kleine Gemeinde des Fleckens ruhte aus von des Tages Mühen, und kein Laut des Lebens ſtörte den Frieden der ſchönen Nacht. Der Mond ſenkte ſein bleiches Licht in vollen Wellen hernieder, und der breite Elbſtrom, auf welchem ſich auch nicht ein Laut vernehmen ließ, ſchimmerte im Lichte des Mondes wie ein breiter Silberfaden, der ſich durch dieſe Gegend ſchlängelte.
Das Dorf oder der Flecken, von welchem wir reden, lag ziemlich nahe an dem Ufer der Elbe und
der Nähe des Stromes geſchirmt. Es rührte ſich in den Straßen keine Seele und nicht einmal ein Nacht⸗ wächter war zu ſehen, der wahrſcheinlich, dem lieben Gotte die Hut überlaſſend, in irgend einem Winkel⸗ chen eingeſchlafen war.
Doch nicht lange blieb es ſo. Es mochte gegen ein Uhr ſein und die Nacht ſtand in der vollen Blüthe ihrer Schönheit, als die Hausthür des dicht neben der Kirche gelegenen Pfarrhauſes leiſe geöffnet wurde. Eine weibliche Geſtalt, mit einem dunkeln Tuch über den Kopf gebunden und in einen langen dunklen Mantel gehüllt, zog die Thür leiſe hinter ſich zu und ſchwebte über den knirſchenden Kies des Garten⸗ weges. Auch das kleine vor dem Hauſe gelegene Blumengärtchen verließ ſie und verſchloß die Staket⸗ thür hinter ſich.
Langſam wandelte ſie den Weg entlang, dem Strome zu, und wenn das Licht des Mondes ſich durch die dunkle Hülle ihres Kopfes ſtiehlt, ſo erken⸗ nen wir in dem leidenden und durchſichtig bleichen
wurde durch einen hohen Damm gegen die Gefahren Aageſichte die vor einem Jahre noch ſo jugendfriſchen


