Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
624
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624 Novellen⸗Zeitung.

Vom deutſchen Büchermarkt.(Er ſchildert mit einer feinen romantiſchen Schwärmerei, die Kuddelmudddel. Plattdeutſche Gedichte von Os⸗ ſo kiefſinnig warm als geſchmackvoll iſt und eines geſunden wald Palleske. Stralſund, Verlag von Carl Topp. realiſtiſchen Elementes nicht entbehrt. Die Monotonie, 1863. b welche ſich dabei vorfindet, verſtimmt nicht, denn das taktvolle Aehnliches, nur ſchärfer und ſtrenger, wie wir es ſchon Maßhalten des Dichters unterläßt es, ſich wie Andere an⸗ früher bei Reuter's plattdeutſchen Gedichten ſagten, müſſen ſpruchsvoll auszubreiten und ſelbſtgefällig zu ergehen. Er wir auch hier wiederholen. Dieſe Sachen, welche aus der i*ſt ein Mann der Form in ſauberſtem Gewande. O. B. reinen Lyrik heraustreten, verlieren ſich in cnervotenhaſter Behandlung alter Fabeln, Schnurren und drolliger Gevat⸗. tererzählungen. Des Humors ſind ſie nicht bar, und das iſt Dr edlla Len Friedrich Wilihald Wulff. ihre gute Seite; nachdrücklicher aber fehlt's an äſthetiſchem esden, 5 aneſte han n 83 8 olf Kuntze. 1864. Geſchmack, der doch endlich nie fehlen darf, wo von Poeſie Diefe dovellen ſin nun ech Lehngen und leichtferti= und Kunſt die Rede ſein ſoll, mögen ſich dieſe beſchäftigen, ger Technik, als mit wir Aicher eſtaltungskraft geſchrieben mit welchem Thema ſie wollen. O. B. und werden ſich nur als flüchtige Lectüre für wenig anſpruchs⸗ 3 uuli Kreiſe haltbar erweiſen. O. B. Gedichte von Theodor Storm. Berlin, Verlag Inhalt: Vorurtheil und Liebe. Novelle von Julius Meißner.(Fort⸗ von Heinrich Schindler. 1864. 3 A hur Lr iehs) 8* Maüchiſänaa Adelaide. Gedichte von Storm gehört zu den Dichtern, die als Lyriker viel Lie⸗ Arthr ületan. 6 rir Wee 9. benane one dor deinhei beſtger, Gigenſchaſten, die Aaeletundahranannhunnn Aineien Da unme der Autor in demſelben Maße als Novelliſt vielfach bewährte.

leum. Worte für Welt und Haus., Vom deutſchen Büchermarkt.

Bei Friedr. Bartholomäus in Erfurt erſchien in neuer verbeſſerter und wiederum vermehrter Auflage:

. Ueueſtes Taſchen-Liederbuch.

Enthaltend 479 der beſten und beliebteſten Volks⸗, Geſellſchafts⸗ Schützen⸗ und Turnlieder, Opern⸗Arien, ernſte und

heitere Couplets ꝛc.,

mit Angabe der Dichter, Componiſten und Tonarten, nebſt einem Anhange von Toaſten. Herausgegeben. 32. Auflage. vor Preis 9 Sgr.

Edmund Wallner.

Elegant cartonirt mit rothem Leinwandrücken 9 Sgr. oder 33 Kr. rh. Daſſelbe als elegantes Feſtgeſchenk in rother Lein⸗ wand mit Goldſchnitt Preis 18 Sgr.; iſt in dieſer Ausſtattung auch als Geſchenk für Damen geeignet.

= Ein Taſchen⸗Liederbuch iſt längſt Bedürfniß geworden für jeden geſellſchaftlichen Cirkel. Kein fröhliches Zuſammenſein in Wald und Feld, in Familie und in heiterem Freundeskreis, wo nicht ein friſches Lied, zur rechten Stunde angeſtimmt, alle Herzen in Sympathie mit erklingen ließe, wo nicht ein fröhlicher Sang zur Erhöhung der allgemeinen Stimmung beitrüge.

Deshalb ſind auch ſolche Leute überall gern geſehen, denen das Recept zu einem Geſellſchaftsliede nie ausgeht und bei deren Anweſenheit die Geſellſchaft gemüthlich heiterer Stunden ſicher iſt.

Zwar hat jeder Deutſche in ſeinem Gedächtniß und in ſeiner Kehle einen eigenen Schatz von bekannten oder minder bekannten Liedern und bedarf bei Abſingen derſelben in der Regel keines gedruckten Commentars. Jeder Sänger aber wird oft genug die Er⸗ fahrung gemacht haben, daß der Mangel eines Taſchen⸗Liederbüchleins nirgends fühlbarer auftritt, als wenn im geſelligen Kreiſe ein Lied angeſtimmt und beim dritten oder vierten Verſe aus keinem anderen Grunde wieder abgebrochen wird, als weil der Text ausge⸗ gangen und Niemand einen andern Anhaltepunkt als ſein eben auch nicht immer ſtichhaltiges Gedächtniß aufzuweiſen hat. 2

Zur Abhülfe ſolcher Uebelſtände giebt es nun der Liederbücher mancherlei, und daß ſie vom Publicum geſucht werden, zeigt der enorme alljährliche Abſatz derſelben. Der Verfaſſer des obengenannten Liederbuches iſt weit davon entfernt, die übrigen derartigen Concurrenzwerke zu verwerfen und das ſeinige als unübertrefflich hinzuſtellen; nichts deſtoweniger aber glaubt er es den Käufern ſei⸗ nes Werkes ſchuldig zu ſein, auf die Vorzüge aufmerkſam zu machen, die das Wallner'ſche Liederbuch ſeit länger als zwanzig Pahen in die Reihe der geſuchteſten und beliebteſten derartigen Werke eingereiht und es vor dem Ueberflügeln jedweder Concurrenz bis auf dieſen Tag erhalten haben. 3 4

Es empfiehlt ſich das Wallner'ſche Taſchen⸗Liederbuch nicht nur durch ſeine elegante Ausſtattung, ſondern auch durch ſeine Vollſtändigkeit und praktiſche Einrichtung. Es enthält daſſelbe außer allen älteren bekannten Liedern noch eine Anzahl neuer, die in keinem andern Liederbuche zu finden ſind, und hat der Verfaſſer überall, wo dies möglich zu erforſchen war, den Dichter und den Componiſten angegeben. Außerdem iſt bei den beliebteſten Chorliedern die betreffende Tonart angegeben, eine Nottz, die in keinem anderen Liederbuche zu finden iſt und welche das Umwerfen eines Chorliedes, weil entweder zu hoch oder zu tief, von Anfang an verhütet. Der am Schluß befindleche Anhang von Toaſten wird ſchließlich Allen eine willkommene Beigabe ſein.

Möchte das Büchlein nun auch in dieſer ſeiner neuen Auflage die Zahl ſeiner vielen Freunde um ein Bedeutendes wieder ver⸗ mehren und, wo es an's Licht gezogen wird, recht viele fröhliche Stunden bereiten.

Die geehrten Beſteller dieſes Liederbuches wollen bei Ankauf deſſelben genau auf den Namen des Herausgebers. Edmund

Wallner, achten!

Redigirt unter Verantwortlichkeit von Olto Sriedrich Dürr in Leipzig. Verlag der Dürrſchen Buchhandlung in Leipzig. Druck von A. Edelmann in Leipzig. 45

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Erſcheint rege jeden Frei

Eine tete ſich u ſchöne un Mitternac Fleckens Laut des Der Mond hernieder, auch nicht Lihte des ſich durch

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