Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
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Wer konnte da ſchon kommen, wenn nicht der Prinz, deſſen gewöhnliche Beſuchſtunde freilich noch nicht da war? Sicher trieb ihn die Ungeduld heute früher her; er war am vergangenen Abend in der Oper geweſen, hatte Agnes Lindau in Lucrezia Borgia gehört, als welche ſie einen großen Triumph gefeiert hatte, und nun kam er ſicher, kam, um ihr zu huldigen.

Ein helleres Roth flog einen Augenblick lang über ihre Züge; machte aber ſofort einem Ausdruck der Enttäuſchung Platz, als Fräulein Marianne den Gra⸗ ſen Brenken meldete.

Graf Brenken! ſagte die Künſtlerin gedehnt, ſich laſſe bitten.

Sie durfte ihn doch nicht abweiſen, ſo ungelegen ihr auch gerade jetzt ſein Beſuch war. Er kam ihr immer ungelegen, und jedesmal verwünſchte ſie die Laſt der Verpflichtung, welche ſie gegen ihn hatte, und die ihr Rückſichten auferlegte, welche ihr unbe⸗ ſuem wurden. Sie wurden vielleicht nur ihrem Hoch⸗

nuthe läſtig, welcher es nicht ertragen konnte, den juldigend vor ſich zu ſehen, welchem ſie Alles dankte, deſſen Huldigung ihr alſo faſt wie ein Zwangspaß, wie ein Wechſel auf ihre Dankbarkeit erſchien, welchen ſe ehrenhalber honoriren mußte. Ihr ſtolzer Sinn impörte ſich jedesmal, bei jedem neuen Beſuche des Grafen; ſie war launiſch, verſtimmt und eigenſinnig un ſeiner Gegenwart; und je öfter ihn in letzter Zeit ſeine Liebe in jhre Nähe getrieben hatte, um ſo öfter

Die Glocke kündete einen nahenden Beſuch an. Geſtalt mit den verwüſteten Geſich

verwünſchte die Sängerin den häßlichen Anbeter.

¹ Sie hatte ſogar ſchon daran gedacht, ein anderes Engagement anzunehmen und die Reſidenz zu verlaſſen, Plos um in ihrem Hochmuthe frei zu werden und ſicht mehr gezwungen zu ſein, Denjenigen neben ſich ſihen zu müſſen, welcher ſie edelherzig emporgezogen jatte aus den winzigen Verhältniſſen eines Dorf⸗ ſbens, ſo daß ſie jetzt, als gefeierte Künſtlerin, mit den Vertretern der Standes⸗Ariſtokratie kühn rivali⸗ iren durfte. Sie hatte ſogar noch in den letzten Lagen an eine ſolche Veränderung gedacht, trotz der Lariſer Erfahrungen, und freilich innerlich die heim⸗ liche Hoffnung daran geknüpft, daß der Prinz ihr folgen würde; und nun war ihr Peiniger ſchon wieder ſa, trat eben in ihr Boudoir.

Graf Oskar's Haltung war heute ſicherer und nehr gehoben, als in den vergangenen Wochen. Es ſigte ſich in ihr bereits der Einfluß Rudolph's von Lowen. Die Spuren des Lebens, welche ihm die ſtzten Wochen aufgedrückt, hatte er freilich nicht ver

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iater, daß er geſe giſchen können; ſie traten nur um ſo reller hervor, alel,) 9

ils er hoch aufgerichtet in das Boudoir der Sängerin fat, und es war nicht zu leugnen, daß die hölzerne

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Geſtalt tszügen und dem ſeit ſeiner Krankheit faſt brennend röthlichen Haare häßlich war und neben dem intereſſanten Prinzen eine unvortheilhafte Figur ſpielte.

Agnes Lindau hatte das noch niemals ſo be⸗ merkt, als heute, und bei dem heimlichen, wie zufällig entſtandenen Gedanken, der bei ſeinem Anblicke in ihr aufſtieg, dieſes Mannes Gattin ſein und ſich lie⸗ bend an ſeine Bruſt lehnen zu ſollen, ſchauderte ſie.

Sie hatte eigentlich noch niemals dieſen Gedan⸗ ken gehegt; weshalb nun heute gerade? War es das

4 en Weſen des Grafen, welches ſie etwas Wichtiges ahnen ließ? War es einer jener magneti⸗ ſchen Züge, welche zuweilen, der ſterblichen Staub⸗ hülle unbewußt und unerklärbar, im Geheimen corre⸗ ſpondiren?

Agnes empfing den Grafen mit mißvergnügtem

Blicke; ſie war entſchloſſen, die üble Laune nicht zu

verbergen, welche ihr ſein Kommen und ſeine Gegen⸗

wart bereitete.

Wie ſchön Sie ausſehen, liebe Agnes, rief ihr der Graf entgegen,ſchön und ſtolz wie eine Juno! Es iſt, als ob Ihr ganzes Weſen ſich unter der Macht der Triumphe höbe, welche man Ihnen ſo reich be⸗ reitet.

Wirklich, Graf? Wie ſchade, daß ich Ihnen nicht denſelben Gruß zurückgeben kann! entgegnete ſie mit unverkennbarem Hohne.

Agnes Lindau ruhte nachläſſig in einer Cauſeuſe, und er ſetzte ſich ihr gegenüber.

Ich hörte von Ihrem bedeutenden Erfolge als Lucrezia und eilte herbei, um Ihnen meinen Glück⸗ wunſch zu bringen.

Sie waren nicht ſie ihn.

Nein, ich hatte leider Abhaltung und bedauere nun doppelt, ſie verſäumt zu haben, weil ja jeder Ihrer Triumphe auch mir Frende bereitet.

Wahrſcheinlich hegen Sie den hochherzigen Glau⸗ ben, daß Sie berechtigter Mitgenießer ſind; und ich kann Ihnen das freilich nicht wehren.

Sie hatte ſo viel Bitterkeit in dieſe Worte ge legt, als ihr möglich war. Der Graf fühlte ſich auf das Tiefſte verletzt, doch beherrſchte er ſich noch immer. Er hatte ſich feſt vorgenommen, ſeine Faſſung zu bewahren; er wollte endlich in's Reine kommen mit ſich und mit ihr.

Die guten Leute unſerer Reſidenz haben Sie ſehr lieb, theure Agnes, und Sie ſehen ſelbſt, wie eifrig ſie bemüht ſind, Ihnen die Pariſer Vorfälle

in der Oper? unterbrach

gänzlich aus dem Gedächtniß zu ſtreichen.

Da hatte der arme gutherzige Graf eine wunde