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Hat man doch dieſen Weg deſperater Jämmer⸗ lichkeit bei manchen ähnlichen Capacitäten des Aus⸗ landes bereits eingeſchlagen und ſich höchſtens damit begnügt, ſolche auszuwählen, deren Leben ein buntes, bewegtes war, und durch einen gewiſſen Zeitungs⸗ Feuilleton⸗Klatſch immer noch bunter und bewegter gemacht wurde. Eugen Sue, Alexander Dumas, Roſſini und einige Andere haben das bedenkliche Glück gehabt, noch bei Lebzeiten belletriſtiſch behan⸗ delt zu werden. Wir können freilich nicht annehmen, daß es beſtellte Arbeit war, denn das Ausland ſteht mit dem deutſchen Literatenthum noch in faſt gar keinem Verhältniß; aber man darf leider glauben, daß den Genannten dieſe romantiſche Nutznießung ihrer Perſon nicht unangenehm geweſen iſt, denn ſie zählt auch zu jenen neueren Charlatanen⸗Mitteln, die darauf hinwirken ſollen, die literariſche Haut zu con⸗ ſerviren und die Schönheit des fraglichen Individuums auf eine kokette Weiſe populär zu machen. Solche Unternehmungen ſind gleich der müßig erfundenen Anekdote eben ſo viele Reclamen, die das Intereſſe für ihren Gegenſtand friſch erhalten. Denn Gravi⸗ rendes würde Niemand zu berichten oder zu erfinden wagen, da die Zeit noch nicht da iſt, in welcher der ehrverletzende Skandal ganz und gar unſträflich und das menſchliche Privatleben der Preſſe gegenüber vollkommen vogelfrei wäre.
Zieht man nun aber ſolche culturhiſtoriſche Ro⸗ mane in Betracht, welche ſich nicht Capacitäten der Wiſſenſchaft, ſondern Männer der That, des Militär⸗ ſtandes, der Diplomatie, des Herrſcherhandwerks wäh⸗ len, ſo ändert ſich die Erſcheinung. Der deutſche Schriftſteller fühlt zwar in ſich gute Gründe, die ihm das Wagniß verbieten, ſeine Helden hervorzuſuchen unter den noch jetzt lebenden, für ihre Völker ſich ſtets ſo hochſinnig aufopfernden Fürſten, unverant⸗ wortlichen Miniſtern und jedenfalls ſehr großen Ge— nerälen und deutſchen Diplomaten von wenig geheim bleibender Schlauheit, denn eine ſolche Verherrlichung könnte ihm nicht gut bekommen; er ſcheut ſich aber dagegen nicht, im Auslande alle möglichen Perſön⸗ lichkeiten aus den eben genannten Lebensſphären zu entnehmen, um damit in ſeinem Namen ein literari⸗ ſches Geſchäft,zu machen. Leute wie Napoleon, Thiers, Changarnier, Guizot, Garibaldi, Lord Palmerſton ꝛc. werden in den verwickeltſten und geheimnißvollſten Lebensbeziehungen dargeſtellt, und bewegen ſich fort— während als redende Figuren auf der offenen Scene der erzählenden Dichtung. Je nach der Art, wie die Schriftſteller dieſe Perſonen auffaſſen und ſie in einem günſtigen oder ungünſtigen Lichte erſcheinen laſſen wollen, beuten ſie deren Vergangenheit aus und er⸗
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finden nach der ſogenannten licentia poëtica eine An⸗
Zahl von Begebenheiten und Thaten, d. h. in dieſem
Falle alſo Lügen hinzu, um die Handelnden dadurch
zu glorificiren oder zu verleumden.
Dieſes Verfahren macht einen doppelten Eindruck nach zwei entgegengeſetzten Seiten hin. Die gemeine Neugier, Verehrungs⸗ oder Skandalluſt des großen Haufens wird dadurch gefeſſelt, denn dieſer hält be⸗ kanntlich im hiſtoriſchen Roman alles für Wahrheit und erbaut ſich am beſten, wenn noch lebende, wo möglich einflußreiche Perſonen vor ſeinen Augen mo⸗ raliſch nackend ausgezogen werden. Iſt der Betref⸗
fende, wie es ſich oft bei den kleinen und großen
Lenkern der Weltgeſchichte vorfindet, trotz alles äußern Glanzes ein gemeinſchädliches Subject, ſo beſieht ſich jener große Haufe mit ſogenauntem ſittlichen Ver⸗ gnügen jeden Geißelhieb, den man der Haut des Be⸗ treffenden beibringt. Iſt dieſer ein gefeterter Mann, ſo wird ſeine geſchmackloſeſte Apotheoſe bejubelt.
Die Minorität der vernünftigen, gediegenen Na⸗ turen muß dagegen jenes Verfahren mit großer Ent⸗ rüſtung erfüllen. Vor Allem liegt darin eine empö⸗ rende Indiscretion gegen alle geſellſchaftlichen Rechte, ein literariſches Wühlen, welches der niedrigſten Klat⸗ ſcherei im Alltagsleben gleichſteht; anderntheils ver⸗ ſucht dieſe Manier alle hiſtoriſche Aufklärung zu ver⸗ wirren und zu verdunkeln, indem ſie mit dem Auge blinder Vermuthung hinter die Couliſſen und um die Ecke ſchauen zu können vorgiebt und von ſchwebenden Proceſſen mit vorlauter Ungründlichkeit den Spruch fällt, ehe die Acten nur geordnet, geſchweige geſchloſ⸗ ſen ſind. Es müßte auf die ſo gemißhandelten ge⸗ ſchichtlichen Perſonen unſerer Gegenwart einen für die Schriftſteller höchſt blamirenden Eindruck machen, wenn jene alles das leſen würden, was man ihnen an Ab⸗ ſichten, Handlungen und Worten andichtet. Autoren, welche niemals aus dem Weichbilde ihrer verkomme⸗ nen Privatexiſtenz herausgetreten ſind und außer ihrer ſich unnütz machenden Phantaſie keinerlei Weltverbin⸗ dungen beſitzen, führen ihren Leſern mit wörtlicher An⸗ führung der Rede und Gegenrede, mit allem Zubehör der perſönlichen Impulſe die verborgenſten Cabinets⸗ verhandlungen, die intriguanteſten Unternehmungen verliebter Fürſten und die ausgeſuchteſten Streiche der Diplomaten mit einer Zuverſichtlichkeit vor, als wä⸗ ren ſie bei all dieſen Actionen Augenzeugen geweſen, und dazu kommt, daß die erzählten Dinge oft kaum vor ein paar Jahren paſſirt und oft denen noch nicht einmal völlig entſchleiert ſind, die ſelbſt dabei Hel⸗ fershelfer waren..
Die Rolle vom Poeten und die vom Genius der Allwiſſenheit fällt allerdings in Eins zuſammen, doch


