Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
807
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Vierte.

nachher trat ſie Hand in Hand mit einem ſchönen jungen Huſaren⸗Officier ein.

Herr Gotthelf war aufgeſtanden und erwiderte die Verbeugung, welche ihm gemacht wurde, ziemlich ceremoniös, denn das Sprüchwort:Ein anderes Städtchen, ein anderes Mädchen, ſummte ihm plötzlich ſehr unangenehm vor den Ohren, als er das Paar ſo vertraulich vor ſich ſtehen ſah.

Wen habe ich das Vergnügen vor mir zu ſehen? fragte er mit kalter Zurückhaltung.

Das Vergnügen iſt ganz auf meiner Seite, ſagte lachend der Huſar.Sie werden ſich wohl noch eines gewiſſen Wilhelm Werdau erinnern, der Ihnen in der Kanzlei manche bittere Stunde be⸗ reitete.

Werdau! rief Herr Gotthelf, wie aus den Wolken fallend, und zugleich ſeine Arme ausbreitend, ſetzte er hinzu:

An mein Herz, mein Junge! Ich habe den Tag noch nicht vergeſſen, wo Sie mich und meine Tochter ſo tapfer aus den Händen der Franzoſen befreiten und meine Acten retteten. Ich wäre unglücklich ge weſen, wenn anch nur ein einziges Heft verloren ge⸗ gangen wäre.

Nicht eher wage ich es Ihre Umarmung zu erwidern, ſagte Werdau,bis ich darüber Gewißheit habe, ob Sie mich zu Ihrem Schwiegerſohn annehmen wollen. Hier ſteht das Mädchen meiner Wahl, ſegnen Sie den Bund unſerer Herzen, der unter keinen ge⸗ wöhnlichen Umſtänden geſchloſſen wurde, und welcher mir und Ihrem Kinde die Garantie einer recht glück⸗ lichen Zukunft bietet.

Nun, kommen Sie nur an mein Herz, entgeg⸗ nete der Kanzleirath,das iſt die beſte Antwort, welche ich Ihnen vorläufig geben kann. Das Weitere überlegen wir ſpäter. Die Schelmin da hat übrigens ſchon gebeichtet, und, ſetzte er lächelnd hinzu,ich werde Ihnen das Mädchen wohl laſſen müſſen, denn es iſt ja bekannt, daß ſich die Schill'ſchen Huſaren das, was ſie einmal haben, ſo leicht nicht wieder nehmen laſſen.... Eine Bemerkung indeſſen erlauben Sie mir. Mit einer Lieutenants⸗Gage ernährt man keine Frau, und bis der Herr Schwiegerſohn zum Rittme iſter avancirt, dürfte ſich der Brautſtand doch wohl noch etwas in die Länge ziehen.

Auch dafür, glaube ich, wird geſorgt werden, ſagte Werdau,ohne Ausſicht komme ich wenigſtens nicht hierher.

Nun, wenn das iſt, entgegnete der alte Herr,

ſo wollen wir in Geduld die weitere Entwicklung abwarten.

Polge.

Gotthelf. Der Kanzleirath, Hedwig, Werdau, Gre Rothenſee und Clotilde bildeten die Tiſchgenoſſen. Herr Gotthelf war in der beſten Laune, die ſich zuletzt ſo weit ſteigerte, daß er dem durch den Zeit⸗ geiſt zu Grabe getragenen Zopf eine humorriſtiſche Leichenrede hielt. Auch die Geſchichte vom Buchfink, welcher draußen ſein Neſt baut, um ſich einen häus lichen Heerd zu begründen, kam wieder zum Vorſchein und trieb ein zartes Roth auf Hedwig's und Clotil dens Wangen. Dieſe hatten ſich übrigens, da ſie ſich zu einander hingezogen fühlten, bald die Hände zum Bunde der Freundſchaft gereicht und unterſtützten ſich getreulich in dem Beſtreben, durch die Waffen weiblicher Liebens⸗

würdigkeit und Anmuth ihre Herrſchaft über ihre

Verlobten immer mehr zu befeſtigen.

Am Schluß des Mahles kam aber die Haupt⸗ überraſchung. Graf Rothenſee erhob ſich, zog ein ſauber zuſammengeſchlagenes Papier aus der Taſche und verlas mit lauter Stimme eine Anſtellungs-Ur⸗ kunde, kraft welcher dem ſeitherigen Lieutenant Wer⸗ dau im Schill'ſchen Huſaren⸗Regiment, an Stelle des in den Ruheſtand verſetzten Kanzleirath Gotthelf, deſſen Poſten aus beſonderer Rückſicht ſeines Wohl⸗ verhaltens ertheilt wurde.

Zwei Monate ſpäter waren beide junge Paare am Ziel ihrer Wünſche: Werdau hatte Hedwig, und Graf Rothenſee Clotilde heimgeführt.

Als die beiden jungen Frauen zum erſten Mal wieder zuſammen kamen, entſtand nur ein kleiner Streit darüber, welche von ihnen wohl die Glück⸗ lichſte ſei.

Held Ctibor.

Aus dem Böhmiſchen des S. K. Machacek neaße 1 von

Alfred Waldau.

*Held Ctibor erwacht am Morgen, Seinen böſen Traum verfluchend; Ringsum blickt ſein trübes Auge, Den verlornen Frieden ſuchend.

Sieh', da bringt ihm einen Becher Die Gemahlin, weißgekleidet: Was erſchrickſt Du, mein Gebieter?

Am andern Tage war großes Eſſen bei Papa

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Sprich, was Deine Seele leidet?