Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
802
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Novellen⸗Zeitung.

hum.

Alfred Waldemar.

Pilger und Müdchen. (Nach dem Ungariſchen.)

Wen decket wohl dies ſtille Thal, Wen die Kapelle hier?

Was, Mädchen, färbt Dein Antlitz fahl, Was trübt die Augen Dir?

O frommer Pilger, Niemand ruht In der Kapelle Rund'. Ich bete, daß in hoher Hut

Mein Lieb' mög' ruh'n zur Stund'!

Mein Kind, wo iſt des Liebſten Gruft, Sag' an, in welchem Land?

Dort, weit, wo keiner Blüthe Duft Erfriſcht den heißen Sand,

Wo nur der Sturmwind wild durchzieht Die Wüſte öd' und leer,

Wo keines Wand'rers Tritt man ſieht, So weit man blickt umher!

Drum bete und drum ſeufze ich, Sein Schlaf mög' ruhig ſein.

Erſt wenn der Schmerz getödtet mich, Geh' ich zur Ruhe ein!

Mein Kind, mein Kind, dies herbe Leid Erſtickt den Lebensmuth.

Laß fahren Deine Traurigkeit Und ſtill' der Thränen Fluth!

Der Kreuzesritter lebet noch, Den Du ſo tief beweint. O blicke mir ins Auge doch! Kennſt nimmer Du den Freund?

Ich lebe, bin Dein Liebſter ja, Ich trotzt' des Feindes Arm, Und bring' Dir wieder, nun ich da, Mein Herz ſo liebewarm!

O Gott! iſt's wahr, daß Du es biſt, Den ich ſo lang beklagt? Der Seele Seel' erloſchen iſt Noch nicht, wie ich geklagt?

Wie pocht mir jetzt das arme Herz! Das trübe Aug' wird hell! O tödt' mich nicht, du froher Schmerz, Mein Liebſter iſt zur Stell'!

Erinnerungsblälter von Alfred Waldemar.

Ich danke Dir, mein Heiland Du, Daß Du ihn treu beſchirmt!

In meinem Herzen ohne Ruh' Ein Wonnemeer jetzt ſtürmt!

Ich ſtürze mich darein mit Luſt, Er kam mir ja zurück!

In ſeinem Arm, an ſeiner Bruſt Lacht mir ein neues Glück!

Germania iſt's, die ſchützend wacht.

Germania iſt's, die ſchützend wacht, Wenn holder Friede uns umlacht, Die Künſte blüh'n vom Rhein zum Belt, In gold'nen Aehren ſteht das Feld, Und Schätze ſtrömen aus dem Schacht, Germania iſt's, die ſchützend wacht!

Germania iſt's, die ſchützend wacht, Wenn wilde Gluthen rings entfacht, Wenn Stürme droh'n dem Vaterland, Zum Kampfe ſich bewehrt die Hand, Wenn lauter Donner uns unmkracht,

Germania iſt's, die ſchützend wacht!

Germania iſt's, die ſchützend wacht, Deckt uns auch ringsum tiefe Nacht! Des Deutſchen Hort ſteht felfenfeſt, Der deutſche Gott uns nie verläßt, Und zieht der Feind heran mit Macht, Germania iſt's, die ſchützend wacht!

Germania iſt's, die ſchützend wacht, Wenn heiß entbrennt die blut'ge Schlacht, In deutſcher Sonn' die Waffe blinkt, Und Feindes Blut die Erde trinkt, Ob noch ſo groß auch ſeine Macht, Germania iſt's, die ſchützend wacht!

Germania iſt's, die ſchützend wacht, Die ſtets uns hält gar wohl in Acht. Drum, deutſcher Mann, verzage nicht; Ob rings die Sonne hell und licht, Ob drohend naht Gewitternacht: Germania iſt's, die ſchützend wacht!

Flensburg, G. A. F. Ponton. 1863.

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