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ſeinen Nebenſeiten unſchöne Form des Gebäudes möglicher weiſe noch mehr verunſtaltet wird; die auf 20 Millionen teranſchlagten Koſten der Oper ſteigern ſich dadurch ſchon tt auf 24, und werden innerhalb der 7 Jahre, welche für die hollendung dieſes Prachtbaues beſtimmt ſind, mit Rückſicht uf die mancherlei Veränderungen, welche für die innere nrichtung in dieſem Zeitraume angemeſſen erſcheinen wer⸗ en, ſich eher noch erhöhen als vermindern. Wenn nur mit der ſteten Vergrößerung der Opernſäle auch die Zunahme ger menſchlichen Stimmmittel gleichen Schritt halten wollte! ber in dem Maße, als die Anforderungen der neueſten zomponiſten ſich ſteigern, vermindert ſich allgemein die Lei⸗ ſungsfähigkeit der Sänger, das ſogenannte ſchwache Geſchlecht ſhauptet indeß auch hierin ſeine Ueberlegenheit dem männ⸗ ſchen gegenüber und erſetzt und verdeckt die Lücken und Mängel des letzteren auf der Opernbühne mit ungeſchwächten träften. Die Anweſenheit Meyerbeer's und das gleichzeitige haſtſpiel der Fräulein Titjens, die ſeit mehreren Jahren die ſd eutendſte Sängerin des italieniſchen Coventgarden⸗Theaters London iſt, hat hier wiederum das Gerücht von der endlich ſworſtehenden Aufführung der„Afrikanerin“ in Umlauf iſetzt; der Maeſtro ſcheint indeß neben anderen künſtleriſchen lückſichten für die ſo bedauerte Verzögerung auch der Anſicht u ſein, daß der unverändert hohe Ertrag ſeiner Opern kein zedürfniß nach neuen Productionen fühlen laſſe, zumal ſeine Alfrikanerin“ dem Zahne der Zeit ausgeſetzt und durch ihr lter an Intereſſe eher gewinnt als verliert. Jenes Debüt ſoll nun wieder ein ſolches Vorſpiel dieſer Oper, der„Seeſchlange“ der hieſigen Theaterwelt, geweſen ſein; Preſſe und Publicum laben indeß die deutſche Künſtlerin ſo kühl empfangen und gwürdigt, als wäre ſie berufen, die hier ſo antipathiſche ſo⸗ gmannte deutſche Zukunftsmuſik zu ſingen; der berühmte Meiſter kann ſomit wiederum unter dem Vorwande nicht ge⸗ engneter muſikaliſcher Kräfte ſeine Pandorabüchſe auf einige Zeit verſchließen. Die hieſige Oper ſucht eine Ehre darin, die Werke jenes Componiſten zuerſt in Scene zu ſetzen, und ſcheut keine Koſten den Wünſchen deſſelben nachzukommen, ſie hat der Titjens für jede Vorſtellung 3000 Francs gezahlt, ein Honorar das ſonſt nur dem neuen muſikaliſchen Wunderkinde der Patti bewilligt wird, und überdies mit noch anderen Künſtle⸗ rmnen, unter andern Fräulein Lucca vom Berüner Hofthea⸗ ter, welche Meyerbeer für die Interpretirung ſeiner Oper in Vorſchlag gebracht haben ſoll, über Gaſtſpiele contrahirt. Dem kaiſerlichen Hausminiſterium, unter deſſen Oberleitung die Theater ſtehen, iſt in neueſter Zeit auch die Verwaltung der öfentlichen Muſeen und die Aufſicht über die anderen Zweige der Künſte übertragen worden; bei der nicht verantwortlichen Stellung, welche der bisherige Chef dieſes Departements, der Cultus⸗Miniſter, einnimmt, hat dieſe Maßregel keine poli⸗ tſche Bedeutung, ſie iſt nur ein neuer Beweis für das große Intereſſe, welches der Kaiſer perſönlich dem Gedeihen der Künſte widmet. Das zweite Kaiſerreich leiſtet hierin unendlich nehr als alle früheren Regierungen: die Gallerien des Louvre haben ſich in den letzten Jahren nicht nur durch ganze Samm⸗ lungen wie die des Herzogs von Luynes, des musée Campana und Sauvageot vermehrt, ſondern alle Zweige der bildenden Fünſte ſind durch werthvolle Acquiſitionen bereichert worden; aber die materielle Protection allein ſchafft noch keine großen Künſtler, Noth und Elend ſind ja viel häufiger die Wecker und Begleiter des Genies; wenn die Kunſt zur Dienerin der Mode und ein Spielzeug der Reichen wird, wenn ſie nicht dem Edlen und Schönen allein, ſondern auch dem ſchlechten Geſchmacke der Zeit Rechnung trägt, wie dies jetzt in Frankreich der
Folge. 669 Fall iſt, ſo kann die eigentliche Kunſt nicht gedeihen, und eine treibhausartige Pflege derſelben wird Großes nicht hervorbrin⸗ gen. Auf den Tod Horace Vernet's hat ein zweiter harter Schlag die franzöſiſche Kunſt getroffen: Eugene Delacroix iſt am 14. Auguſt inmitten raſtloſer Thätigkeit geſtorben. Dieſer Künſtler beſaß in hohem Maße alle die Eigenſchaften, welche der jetzigen Generation fehlen: ſchöpferiſche Phantaſie, tiefe Kenntniß der Geſchichte aller Völker und Zeiten, poetiſch⸗ dramatiſche Begabung in der Conception ſeiner Ideen; ſeine Mängel lagen andererſeits gerade in dem, worin die heutige Schule allein Großes leiſtet: in der techniſchen Vollendung, beſonders der Zeichnung. Ein Verrückter hatte dem Knaben das Horoſkop geſtellt, daß er ein bedeutender Menſch werden, und ſein Leben reich an Arbeit und Kampf ſein würde; dieſe Prophezeiung iſt im ſtrengſten Sinne in Erfüllung gegan⸗ gen: ſim Jahre 1823 ſtellte der 24jährige Jüngling ſein erſtes großes und epochemachendes Bild:„Virgil und Dante auf dem Acheron“ aus, und von dieſem Zeitpunkte an hat weder ſein Pinſel noch die Anfeindung ſeiner Gegner geruht, er trat an die Spitze der ſogenannten romantiſchen Schule, welche in der Literatur damals V. Hugo zum Führer hatte, und ſtellte ſich mit wenigen Jüngern der akademiſchen Schule gegenüber, welche unter David die claſſiſchen Formen ohne deren Geiſt wieder beleben wollte. Selten iſt ein Künſtler von ſeinen Anhängern mehr verehrt und von ſeinen Gegnern bitterer angefeindet worden. Trotz der großartigen Leiſtungen beſonders in der monumentalen Malerei haben ſeine Ver⸗ dienſte ſpät die öffentliche Anerkennung gefunden, erſt 1857 trat er an Stelle von Paul Delaroche in das Inſtitut ein; er theilt das Schickſal aller Reformatoren, von der Mitwelt über⸗ oder unterſchätzt zu werden, eine ſpätere Zeit erſt wird den großen Einfluß dieſes franzöſiſchen Rubens auf die heimiſche Kunſt unparteiiſch würdigen können. IHI. R.
Lafarina.
Am 5. September verlor Italien in Lafarina, dem Vice⸗Präſidenten der Deputirtenkammer, einen ſeiner be⸗ kannteſten Männer. Derſelbe ſtarb in Folge eines Typhus⸗ fiebers, das durch die ihm von ſeinen Aerzten nach italieni⸗ ſcher Sitte verordneten zahlreichen Aderläſſe tödtlich wurde, eben ſo wie man früher den Herzog von Genua und den Grafen Cavour in derſelben Art zu Tode curirte.
Lafarina war ein Sicilianer und betheiligte ſich ſehr lebhaft an den Ereigniſſen von 1848. In Folge deſſen wurde er nach der Wiederherſtellung der Herrſchaft der Bour⸗ bons des Landes verwieſen, und von dieſer Zeit an lebte er als Exilirter im nördlichen Italien. Anfangs ſchloß er ſich der Partei an, welche Italien in eine Republit umzugeſtalten beabſichtigte, in welcher Regierungsform ſie das Wohl Ita⸗ liens allein zu finden glaubte. Lafarina erkannte bald, daß dieſes ein Irrthum ſei, und bekannte ſich von dieſer Zeit an zu den Cavour'ſchen Ideen eines einheitlichen monarchiſchen Italiens und wurde einer der thätigſten und nützlichſten Agen⸗ ten Cavour's für dieſen Zweck.
Lafarina gründete eine politiſche Geſellſchaft unter dem Namen„Società nazionale Italiana,“ welche zu den Ereig⸗ niſſen von 1860 ſehr mächtig beigetragen hat. Welches An⸗ ſehen er unter den Mitgliedern dieſer weitverbreiteten Geſell— ſchaft genoß, zeigte ſich recht deutlich bei den Wahlen im Jahr 1860, wo er in 24 Wahlbezirken zum Deputirten gewählt wurde. 1
Nach der von Garibaldi bewirkten Revolution in Siei⸗


