Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
221
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wollte mich wieder tragen laſſen, da ich aber lieber ging, ſo nahm ſie mich unter dem Arme und, ſo oft wir auf dem Wege über ein Waſſer oder über eine Pfütze hinwegſetzen mußten, hob ſie mich mit ſolcher Leichtigkeit hinüber, wie ich im geſunden Zuſtande dieſes einem Kinde würde gethan haben.

Dieſe Frau, die während der ganzen Zeit unſeres Aufenthaltes auf der Inſel Otaheiti ſich als eine Freundin der Engländer bewährte, nannte ſich Oberea und war die Mutter des vermeintlichen Erben der höchſten Gewalt, der noch ſehr jung war; und dieſem Verhältniſſe verdankte ſie das Anſehen, welches die Europäer zu jener Zeit ſie be haupten ſahen; denn als ſpäterhin Cook in dieſe Gegend kam, hatte Oberea keinen höheren Rang, als den einer reichen Privatperſon. Die Zuneigung, die ſie für den Capitain Wallis und die Seinigen gefaßt hatte, war auf⸗ richtig; ſie erhielten den Beweis davon, als es zu ihrer Abreiſe kam. Man wollte am 27. Juli unter Segel ge⸗ hen. Am 26., um 6 Uhr Morgens, kam die Königin an Bord mit Geſchenken, die in Schweinen und Geflügel be⸗ ſtanden; ſie kehrte aber bald wieder ans Land zurück. Um 3 Uhr Nachmittags kam ſie jedoch nochmals auf das Schiff, als ob ſie an die Abreiſe gar nicht glauben könnte, die doch nicht länger mehr aufgeſchoben werden durfte. Sie ſcheukte uns ſehr ſchöne Früchte, ſagt Capitain Wallis, und ging mich auf eine ſehr dringende Weiſe an, doch noch zehn Tage länger auf der Inſel zu verweilen; ſie wolle in das Innere des Landes gehen und uns eine große Menge von Schweinen, Früchten und Geflügel bringen. Ich ſuchte ihr meine Erkeuntlichkeit für die Güte und Freundſchaft, die ſie mir erzeigt hatte, zu beweiſen, wiederholte aber die Erklärung, daß ich mit Tagesanbruch abſegeln müſſe. Sie vergoß Thränen, und als ihr Gemüth etwas ruhiger ge⸗ worden, fragte ſie mich durch Zeichen, wann ich wiederkeh⸗ ren würde. Ich machte ihr verſtändlich, daß dies in fünf⸗ zig Tagen geſchehen dürfte; ſie aber erwiderte durch Zeichen,

Dritte Folge. 221

ich ſollte uicht ſo lange warten und in dreißig Tagen zurück⸗ kommen. Als ich darauf beharrte, immer dieſelbe Zahl zu wiederholen, die ich einmal feſtgeſetzt hatte, ſchien ſie es zufrieden. Sie blieb an Bord bis zum Anbruch der Nacht, und nur mit vieler Mühe konnte man ſie bewegen, ans Land zurückzukehren. Als man ihr ſagte, daß das Fahr⸗ zeug bereit ſei, warf ſie ſich auf einen Stuhl und weinte lange Zeit ſehr heftig, ſo zwar, daß nichts ſie beruhigen konnte. Endlich beſtieg ſie mit ſchwerem Herzen das Fahr⸗ zeug mit ihrem Gefolge. Montags den 27., mit Tages⸗ anbruch, landeten wir ab, und ich ſchickte zu gleicher Zeit das große Fahrzeug und das Boot ans Land, um noch einige leere Waſſergeſchirre zu füllen. Als ſie an die Küſte kamen, ſahen ſie zu ihrem Erſtannen das ganze Ufer mit Indianern erfüllt; ſie bedachten ſich, ob es klug ſei, unter eine ſo große Anzahl Otaheiter ſich hinaus zu wagen, und wollten ſchon umkehren, als die Königin ſich zeigte und ſie einlud, ans Land zu kommen. Während unſere Leute die Geſchirre füllten, ließ ſie einige Schweine und Früchte in das Fahrzeug bringen, und als man ſich wieder einſchiffte, wollte ſie durchaus mit ihnen nach dem Schiffe. Der Officier, welcher Befehl hatte, Niemanden aufzunehmen, verweigerte ihr Verlangen.

Da ſie ſah, daß alle Bitten vergeblich waren, ließ ſie eine gedoppelte Pirogue aufs Meer ſetzen und ſich von ihren Indianern führen. Fünfzehn oder ſechszehn andere Piroguen folgten ihr, und alle kamen zum Schiffe heran. Die Königin ſtieg an Bord; die Gemüthsbewegung, in der ſie ſich befand, hinderte ſie zu reden, und ihr Schmerz brach in Thränen aus. Als ſie eine Stunde auf dem Schiffe zugebracht hatte, erhob ſich ein ſanfter Wind, wir lichteten die Auker und gingen unter Segel. Als ſie ſah, daß ſie nun nothwendig in ihre Pirogue zurückkehren mußte, um⸗ armte ſie uns auf die zärtlichſte Weiſe unter vielen Zäh⸗ ren; ihr ganzes Gefolge ſchien über unſere Abreiſe nicht weniger betrübt. Bald darauf trat eine völlige Windſtille

ergeben ſeien. In der That ſoll derſelbe nicht nur den Körper juggedlich und voll erhalten, ſondern auch den Wangen eine blü⸗ hende Farbe geben. Ferner ſtimmen Oekonomen und Metzger darin überein, daß der Arſenik den Schweinen zwar viel Fett, Fleiſch und ein gutes Aeußere gibt, aber die ſo gewonnene Fülle dem Gewicht nach geringer iſt, als eine durch gewöhnliche, gute Maſt erreichte. Arſeniks vergleichend zu berückſichtigen, welche derſelbe in der Ho⸗ möopathie hat, und endlich, ſollten nicht ſchon im vorigen Jahr⸗ hundert anerkannt alt gewordene und jugendlich gebliebene Per⸗ ſonen, die ſich mit Lebenselixiren beſchäftigten, wie zum Beiſpiel der wahrſcheinlich aus Oeſterreich ſtammende Graf St. Germain,

das Geheimniß des Arſenikeſſens gekannt und es mit beſſerem wiſſenſchaftlichen Calcul benutzt haben? Ja ließen ſich nicht jene Er⸗

fahrungen durch Verſuche und chemiſche Schlußfolgerungen regeln und zum Wohl der Menſchheit verwenden? Sind doch viele un⸗ ſerer mediciniſchen Heilmittel nichts als Gifte in kleinen und grö⸗ ßern Doſen, und wo iſt überhaupt der BegriffGift zu be⸗ grenzen? 6.

Literatur. Das Spiel und die Spiele. Von Julius Schaller.

Weimar, Bölau's Verlag.

Es iſt ein Beitrag zur Pſychologie und Pädagogik, wie zum Verſtändniß des geſelligen Lebens.

Der Verfaſſer ſtellt zuerſt einige plauſible Betrachtungen über das allgemeine Weſen des Spiels und das Recht und die Nothwendigkeit deſſelben an, geht dann allmählich auf die Kinder⸗

Ferner wäre wiſſenſchaftlich die Wirkung des

ſpiele ein und kommt ſpäter auch ſauf die Spiele der Erwach⸗ ſenen, in die er Turnen, Reiten, Fechten, Schießen, Jagen und Tanzen mit einrechnet. Unter Verſtandesſpiele, die zugleich Glücksſpiele ſind, betrachtet er beſonders die verſchiedenen Amüſe⸗ ments mit den Karten und mit dem Schachbret, das reine Glücks⸗ ſpiel folgt dieſen, und die geſellſchaftlichen Spiele, Räthſelrathen und Pfänderauslöſung mit obligaten Küſſen ſchließen ſich an. Endlich läßt er geſchloſſene Vereine und Wirthshausgeſelligkeit an uns vorübergehn.

Der Verfaſſer hat ſich bemüht, über alle dieſe Dinge ein Rai⸗ ſonnement anzuſtellen, welches das Gedächtniß des Leſers wenig beſchwert, indem derſelbe nicht durch biſtoriſche Facta über die verſchiedenen Spiele, welche reichen Stoff hierzu darböten, unter⸗ balten wird. Indeſſen würde das Publicum dieſe zugleich ſtoffliche Seite nicht ohne Dankbarkeit angenommen haben. O. B.

Cameen. Sechs erzählende Gedichte von Adolph Bött⸗ ger. Leipzig, Verlag von Guſtav Oebme. 1861.

Die in dieſem elegant ausgeſtatteten Werkchen vorliegenden ſechs erzählenden Balladen haben bereits die zweite Auflage erlebt, eine Gunſt des Beifalls, die den meiſten Böttger'ſchen Poeſien beim deutſchen Publicum zu Tbeil geworden iſt.

Schhwerlich iſt es noch nöthig, bei ſolcher Bekanntſchaft der Leſer mit den Productionen des Dichters die Formengewandtheit,

die ſprachliche Glätte und muſikaliſche Weichbeit derſelben her⸗ vorzuheben, Vorzüge, welche die kräftigſten Veranlaſſer des Er⸗

folgs geweſen ſind. Wir finden ſie auch hier wieder, und es muß noch hinzugefügt werden, daß dieſer blühende Vortrag auch einen