Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
219
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Kleinigkäten, u meinem Er⸗ entfernt, und ffen eines Co.

erhob ſich en Ralle zugleich ꝛeinen Hagel griffe konnte ergewicht und aren Zahl de⸗ usgeſehen ha⸗ unſchaft krank uer zu geben, om Caſtell lö⸗ Die erſte Lage ter; doch nach ind erneuerten dtande waren, ihren Poſten; immer einige an dort noch Uen Kräften as grobe Ge⸗ ager als drei⸗ Menſchen um nen noch neue geuer jene, die dir zur Stite n Blumen be⸗ tien Geſtalten e grünen Tiif⸗

oder vielleicht des blühendere

baben mir ſtht aute, höflichin en Dünkel, del rit iſt,ſndern ts bemüht, ſt Vortheile neuer Kaufladen odel

ſich zu nahe an das Schiff gewagt hatten, und hielt die zurück, die noch herandringen wollten. Sobald ich bemerkte, daß ein Theil unſerer Feinde die Flucht ergriff, die übri⸗ gen aber ſich ruhig verhielten, ließ ich auch die Kanonade einſtellen, in der Meinung, ſie würden nun von unſerer Uebermacht zu ſehr überzeugt ſein, als daß ſie einen neuen Augriff unternehmen ſollten. Aber leider fand ich mich getäuſcht. Ein großer Theil der Piroguen, die wir aus⸗ einandergeſtäubt hatten, ſammelte ſich von Neuem, hielt eine Zeit lang ſich auf eine Viertelmeile von uns entfernt und beobachtete das Schiff. Dann aber ſteckten ſie plötz⸗ lich weiße Flaggen auf, kamen gegen das Hintertheil un⸗ ſeres Schiffes heran und warfen ſchon aus der Ferne mit Steinen, die ſie mittelſt der Baumzweige ſehr kräftig und geſchickt ſchleuderten. Jeder Stein wog bei zwei Pfund, und mehrere unſer Leute waren verwundet; ja wir würden ganz arg zugerichtet worden ſein, wäreu nicht unſere Hän⸗ gematten und die Tücher, die wir um das Verdeck gegen die Sonne geſpannt hatten, uns zu Statten gekommen. Mehrere ſtark bemannte Piroguen eilten nun auch gegen das Vordertheil unſeres Schiffes, wahrſcheinlich weil ſie bemerkt hatten, daß von dieſer Seite nicht war gefeuert worden. Sggleich ließ ich einige Stücke dahin bringen und abfeuern, während auch am Hintertheile gegen die da⸗ hin augedrungenen Fahrzeuge Kanonen gelöſt wurden. Un⸗ ter den Piroguen, die vorne ſich herumtrieben, ſchien uns eine zu ſein, die ein Oberhaupt der Indiauer führte, denn von dieſer war das Signal gegeben worden, auf welches ſich Alle wieder verſammelt hatten. Es traf ſich, daß wir eine Kanonenkugel gerade auf dieſe Pirogue brachten, die dadurch entzwei ging. Sobald die Andern dieſen Unfall wahrnahmen, zerſtreuten ſie ſich mit ſolcher Eile, daß in weniger als einer halben Stunde auch nicht eine Pirogue mehr ſichtbar war, und alles Volk, das ſich am Uſer ver⸗ ſammelt hatte, in größter Beſtürzung auf die benachbarten

Dritte Folge.

Hügel floh.

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Sobald ich die Ueberzeugung hatte, daß wir ohne Ge⸗ fahr ans Land ſetzen konnteu, ſandte ich Herrn Fourneaux mit allen Fahrzeugen, die ſtark bemannt und bewaffnet und worauf auch die Seeſoldaten eingeſchifft wurden dahin ab, mit dem Befehle, an der Stelle ans Land zu ſteigen, die dem Schiffe gerade gegenüber lag, und feſten Fuß in einer ſolchen Stellung zu faſſen, daß er von den Fahrzeugen und von den Schiffen leicht unterſtützt werden konnte. Um zwei Uhr landeten ſie ohne allen Widerſtand; Fourneaux pflanzte ſogleich eine Flaggenſtange auf, ſtach ein Raſen ſtück aus und nahm von der Inſel Beſitz im Namen ſeiner Majeſtät ves Königs, dem zu Ehren ſie den Namen der Inſel Georg's III. erhielt.

Nach und nach verſtändigte ſich aber Wallis mit den Inſulanern, die Zutrauen zu ihm gewannen, und er konnte Waſſer einnehmen und friedlich mit ihnen verkehren.

Wir hatten, erzählt er weiter, einen bleibenden Poſten auf dem feſten Lande, wo unſere Kranken verweilten, um ſich zu erholen, und wo auch gleichſam der Lagerplatz für den Handel war. Faſt jeden Tag bekamen wir neue Be⸗ ſuche auf unſerem Schiffe. Samſtag, den 11., kam der Oberkanonier mit einer großen Frau an Bord, die fünf⸗ undvierzig Jahr alt ſein mochte, und ein gutes Benehien und eine majeſtätiſche Haltung hatte. Er ſagte mir, daß er, als er die große Ehrfurcht ſah, die ihr alle Einwohuer bewieſen, ihr einige Geſchenke gemacht habe; daß ſie ihn eingeladen, ſie in ihrem Hauſe zu beſuchen, das ungefähr zwei Meilen weit im Thale lag, und daß ſie ihm Schweine geſchenkt, dann aber mit ihm nach dem Waſſerplatze ge⸗ gangen ſei und den Wunſch geäußert habe, auf das Schiff zu kommen, was er nicht verweigern zu ſollen glaubte. Sie zeigte in ihrem Benehmen keine Verlegeuheit und ſchien ohne alles Mißtrauen und ohne alle Furcht ſelbſt da, als ſie zuerſt in das Schiff trat. Sie beuahm ſich während der ganzen Zeit, die ſie an Bord zubrachte, mit jener Freimüthigkeit, die immer die Perſonen auszeichuet,

lung ein, als in China. Vor Allem genießen ſie eine beſſere Er⸗ ziehung. Es gehört zu den Ausnahmen, wenn eine Japaneſin, ſelbſt aus niederem Stande, nicht leſen und ſchreiben kann.(In Deutſchland und beſonders in Frankreich kommt dieſe Unwiſſen⸗ heit noch häufig vor.) Das Weib iſt in Japan wirklich die Le⸗ bensgefährtin des Mannes und kann an allen Geſchäften und Vergnügungen Theil nehmen.

Jedenfalls hat ſich der Verfaſſer in ſeinem Lobe des fremden Landes einige Male ſehr ſtark ausgedrückt, wie das in der erſten Freude zu gehen pflegt, denn man darf wohl annehmen, daß ſich noch andere und namentlich europäiſche Alpengegenden des Sü⸗ dens mit denen Japans meſſen können. Doch immerhin beweiſen ſolche Berichte die große Schönheit eines irdiſchen Paradieſes, das, von 36 Millionen Menſchen und zwar gebildeten Menſchen bewohnt, uns bis jetzt verſchloſſen war. Schade nur, daß es ſo weit entlegen iſt, daß wohl ſchwerlich künftig die Europäer eine Reiſeroute dorthin führen wird. Nicht bloß die Gefahren, ſondern auch die Koſten halten davon ab. 6.

Zur Culturgeſchichte. Der giftgenuß zur Conſervirung des Rörpers.

CEs iſt ſchon öfter in neuerer Zeit erwähnt worden und hat die Aerzte und Chemiker in Erſtaunen geſetzt, daß in einem großen Theile Steiermarks bei vielen Alpenbewohnern der geheimnißvolle Brauch herrſcht, Arſenik zu eſſen.

Nähere Auftlärungen darüber gab unlängſt Auguſt Vogel. Die Arſenikeſſer beginnen mit der Doſis von der Größe eines Hir⸗

ſekorns und ſteigen nach und nach bis zu Doſen von der Größe einer Erbſe; von Aerzten gewogene Mengen, welche vor ihren Augen verzehrt wurden, ſind zwei bis fünf Gran! Dieſe Mengen nahmen ſie entweder täglich oder jeden zweiten Tag oder ein⸗ bis zweimal in der Woche. Im Bezirke Hartberg herrſcht in der Hinſicht

folgende Sitte: Zur Zeit des Neumondes wird mit dem Genuß

des Arſeniks ausgeſetzt, im zunehmenden Monde mit der kleinſten Gabe angefangen und bis zur Zeit des Vollmondes geſtiegen, von

da an die Gabe vermindert und dabei in ſteigender Doſis von Tag

zu Tage zur Auflöſung Aloe getrunken. Gleich nach dem Genuſſe enthält man ſich des Trinkens; ſowie einige Arſenikeſſer Mehl⸗ ſpeiſen dem Fleiſche vorziehen, hüten ſich andere vor Fertigkeiten. Der größere Theil aber verträgt alle Speiſen und iſt den geiſtigen Getränken ſehr ergeben. Die mehr an den Arſenik gewöhnten Perſonen empfinden bald nach der Einnahme eine angenehme Wärme im Magen und höchſtens bei übermäßigem Genuß eine Eingenommenheit des Kopfes...

Arſenikeſſer ſind in der Regel ſtarke, geſunde Leute, zumeiſt der niederen Volksclaſſe angehörig, Holzknechte, Pferdeknechte, Schwärzer(Paſcher), Waldhüter. Obwohl das weibliche Ge⸗ ſchlecht dem Arſenikgenuſſe nicht abgeneigt iſt, ſo gehört die größte Zahl der Arſenikeſſer dem männlichen Geſchlechte an. Sie ver⸗ fallen oft ſchon im Alter von 18 Jahren dieſer Gewohnheitsſünde und erreichen dabei ein Alter zwiſchen ſiebenzig und achtzig Jah⸗ ren. Meiſtens ſind ſie muthig und raufluſtig und hegen große Galanterie gegen das ſchöne Geſchlecht. Veranlaſſung zum Ar⸗ ſenikeſſen iſt der Wunſch, geſund und ſtark zu bleiben und ſich da⸗ durch vor Krankheiten jeder Art zu ſchützen. Selten wird dies Mittel ſchon bei Kränkelnden begonnen, obgleich es auch bei