Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
463
Einzelbild herunterladen

i der Pein

it es am End⸗

it

Bluth

1,

en Muth en. 4 er Seit,

en gedrückt everzwickt, lock,

k,

dem Rock, ſen

Schaar

ar

uten, wie Euch,

ſogleich Streich

Drobiſch.

ber den erhaltenen n verzeihen. p.

t, welche er be⸗ der königl. groß⸗ err Wright, für

p.

r Charles Oliier, ein Mann von 9.

ward, die neue der Unterſtützung d ng

er⸗ 4 ¾5 ppelle e das Dop 9

ſ ſt u verwechſeln mi

zu ver aediegene zem eine ge die⸗

gefunden,.

Zeitgenoſſen.

General Niel.

Die bedeutendſten der franzöſiſchen Heerführer ſcheinen beſtimmt zu ſein, auf den lachenden Fluren der lombar⸗ diſchen Ebene jene höchſten militäriſchen Ehren im Kampfe mit Oeſterreichs tapferer Armee zu erringen, die ſie ſich weder in den heißen Kämpfen mit den braunen Söhnen der Wüſte und den Bewohnern der Steinklüfte des Atlas, noch an der unwirthlichen Barbarenküſte am cimmeriſchen Bosporus erkämpfen konnten. Noch harrten wir ängſtlich auf einen genaueren Bericht über den großartigen für Oeſterreich ſo traurigen Kampf an des Mincio Ufern, der von Cavriana oder Solferino ſeinen Namen führen wird, und ſchon brachte uns der elektriſche Draht die Nachricht, einer der bekaunteſten und befähigteſten Männer der Frankenarmee ſei für ſeine Großthaten am heißen Junitage zum Mar⸗ ſchall ernannt worden. Wir wiſſen nicht, welches die ent⸗ ſchloſſene, kühne That, der er ſeine Erhebung verdankt, aber ſein militäriſches Vorleben, ſeine ausgezeichneten Dienſte als Genieofficier bei Rom und vor dem Schlüſſel des ungaſtlichen Meeres ſind bekannt. Es ſind nicht blen⸗ dende, in die Augen ſpringende Thaten, die der gründliche Mann der militäriſchen Wiſſenſchaft vor dem Feinde voll⸗ bringt, aber ſie ſind entſcheidend, wie Niel's Inſpections⸗ reiſe in die Krim geweſen,

Den tüchtigſten aller franzöſiſchen Genieofficiere ſchickte damals der Frankenkaiſer in die Krim, und ſein Erſchei⸗ nen, ſeine Beobachtungen, Rathſchläge und Arbeiten führten zur Entſcheidung; jetzt, wo die Stürmer von Sebaſtopol ſich dem furchtbaren Viereck nähern und im Siegesrauſche hoffen, bald vor der erſten Feſtung Europa's zu ſtehen, an deren Wällen, wenn nicht früher, wie wir alle hoffen, die Siegeswellen Frankreichs zerſchellen werden, tritt der Mann der Viſſenſchaft in den Vordergrund, nachdem die Ironie des Schickſals ſeinen Namen in letzter Zeit mit dem eines kühnen Freiſchaarenführers verknüpft, gegen den er vor zehn Jahren ſeine ganze Kenntniß unter den Mauern der ewigen Stadt aufgseboten. Werfen wir einen Blick auf das Leben und die Arbeiten dieſes Man⸗ nes, der zu den bedeutendſten Kräften der Frankenarmee zählt, um ſo mehr, da eine richtige Würdigung des Fein⸗ des und ſeiner Führer, der Mittel, die er im Kampfe gegen uns aufzuwenden hat, nothwendig iſt, um mit gleichen Kräften ihm begegnen zu können. Denn die Unterſchätzung des Feindes rächt ſich immer.

Adolph Niel, Commandant des franzöſiſchen Inge⸗ nieurcorps und Adjutant Napoleon III., iſt 1802 geboren. Die polytechniſche Schule in Paris, der Frankreichs Heere ſo viele tüchtige Männer verdanken, nahm auch ihn auf und legte den Grund zu ſeiner militäriſch⸗wiſſenſchaftlichen Bildung, die in der Ingenieurſchule zu Metz vollendet wurde. Die erſten militäriſchen Grade durchlief er im Vaterlande; noch bevor er einem Feinde ins Auge geſehen hatte, war er Hauptmann im Geniecorps. Frankreich hatte unterdeſſen gegen den räuberiſchen Barbarenſtaat an Afrika's Küſte mit Glück gefochten, die Schifffahrt des Mittelmeeres geſichert, dem Lande eine Colonie gegeben,

Dritte folge.

für das Heer eine Schule der Ausdauer, der praktiſchen Kriegführung geſchaffen. Der zweite Zug nach der Berg⸗ feſte Conſtantine, die verſteckt und ſicher liegt in den Ber⸗ gen des Atlas, war eben beſchloſſen, als Niel im Jahre 1836 nach Afrika ſchiffte, um als Mitglied des Genie⸗ ſtabes bei den Belagerungsarbeiten gegen das Felſenneſt benutzt zu werden. Es war eine der ſchwierigſten und kühnſten Belagerungen, mühſelig die Arbeiten des Genie⸗ corps in nackten Felſen, von Bergwäſſern durchriſſen, hartnäckig die Vertheidigung der fanatiſchen Muſelmanen. Jedermann erinnert ſich wohl noch des Heldentodes Dami⸗ rémonts an der Brücke, des kühnen Bogens derſelben über die Kluft, durch die der Bergſtrom toſt, und der folgenden Mühen und Arbeiten der Belagerer. Es war vor allem Niel's Verdienſt um Führung der Laufgräben und Aufſtel⸗ lung der Batterien, die Lamoricière's und ſeiner Zuaven kühnen Sturm und die Einnahme der Feſtung ermöglichte. Das Kriegsminiſterium beglückwünſchte ihn für den Er⸗ folg, den das Heer ihm verdankte, und ernannte ihn zum erſten Geniecommandanten der Hauptſtadt der neuen Pro⸗ vinz. Bald wurde er noch in Afrika weiterer Beför⸗ derungen würdig befunden, und kehrte als Oberſtlieute⸗ nant nach Metz zurück, wo er 1846 Oberſt des dritten Genieregiments wurde. Einige Jahre der ruhigen wiſſen⸗ ſchaftlichen Arbeit folgten. Als aber im Jahre 1849 die franzöſiſche Republik ein Heer gegen ihre römiſche Schweſter ſchickte, und Oudinot, der den Feind gar gering achtete, gezwungen war, vom kopfloſen Berennen der ewigen Stadt abzulaſſen und in eine regelmäßige Belage⸗ rung überzugehen, wurden Niel die Arbeiten der Belage⸗ rung übertragen. Er wählte den Angriffspunkt, er leitete die Anlage der Laufgräben, er das Beſchießen der Stadt: nach drei Wochen war eine Breſche eröffnet, es konnte mit Erfolg zum Sturme geſchritten, die Stadt genommen werden. Niel's Verdienſt war es; um ihm eine Auszeich⸗ nung zu gewähren, durfte er die Schlüſſel der eroberten Stadt dem Papſte nach Gaeta überbringen. Mit Ruhm bedeckt, kehrte Niel in die Heimath zurück und trat ins Kriegs⸗ miniſterium als Mitglied des Geniecomités. 1853 wurde er Diviſionsgeneral.

Der Ausbruch des Krimkrieges rief alle Führer Frank⸗ reichs zu neuer Thätigkeit. Nicht nach der alten Tauris⸗ halbinſel wurde Niel geſendet, ſondern ins ferne Meer des Nordens, wo Baraguay d'Hilliers, zu nicht großem Ruhme, auf der Alandsinſel das von einer Handvoll nor⸗ diſcher Barbaren vertheidigte Bomarſund belagerte. Von der Landſeite waren die Arbeiten noch nicht geſchloſſen, als Niel dort anlangte, die Angriffe von der Seeſeite waren fruchtlos. Die Truppen wurden ausgeſchifft, in der kurzen Zeit von zwei Tagen erbaute Niel gegen den ſüdlichen Thurm, der die ganze Befeſtigung beherrſchte, zwei Batte⸗ rien, eröffnete ſein Feuer und brachte in kürzeſter Zeit die Geſchütze des Thurmes zum Schweigen, überſchüttete die Feſtung mit ſeinen Kugeln, und zwang ſie zur Uebergabe. Der Fall Bomarſund's war kein Ereigniß für den Gang des Krieges, aber Niel's Anſehen und Bedeutung ſtieg durch die von neuem bewieſene Geſchicklichkeit. Er hatte Napoleons Vertrauen gewonnen, der ihn zu ſeinem Ad⸗ jutanten ernannte. Der Verlauf des Krieges in der Halb⸗ inſel der Krim entſprach nicht den Erwartungen des Kai⸗

463