Jahrgang 
01-26 (1858)
Seite
255
Einzelbild herunterladen

V. Jahrg

c begründeten glichen Wel⸗ on den Wärme⸗ der Welträum Oberfläche der nde herrſcht nun Innern fin⸗ Hebenfalls nicht as Ergebniß es, ange⸗ ichtungen weiß, die Wärme ge⸗ der Weltraum

weil dieſe ſonſt n den der Ein⸗ der Erde die

g Grade(400 sfinkt; ſo dar n welchem di

ns eben ſo arm der Sonye rſehen. Sie n Sonne und cwere und A ung, als dere nenden Körye Eine noth⸗

tigen Wärm bt nun, gan) d XaA⸗P Hmit einer dl

den geweſer i

Nr. Literariſche Beſprechungen.

Die Hand des Fremden. Hiſtoriſcher Roman von bernd v. Guſeck. Zwei Bände. Leipzig, Hermann boſtenoble. 1857.

St. André. Geſchichtlicher Roman von Gotthardt 1. Luther, Verfaſſer desKaiſerglück und derErzäh⸗ lumgen aus dem jetzigen Volksleben. Drei Bände. kipzig, Hermann Schultze. 1858.

Dritte Folge.

Es gibt ſehr unintereſſante Bücher, über die ſich recht utereſſante Artikel ſchreiben laſſen, und umgekehrt recht iitereſſante Bücher, über die man ausführliche Berichte zu V ſhreiben kaum Gelegenheit finden wird. Zu der letzte⸗ in Gattung, zu der Gattung der Bücher, die nicht nur jſſprochen, ſondern vornehmlich geleſen ſein wollen, gehö⸗ in die beiden oben bezeichneten. Die ideale Kritik hat gut ire höchſten äſthetiſchen Anforderungen abſtract hinſtel⸗ ſng wie aber es ein ganz ander Ding iſt, dem Publicum, nie es eben iſt, Unterhaltungs⸗ und Belehrungsſtoff zu ſeten, den es auch annimmt, weiß nur der, der praktiſch ir die Herbeiſchaffung dieſes Stoffes zu ſorgen hat. Dem bedürfniß nach ſolchem kommt namentlich Bernd v. Gu⸗ ſtt mit Arbeiten von einem ſehr gebildeten Geſchmack und iner höchſt achtungswerthen Geſinnung ſeit Jahren ent⸗ ſgen; jeder Redacteur eines belletriſtiſchen Blattes oder uilletons begrüßt freudig eine Berliner Sendung mit dm adligen Wappen des angeſehenen Autors, denn er miß, wie er bei ihr von vornherein auf die Theilnahme vienehmlich des eleganten Publicums rechnen darf, und runn wirklich Herr v. Guſeck Urſache zu der Klage hätte, en der Kritik nicht häufig genug anerkannt zu werden, in kann die Thatſache entſchädigen, dafür vom Publicum an ſo fleißiger geleſen zu ſein. V

Der vorliegende neue Roman ſchildert in derHand des Femden den Druck, den das franzöſiſche Operationsheer

unter Turenne im Jahre 1675 auf deutſche Verhältniſſe ausübte und diefröhliche Pfalz zum Schauplatz erſt allgemeinen Jammers und dann der heroiſchen Selbſthülfe und Empörung machte. Das Gefühl patriotiſcher Ent⸗ rüſtung gegen Fremdherrſchaft, das die Handlung belebt, iſt neben der ſonſtigen eleganten Darſtellung des Verfaſſers noch ein eigner Werth gerade dieſes Buches. Frau v. Moosbach iſt eine ſeiner gelungenſten Zeichnungen. Der Schilderung der kriegeriſchen Operationen merkt man die ernſten ſtrategiſchen Studien an.

Viel weniger künſtleriſch in der Darſtellung, aber gleichfalls recht glücklich in der Wahl des Stoffes iſt der RomanSt. André. Es handelt ſich hier um den Unter⸗ gang des Tempelherrnordens unter Jakob Molay. Die Myſterien, die dieſer Orden vor der Kenntniß der Welt abſchloß und in einer gradweiſen inneren Gliederung auf bewahrte und entwickelte, gaben der Phantaſie zu mancher⸗ lei Erfindungen über ſein Weſen Anlaß; als nun die cen traliſirende Monarchie ſeinen Untergang nöthig fand und die Gewaltſamkeit deſſelben vor der öffentlichen und hiſto⸗ riſchen Meinung rechtfertigen mußte, wurden ſolche Erfin⸗ dungen auf eine raffinirt betrügeriſche Weiſe ausgebeutet, und es exiſtirt daher über dieſen Orden ein complicirtes Gewebe ſcheußlicher Enthüllungen, das natürlich für den Romanſchreiber mehr als für den Hiſtoriker Werth haben muß. Daß er dieſe Differenz nicht wenigſtens angedeutet hat, müſſen wir dem Verf. des Vorliegenden zum Vorwurf machen. Uebrigens iſt derſelbe ſ. g. hiſtoriſche Stoff be⸗ reits vor vielen Jahren in irgend einem gern geleſenen Ritterromane ausgebeutet geweſen. Dergleichen taucht na⸗ türlich wieder auf, und das heißt man denKreislauf des literariſchen Lebens. Auch hier kann man ſagen: der Stoff iſt ewig. Jedes gekannte Bonmot, jedes witzige Anekdötchen, es findet immer wieder einmal ſeine Zeit, wo es wieder zum Vorſchein kommt.

R. Giſeke.

Neue Eiſenbahn⸗Einrichtung.

Ein ſpeculativer Kopf hat einer der großen franzöſiſchen Sſenbahn⸗Geſellſchaften den Vorſchlag gemacht, daß ihm zwei iche und mit einander in Verbindung ſtehende Wagen gegen einen igemeſſenen Pachtzins bei jedem Zuge zur Verfügung geſtellt widen. In denſelben will er Küche, Reſtauration und Speiſe⸗ al einrichten und Table d Hôte, ſo wie Eſſen nach der Karte ien. Die Geſellſchaft ſoll geneigt ſein, auf dieſe Neuerung zum Iün der Paſſagiere einzugehen; nur hat man ſich über den Zicttzins noch nicht vereinigen können, da der Unternehmer bei ſe Neuheit der Sache keine erhebliche Summe bieten zu können

Wittenberg zum Beſuche, ſprach er, indem er mit Freuden die Hände eines der Kinder ſeines Wirths betrachtete:Dies Büblein wird einſt ein großer Gottesgelahrter werden.Domine Phi⸗ lippe, entgegnete der Vater,wenn's nur kein Dirnlein wäre.

In Napoleons Leben ſpielte der Buchſtabe M eine große Rolle. Die Namen von ſechs ſeiner Marſchälle und(ſo viel uns bekannt) ſechsundzwanzig Diviſionsgeneralen fingensmit M an (Murat, Moncey, Maſſena, Mortier, Macdonald, Marmont. Miollis, Montbrun, Mouton, Morlet, Merle, Mermet, Mesnier,

Eaudt. Mathieu, Marchand, Milhaud, Maiſon, Merlin, Morand I., II., Menou, Margaron, Maiher, Molitor, Menieur, Mancune, Mar⸗ cognet, Morin, Marulez, Marcanſin, Menard, Mionnet). Seine erſte Schlacht war bei Montenotte, ſeine letzte bei Mont⸗St.⸗Jean; außerdem gewann er die Schlachten bei Milleſimo, Mondovi, Ma⸗ rengo, an der Moskwa, bei Montmirail und Montereau. Mailand war die erſte, Moskau die letzte feindliche Hauptſtadt, die er trium⸗ phirend betrat; auch in Madrid zog er ſiegreich ein, aber Madrid und Moskau haben ihm Verderben gebracht. In Helena war mit ihm Montholon und ſein erſter Kammerdiener Marchand. Zuerſt fiel Murat von ihm ab. Egypten ging ihm durch Menou verloren. Moreau war eine Zeit lang ſein Nebenbuhler und zet⸗ telte gegen ihn eine Verſchwörung an. Drei ſeiner Miniſter hießen Maret, Montalivet und Molé; ſein erſter Kammerherr war Mon⸗ tesquieu; Malmaiſon ſein letzter Aufenthaltsort in Frankreich. Der Capitän Maitland brachte ihn nach Sanct Helena.

Mannigfaltiges.

Ein bekannter, kürzlich verſtorbener General, der mit dem d tib und Accuſativ auf ſehr geſpanntem Fuße lebte, fragte ein⸗ iſcl vor Jahren einen Maler auf der Kunſtausſtellung:Von iſen iſt das Bild da?Von mir, Excellenz, verſetzte der ſinſler.Ah, van Mir, das iſt der bekannke Niederländer, 1ſct war die Antwort.Excellenz verzeihen, ſtammelte Iverwirrte Künſtler, der keinen andern Ausweg ſah, ſich als Naler des Bildes dem Bewußtſein des alten Haudegens deut⸗ lſchzu machen,verzeihen Excellenz es iſt von mich! elhſo, von Sie! Nun, das freut mir!

Philipp Melanchthon war ein Freund der Chiromantie

Bug 2(der Sgähſſagekunſt aus den Händen).

Einſt bei einem Bürger zu