W. Jabn. 1
. Jahrg. Nr. 16.] ahm ferner an, lbweichung von ſei, und daß
begung, welche, von der Schwerkraft gezügelt, die krei⸗ ſunden Umläufe aller himmliſchen Kugeln von Weſt gegen W dſt hervorbringt.
Wirbel, alſ Aber woher jene erſte Bewegung?— es galt auch
van ſchon ein hieſe nachzuweiſen, wie die Schwere, aus einer allgemeinen Demakritos. Figenſchaft der Stoffe. Es gibt eine ſolche allgemeine te Kant. Aber
Kigenſchaft, welche zu jener Nachweiſung vollkommen ge⸗
3, ſo wie ſe függt: die gegenſeitige Abſtoßung nämlich, welche, der als ſein, der de Schwere ſich äußernden Anziehung entgegengeſetzt, von den fen luiß, uie Stofftheilchen gegen einander ausgeübt wird. Der Wider⸗ iſder„Zufall' ſund, welchen die Körper der Zuſammendrückung entgegen⸗ nbeit Cpikuu ſtzen, obwohl, wie die Ueberwindung dieſes Widerſtandes unt, daß er ver mrviderleglich beweiſt, ihre Theilchen keineswegs vollkom⸗ en Bewegung pen zwiſchenraumlos an einander liegen, die Ausdehnung
der begegnen* ſer Gaſe in weiten Räumen und viele andere ſehr bekannte
belebten Gt ſomit, wie Kan
In Kant
örſcheinungen ſind entſchiedene Anzeichen einer ſtattfinden⸗ im kräftigen Abſtoßung der Stofftheilchen gegen einan⸗ er, einer Kraft, mit welcher die Stofftheilchen eine völlige ſeinem eigna kereinigung fliehen— der„Fliehkraft“, wie wir deshalb ndige Geſetze go ſe nennen. So konnte Kant von ſeiner Naturgeſchichte 8s Himmels ſagen, er habe, nachdem er die Welt in ihren uſprünglichen Zuſtand zurückverſetzt gedacht, zur Herlei⸗ ung der großen Ordnung der Natur nur zweier Kräfte ddurft,„welche beide gleich gewiß, gleich einfach, gleich all⸗ amein und gleich urſprünglich ſind,“ der Schwerkraft und dr Fliehkraft.
La⸗Place, welcher in der That von Kant's Naturge⸗ ſdichte des Himmels keine Kunde gehabt zu haben ſcheint— vie ſollte er auch, bei der Scheu der Franzoſen vor der hatſchen Weltweisheit, und vollends da ſelbſt ſo mancher dutſche Gelehrte ſie nicht einmal von Hörenſagen ſo weit vonigſtens kennt, um Kant ſtatt La⸗Place als Gewährs⸗ runn für die Geſchichte der Entſtehung des Weltgebäudes zunennen,— dachte ſich nur unſere Sonne mit ihren Wan⸗ ſſternen und deren Folgeſternen urſprünglich zu einem lgemeinen Nebel aufgelöſt. Kant dagegen dachte ſich be⸗
daß die Stof verſchieden
n, ſo bietet und es iſt n Aunahme, d zum andern U weifſterne unſ nſt gar ki
a Ghictir nden abet ml velche in der M aſſe von. Dh Aanzen, und Geſtirnen u„ N gebliebenen?
reits das ganze Weltall, die Stoffe aller der Tauſendmal⸗ tauſende von Sonnen vor ihrer Zuſammenballung und Sonderung in einem feinen Dunſtzuſtande zerſtreut. Die Stoffmaſſe der Erde iſt zwar für unſere Begriffe außer⸗ ordentlich groß, und viel größer noch die Stoffmaſſe der übrigen Wandelſterne der Sonne und ihrer Folgeſterne. Vollends beträgt die Stoffmaſſe des Sonnenkörpers ganz allein ſiebenhundert⸗achtunddreißig mal ſo viel als die Stoffmaſſe der Erde und aller übrigen die Sonne umkrei⸗ ſenden Körper mit ihren Begleitern zuſammen genommen. Und dennoch geht die Zerſtreuung, bei welcher einſt dieſe ungeheure Stoffmaſſe wie ein Gas den Raum erfüllen mußte, über alle unſere Begriffe, ſelbſt wenn wir auch nur verſuchen uns die Zerſtreuung vorzuſtellen, welche noch ſtattfand, als bereits der Stoff unſerer Sternengruppe als eine eigne Dunſtwolke von dem Stoffe aller übrigen Ster⸗ nengruppen ſich geſondert hatte. Denn dieſe Dunſtwolke mußte von dem Mittelpunkte, in welchem jetzt die Sonne ſteht, mindeſtens bis über die Bahn des ſonnenfernſten der uns bekannten Wandelſterne hinausreichen und ſomit einen Halbmeſſer haben, größer als der Abſtand des Neptun von der Sonne, welcher ſechshundert-einundzwanzig Millionen Meilen beträgt. In einem kugeligen Raume von ſolchem Durchmeſſer mußte die unſeren Sinnen unermeßliche Stoff⸗ maſſe unſerer ganzen Sternengruppe in ſolchem Grade zer⸗ ſtreut ſein, daß ein meilengroßer Würfel nur etwa viertau⸗ ſend Pfunde Stoffes enthielt, der Raum eines ſchuhgroßen Würfels alſo nur den dreitauſend⸗vierhundert⸗ſechsund⸗ funfzig⸗millionenſten Theil eines Pfundes.
Mit ſteigender Wärme dehnen alle Körper der Erde ſich aus, indem ihre Stofftheilchen ſich von einander ent⸗ fernen. Erreicht dieſe Ausdehnung und Entfernung einen gewiſſen Grad, ſo ſchwindet endlich aller ſtarre Zuſammen⸗ halt und es tritt der bewegliche Flüſſigkeitszuſtand ein: der Körper ſchmilzt. Bei weiterer Steigerung der Wärme verwandelt ſich die Flüſſigkeit in Gas, deſſen Theilchen ſich
elder deutſche Geiſt glänzender gewürdigt worden“ als hier, und chei wird der geniale Blödſinn, mit dem Heine ſein Buch ſchließt, ach noch wörtlich citirt! Rührende Einfalt, unerhörte Pietät Aiiſcher Geiſter! Faſt den einzigen Dichter, von dem man ſagen rin, daß er ſeiner Mitwelt wahrhaft Spaß gemacht habe, wollt Altuns erſt zum Pedanten, zum Prieſter, zum Propheten und Amoriſten ſtempeln, ehe Ihr ihm zugeſteht, daß er ein Dichter iſt! leet, ſittlicher Fanatiker, wenn Heine ſelbſt Euere Kritik über a ſlbſt kritiſirt hätte, wie köſtlich liebenswürdig hätte er Euch Rfüſſicen können! 4 — „An rKurzer Lebensabriß des k. k. öſterr. Feldmarſchalls 79. uſef Grafen v. Radetzky.— Wien, Leopold Sauer. 1858. 6, u— Schrift behauptet, von allen ähnlichen deſſelben Gegenſtan⸗ „ 1Sſich dadurch zu unterſcheiden, daß ſie„nach authentiſchen Quel⸗ Uin gearbeitet ſei und ſomit„als einzig richtiges Hülfsmittel
nhn ffirdie fernere Geſchichte“ betrachtet werden müſſe. Wir ſind dar⸗ ſtn ühg eine Kritik zu üben natürlich außer Stande und müſſen mit dieir thatſächlichen Anzeige uns begnügen.
Den deutſchen Müttern und Vätern, ein Buch über Fan dis Werden und Wachſen ihrer Kinder, als Schlüſſel zu deren Fſſerer Erziehung. Von Dr. Leopold Beſſer.— Frank⸗
ter An fiſtta M., Meidinger Sohn& Comp. 1858. Auch dieſes Buch können wir aus begreiflichen Gründen nicht kintſiren. Auch Auszüge für unſer Feuilleton dürften wir ſchwer⸗ li Rraus entnehmen. Wir müſſen uns mit der Anzeige begnü⸗ g t, deß der Verf. mehr als Ammon in einem ähnlichen Buche, 1dſsſt wohl das verbreitetſte unter ſeines Gleichen iſt, auf die
Phyſiologie und die Anatomie eingeht und die neueſten Reſultate beider Wiſſenſchaften der allgemeinen Nutzbarmachung zu vermit⸗ teln beſtrebt iſt. Der Thatſache, daß von allen Geborenen mehr als jedes Dritte vor Vollendung des fünften Lebensjahres ſtirbt, glaubt der Verf. durch Lehre und Forſchung für die Zukunft hem⸗ mend entgegentreten zu können. Auf dieſes Buch, das dem Geh. Sanitätsrath Dr. Carl Mayer in Berlin, dem„unermüdlichen Streiter im Kampfe für eine geſundheitsmäßige Säuglingspflege“, gewidmet iſt, ſeien alle Intereſſenten hiermit aufmerkſam gemacht.
Miscellen.
Die Wichtigkeit der Muttermilch.
Es iſt ſchon vielfältig darauf welchen ungeheuren Einfluß die erſte und natürlichſte Nahrung des neugeborenen Kindes, die Muttermilch, auf das kleine Weſen ausübt. Kränkliche und ſchwächliche Frauen entſagen daher, wenn auch oft nur nach ſchwerem Kampfe, der heiligſten Mutterpflicht und laſſen ihre Kinder von geſunden und kräftigen Ammen ernäh⸗ ren. Allein nicht nur die phyſiſchen Eigenſchaften der Amme wer⸗ den auf das Kind übertragen, ſondern auch die moraliſchen findet
aufmerkſam gemacht worden,
manoft auf eine ſtaunenerregende Weiſe in dem Kinde fortgepflanzt.
Es ſollte daher bei der Wahl einer Amme nicht allein auf den Geſundheitszuſtand derſelben Rückſicht genommen, ſondern auch die geiſtigen und moraliſchen Eigenſchaften derſelben einer ſorg⸗ fältigen Prüfung unterworfen werden; denn zahlreiche Beiſpiele beweiſen, daß ſowohl Tugenden als Laſter, welche der Amme eigen


