Ernſt Pfeilſchmidt.
2 Rurfürſt Moritz⸗Cage.
1. Der 9. Juli 1553.
Weide? Wer hält mit ſtraffer Hand,
Wer ruht dort an der Schwert noch feſt umſpannt?
Von Helden rings umſtanden, das
hell, ſo roth?
Wem rinnt herab zur Erde das Blut ſo chritt der Tod?
Wem naht im Kampfgewühle mit haſt'gem S
Wem ſtahl ſich durch den Panzer das wohlgezielte Blei; Wem bringen ſie die Bahre von Weidenwerk herbei?
Wer ruft:„Nur vorwärts, Sachſen! Nur muthig drauf und
—n.
Seht dort im Abendrothe die Reiter! Ihnen nach! Dann ſpricht einſt noch der Enkel von Sievershauſens Tag!“
Der kühn in Paſſau's Mauern das Schwert des Geiſtes ſchwang; Dem um die Stirn den Lorbeer der Türk' in Ungarn ſchlang:
Fürſt Moritz iſt's, der Sachſe. Der Held von Paſſau fühlt Die Kugel nicht, die tödtlich ſich ihm ins Fleiſch gewühlt.
Vom Sieg nur wird das Haupt Mit Lorbeerkranz den Helden auch noch im Tod umlaubt.
Nur Sieg kennt er, nicht Schmerzen.
Drum Sieg will er; dann ſterben. Zu ſterben ſcheut er nicht, Wenn nur der Tod, der kalte, den Siegerkranz ihm flicht.
Und wie wenn auf den Leuen der Leu im Kampfe ſpringt, Und Mähne ſich mit Mähne und Zahn in Zahn verſchlingt:
So ſtürzen jetzt der Sachſen im Kampf erprobte Reih'n Auf Albrecht und auf Erich mit heißem Grimme ein.
Büchſen; es rauſcht der Schwerter Stoß.
Laut donnert's aus den bräche ſich Fels von Felſen los.
Nicht anders klingt's, als
„Hie Moritz!“ ruft's und„Heinrich!“ im dichten Pulverdampf. „Hie Albrecht!“ tönt's und„Erich!“ im blut gen Schwerterkampf. Schon trägt die Haide entlang in raſcher Flucht
Da ſieh! on t dait Huf die Reiter mit ihrer Schwerter Wucht.
Der Roſſe
Fähnlein, die rothen, durch den Wald. 3 144
Schon flattern fern die Fähnl Büchſen gebietet nichts mehr„Halt!
Den Söldnern mit den
Die Nacht mit ihrem Mantel verhüllt die Flucht, die Schmach. Das war der Sieg der Sachſen an Sievershauſens Tag.
* Heilige Zeiten.
Dichtungen von Ernſt Pfeilſchmidt. Leipzig, F. A. Brockhaus. 18
2.
Der 11. Juli 1553.
„Nuht aus von Kampf und Siege, gefallne Streiter, ruht, Wie's nach dem Erntetage der müde Schnitter thut!
„Nuht aus, gefallne Welfen! Heil Philipp, Victor dir! Wie ſchön ſteht euren Häuptern die blut'ge Siegeszier!
„Dank euch, ihr Sachſenführer, für ſolchen wackern Streit! Euch, Miltitz, Minkwitz, Bünau, ſei Sachſens Dank geweiht!
„Ihr Wallwitz, Vitzthum ſtrittet den alten Helden gleich; Drum blüh auch euer⸗Rame in immer jungem Zweig!
⸗ was ihr heut geweſen, des Sachſenvolkes Ruhm, Das bleibe euren Enkeln zum ſpätſten Eigenthum!
„Nicht Ahnen ſind's, nur Thaten, was die Geſchlechter ziert. Des Vaterlandes Segen iſt's, was ſich nie verliert.
„Es ſpend euch, was die Kugel zu ſpenden mir verſagt, Das Haus Wettin, ſo lang ihm der junge Morgen tagt;
Was aber ich verbrochen, mein Gott, durch Jeſum Chriſt
Vergib mir's! Ich vergebe auch dem, der Feind mir iſt!
„Geh' nicht mit mir, dem Sünder, ins ewize Gericht, Allheil'ger, der auch Fürſten das letzte Urtheil ſpricht!
„Und wenn einſt die verblaſſen, die hier mein Herz geltevi, Sei du's, deß Macht und Liebe ſie dort mir widergibt!“
So ſpricht, ſo betet Moritz, der fromme Fürſt und Held, Indeß ſich um ſein Lager der Keis der Seinen ſtellt.
ihm zu Gott, dem Herrn.
Sie hören's ſtill. Sie beten miti Helden Augenſtern.
Viel Thränenperlen feuchten der
Beter tritt mit dem Himmelsbrod
Doch aus dem Kreis der den Sterbenden zum Tod.
Der Seelenhirt, zu ſtärken
Er reicht den Kelch der Gnade dem Lechzenden jetzt dar, Daß er an den ſich halte, der ihm Verſöhner war.
und auf den Spruch des Dieners am Wort lauſcht Ohr und Herz; Wie ſtärkt's ihm doch die Seele, wie labt’s ihn doch im Schmerz!
Wie glänzt ſo hell das Auge! Gleich Palmenzweig umweht
Des Glaubens Troſt die Seele, wann ſie hinübergeht.
O ſtill,„im Herrn“ Entſchlafen! Er ruft: ſtirbt.
Heil dem, der ſo die Krone des Himmels ſich erwirbt!
58.
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