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zaft erfreute ſich n hatte eine per⸗ ader gezwungen de ſäumtlich ſehr Pulver auf der ſie wollten von e kein Eingebor⸗ ubt, irgend ein tion zu ſchonen, de, hätte er ſich Leute zu guten ſch entſchließen, ür ihn mit noch ung ſeines Wi⸗ tüheren Periode einem Löwen in da die Wunde gezwungen, von aabei ſeines Zie⸗ ſehr ſchmerzlich ſo bewuͤhte er desſchuß die er⸗ e, und in Bezug atſachen. Nach denjenigen Theil aft des Nerven⸗ ſah,“ ſagt er, wiederkäuete, inken, während und den Ma⸗ veachsr Warde,
Um aber das er Jägel, glich⸗ nit Vorſicht aut urch dus Buſch⸗ der Wind wirk⸗ — c die Bewegung, aenten Hofes.— nesuung
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V. Jahrg Nr. 6.
lich von dem Rhinoceros nach ihm zu wehe, mußte er von Zeit zu Zeit eine Handvoll Staub in die Höhe werfen und ſich ſo dem Rhinoceros bis auf 20 Yards nähern, dann ſich niederſetzen, ſeine Elbogen auf ſeine Kniee ſtützen und ein wenig oberhalb eines kleinen ſchwarzen Punktes hinter den Schultern zielen, und das Wild fällt ſofort todt nieder. Sollte dagegen der Jäger in ſeiner Aengſtlichkeit, ſich ver⸗ borgen zu halten, aus Unvorſichtigkeit auf die Windſeite ſeines Wilds gerathen, ſo wird er unfehlbar von dem Thiere angegriffen. Das iſt keineswegs ſeine einzige Ge⸗ fahr. Dr. Livingſton erzählt die Geſchichte eines Mannes, der, während er auf ein Rhinoceros Jagd machte, ſich zu⸗ fälliger Weiſe umſah und zu ſeinem Schrecken gewahr wurde, daß ein Löwe im Begriff ſtand, ſich auf ihn zu ſtür⸗ zen, und der dieſer Gefahr nur dadurch entging, daß er einer Katze gleich einen Baum erkletterte. Wenn zu der Brunſtzeit dieſer Thiere Jemand auf der Windſeite in ihre Nähe kommt, ſo ſtürzen der Löwe und die Löwin ſich auf ihn, doch Dr. Livingſton verſichert, unter gewöhnlichen Um⸗ ſtänden ſei der Löwe ein feiges Thier, und wofern er nicht verwundet ſei, greife er den Menſchen nur verſtohlen an. Eine ſehr merkwürdige Eigenthümlichkeit des Löwen ſei, daß er unter keinen Umſtänden einen Angriff machen werde, wo er irgend etwas bemerke, was den Verdacht einer Falle in ihm erwecken könne. Ein dem Capitain Codrington gehörendes Reitpferd lief davon, blieb aber mit ſeinem Zaume an einem Pflocke hangen. Es blieb daſelbſt zwei Tage lang gefangen, und als man es dann wiederfand, be⸗ merkte man rings um daſſelbe her die Spur von Löwen, die augenſcheinlich durch die Furcht, daß das Ganze eine Falle ſei, abgeſchreckt worden waren, das mit einem Zaume befeſtigte Pferd anzugreifen. Man glaubt allgemein, wenn der Löwe erſt einmal Menſchenfleiſch gekoſtet habe, ſo ziehe er es jedem andern Fleiſche vor; doch nach unſers Reiſen⸗ den Anſicht verhält ſich die Sache in der Wirklichkeit ſo,
daß der Löwe, welcher auf die Menſchenjagd ausgeht, ſtets!
Dritte
folge. ein alter Löwe iſt, der wegen ſeiner Schwäche kein andres Wild mehr jagen kann. Er begibt ſich alsdann in die Nähe eines Dorfs, um dort eine Ziege zu erwiſchen, und wenn ihm dann zufällig eine Frau oder ein Kind auf⸗ ſtoßen, ſo fallen ſie ihm auch zur Beute. Da dies dann ſeine einzige Nahrungsquelle iſt, ſo ſetzt er ſie fort, bis die Dorfbewohner ihn ſelbſt erlegen, was keine großen Schwie⸗ rigkeiten macht.
Am 27. December kam Dr. Livingſton an dem Zu⸗ ſammenfluß des Leeba und des Lecambye(14⁰0 10 52“ ſ. B., 290 35 40“ ö. L.) an, und von dort aus ſandte er eine Botſchaft an einen andern Häuptling, der öſtlich wohnte und dem er ebenfalls einige Gefangene zurückzugeben hatte. Von dieſem Häuptling— er hieß Maſiko— erzählte man, er habe die Gewohnheit, ſich aller Waiſen und aller Per⸗ ſonen ſeines eignen Stammes, welche keine mächtigen Be⸗ ſchützer hätten, zu bemächtigen und ſie an die Mambar⸗ Sclavenhändler zu verkaufen, die ſie dann nach der Weſt⸗ küſte von Afrika ausführten. Der Doctor ſchickte ihm hier⸗ auf eine Botſchaft des Inhalts,„er ſei nicht ſo weiſe wie ſein Vater, der gewünſcht habe über Menſchen zu herr⸗ ſchen, während er, Maſiko, indem er ſeine eignen Unter⸗ thanen verkaufe, ſeinen Wunſch zeige nur über wilde Thiere zu regieren.“ Er reiſte dann den Leeba hinauf bis zu der Stelle, wo der kleine Fluß Makondo(13⁰ 23“ 12“ ſ. Br.) in denſelben einmündet, wo er am 1. Jan. 1854 unter heftigem Regenwetter eintraf, denn die Regenzeit war nunmehr eingetreten. Das iſt der Punkt, wo die Mam⸗ bari auf ihrem Wege nach Maſiko über den Fluß ſetzen, und Einer von Dr. Livingſton's Leuten fand daſelbſt ein Stück von einer ſtählernen Uhrkette aus einer engliſchen⸗ Fabrik, welche von ihnen mit dahin gebracht worden war. Die Mambari ſind unternehmende Kaufleute und bringen baumwollene Stoffe aus Mancheſter bis ins Herz von Afrika. Die Eingeborenen ſind darüber ganz verwundert und wollen es ihnen gar nicht glauben, daß dieſe Stoffe
Mannheim, aus dem ich öffentliche und private Anerkennungen beſter Art gewann. Auch können meine hiſtoriſchen, kritiſch⸗äſthe⸗ tiſchen und poetiſchen Schriften ein ſtetes Streben nach dem Bahren, Guten und Schönen bekunden.—
4) Ueber die ſchon jetzt gewonnenen Reſultate mweiner Anſtalt können ſichere Nachrichten erlangt werden durch Adreſſen, die ich auf Verlangen angebe.—
Der jährliche(vierteljährlich vorauszuzahlende) Penſions⸗ leitrag für den Claſſen⸗ und Haus⸗Unterricht, für Wohnung,
Koſt, Wäſche und⸗Aufwartung, beſteht in 600 Gulden Rheiniſch
(der 343 Thlr.— Bett, nebſt Bett⸗ und Handwäſche wird mitge⸗ (racht oder nach Wunſch auf Koſten der Eltern von der Anſtalt beſorgt.
Wir wünſchen dieſem Inſtitute des ſtrebſamen Mannes einen nocht gedeihlichen Fortgang. 7.
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Miscellen.
Die Pariſer guillotine der franzöſiſchen Revolution. Auf den Beſitz dieſes ſchauderhaften National⸗Denkmals hat gewiß die franzöſiſche Nation ein unbedingtes, man ſollte meinen ein ausſchließliches Recht, da ſie unter dem Mordmeſſer dieſer Er⸗ findung der Menſchenliebe ſo gewaltige Ströme ihres edelſten Jlutes fließen ſah. Man ſollte daher meinen, da man das furcht⸗ brre Erinnerungszeichen an eine Zeit unerhörter Verirrungen und Greuel nicht zu vernichten für gut fand, könne daſſelbe nirgend anders aufbewahrt werden, als eben in Frankreich. Und dennoch bifindet ſich dieſe Guillotine in England, wie wir aus Alexander
(Dumas„Cauſeries“ erfahren, und wird daſelbſt in dem Muſeum der Madame Tuſſaud, und zwar in der Abtheilung„des Gräß⸗ lichen“ öffentlich gegen ein Eintrittsgeld von vier Schillingen gezeigt, nachdem es längere Zeit einen der erſten Plätze in dem V Privat⸗Muſeum des Herrn von Paris eingenommen hatte.
„Wie!“ wird man verwundert ausrufen,„der Pariſer Scharf⸗ richter hatte ein eigenes Muſeum?“
Allerdings, und zwar ein höchſt merkwürdiges, da es ſich aber ausſchließlich auf ſein Amt und ſeine Dienſt⸗unetionen bezog, zugleich auch ein höchſt blutiges und gräßliches.
Nach Beendigung der Revolution wurde, wie man weiß, der
Gebrauch der Gutlllotine zwar nicht abgeſchafft, allein man hegte
dennoch vor dem alten Mordinſtrumente ſo viel Abſcheu, daß man es außer Autorität ſetzte und an deſſen Stelle eine neue Guillo⸗
tine anſchaffte. Die alte, welche als Handwerksgeräth, gleich allen Marterwerkzeugen älterer und neuerer Zeiten, Privat⸗
eigenthum des Scharfrichters— damals Samſon der Vater— war, wurde als Curioſität in das Muſeum gebracht, welches ſich in einer Art von Galerie befand. Hier wurde ſie dann auf⸗ bewahrt, indeß auseinandergenommen. Ihr nächſter Nach⸗ bar war das Schwert, mit welchem Lally⸗Tollendal enthauptet wurde, eine etwa vier Fuß lange Klinge von ſpaniſcher Form. Der Korb war eben ſo wie der Griff ganz von Eiſen und beſtand aus vier Stäben, welche die Hand vollkommen deckten⸗
Ferner war da eine ganze Sammlung von Aexten, Beilen, Kloben und Todeswerkzeugen der verſchiedenſten Arten und For⸗ men, ſämmtlich an berüchtigten Verbrechern oder berühmten Opfern
der Gerechtigkeit gebraucht.
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