—
Jahrg.
Sie ſich rau von ann hat den; er ſchlafen eiß ihm Ihnen cht ver⸗
Aber Manne „ob er
hattdas gewoh⸗ Theater⸗ ode ſind, gemuthet Ausziich⸗ erbergen. Ehrel. —„Ja, Sache: Joſef Aber, s ſein; ger der garonin
in lieber Marotco zerſtreut, 2n dl. Sorge bleiben. iß nach
h baben Bevölle⸗ ch durch rung 1, liche A⸗ ,5ö40,910 — 1851 2 3 anze J— n Urauch und mar Paris uhſen; te me mu in Pane 83
4
—
1 4 4 1 1
Nr. 6.]
Das verſteht ſich, gnädige Frau!
„Nun trinkt Euren Kaffee und Punkt vier Uhr ſtellt Guch ein.“
Dies war das Vorſpiel meiner dramatiſchen Skizze. Jetzt folgt die kurze Hauptſcene.
Wir hielten aufs Genaueſte die Stunde ein, wie ab⸗ gerichtete Theaterleute, die ſich vor Strafabzügen von der Gage fürchten, welche letztere bekanntlich in einer ſehr be⸗ ſchwerlichen Wechſelwirkung verſäumter Minuten zu Gro— ſchen pro Thaler beſtehen. Der Herr des Hauſes war noch nicht von der Staatskanzlei zurück. Außer uns be⸗ fanden ſich nur wenige Verwandte in den allerdings ſehr dunklen Räumen, in denen auch ein minder Zerſtreuter wie Hammer ſchwerlich den nächſten Freund auf den erſten Blick erkannt hätte. Wie er nun eintrat, empfing ihn ſeine
Dritte folge.
mich Herr Feder und ſein langweiliges Geſicht? Die nied— liche Frau kann nichts dafür, daß ihr Mann ſie zu ſo un⸗ paſſender Viſitenſtunde hierhergeführt;— und er fing an, nach ſeiner rechten Seite hin geſprächig zu werden. Meine arme Julie rang mit Leben und Tod. Sie war, bei all' ihrer ſonſtigen Charakterfeſtigkeit, gänzlich unvermögend, in ſolchen Lagen das Lachen zurückzuhalten, und ſchon ſah ich den Moment herannahen, wo ſie losplatzen würde. Ich ſchlug mich alſo ins Mittel und nahm mit lauter Stimme das Wort, von einem in Breslau lebenden, mir bekannten orientaliſchen Philologen redend. Hammer hielt inne und horchte auf. Ich ſprach weiter. Jetzt fixirte er mich. Dann wieder zu meiner Frau gewendet unterwarf er ihre Züge einer ſchärferen Muſterung. Und plötzlich rief er fröhlich aus:„Ja ſo, das ſind die Liederſpiel⸗Leute; des⸗
Gemahlin mit den halbgeflüſterten Worten:„Wir haben unerwartet Gäſte bekommer, Berliner, die mir dringend empfohlen ſind; ich konnte nicht anders, als ſie zum Eſſen hier behalten; ſie kamen, da gerade der Tiſch gedeckt wurde.“ Er gab ſich einige Mühe, ſein Mißbehagen über die uner⸗ wartete Störung zu maskiren, und kam freundlich genug auf uns zu.„Herr und Madam Feder, aus Berlin!“ ſagte Frau von Hammer.(Feder heißt der Magiſter im „ſchottiſchen Mantel.“)
Das Diner begann ziemlich ſtumm und kalt. mer zeigte kein beſonderes Bedürfniß, dem Berliner Herrn Foder, der ihm da ſo auf die Naſe geſetzt worden, große Converſation zu machen. Auch nannte er mich abwechſelnd Reder und Leder. Daß die Damen, ihn zurechtweiſend, ihr„Feder“abſichtlich betonten, ſchien ihn, als etwas All⸗ tägliches für einen Namensverwechsler von ſeinem Range, nicht ſtutzig zu machen. Die Finſterniß nahm zu, die Stockung im Geſpräche desgleichen,— der Diener ſtellte Leuchter mit brennenden Kerzen auf die Tafel. Sogleich entdeckte der Orientaliſt, daß ſeine Nachbarin, Madame Feder, nicht häßlich ſei. Er mochte denken, was ſchiert
Ham⸗
halb kamen mir beide Feder'ſchen ſo bekannt vor. Und nun dankte er ſeiner Frau für den luſtigen Schwank und wir waren heiter und guter Dinge. Wie oft ich aber beim Deſſert dem verwelkenden Blumenſtrauß des Magiſters Lie⸗ besleid habe vorſingen müſſen, weiß ich heute nicht mehr. Hammer wollte das Liedchen durchaus im Gedächtniß be⸗ halten. Und ſo oft ich ihm, während ſpäteren Aufenthaltes in der Kaiſerſtadt, begegnete, unterließ er faſt niemals, mir wie ein fleißiger Schüler die Reimlection herzuſagen. Ja, er machte kein Hehl daraus, daß ich ſeinetwegen gar keine andern Verſe ſonſt verfertigt zu haben brauchte! Was mich, einen dazumal ſtets bereiten, fingerfixen Verſifex, be⸗ deutend verdroß.
Hier iſt die Scene zu Ende. Nachſpiel.
Zwanzig Jahre ſind vergangen. Ich mache meinen gewöhnlichen Spaziertrab um die Promenade der Haupt⸗ ſtadt Steiermarks und ſehe Joſef Freiherrn Hammer⸗ Purgſtall(denn dieſer Zuname war mittlerweile durch Adoption auf ihn gefallen) rüſtigen Schrittes daher ſteigen. Willkommen in Gräz! ruf' ich ihm zu, habe jedoch glück⸗
Jetzt kommt das
2. Miscellen. Eine merkwürdige Erſcheinung. Mehrere Seeleute beſtätigen eine Erſcheinung, ſehr merkwürdig, f bar iſt. Wenn man nämlich auf offenem Meere und auf einem Schiffe, das wenigſtens ſechs bis acht Knoten in der Stunde
die jedenfalls
zurücklegt, eine Flaſche von dem dickſten und ſtärkſten Glaſe nimmt,
ſie vollkommen ausleert und reinigt, dann die Oeffnung ſo herme⸗ tiſch als möglich verſchließt, indem man einen ſtarken Korkſtöpſel
mit Gewalt hineintreibt, ihn dann mit Staniol überkleidet, wie
bei dem Champagner, dieſen aber noch mit geölter Leinwand um⸗
wickelt und das Ganze dann wieder bis zur Hälfte des Halſes
hinab mit einer ſtarken Lage von Pech überzieht,— kurz, wenn
man alle mögliche Vorſicht trifft, daß das Waſſer nicht in die Fla⸗ ſche dringen kann; wenn man dann um den Hals eine Schnur von mehreren Klaftern Länge befeſtigt, an dieſer aber wieder, dicht ne⸗ ben dem Stöpſel, eine zweite Schnur, an deſſen Ende ein ſtarkes Bleigewicht gehängt iſt, um die Flaſche in die Tiefe zu ziehen;— wenn man dann die Flaſche in das Meer hinabläßt, ſie ſo zwei oder drei, höchſtens aber vier oder fünf Stunden lang dem Schiffe nachſchleppt und dann wieder heraufzieht, ſo wird man die Flaſche mit Waſſer gefüllt finden, obgleich der Stöpſel unbeſchädigt iſt und man hinlänglich die Eigenſchaft des Peches kennt, das Waſſer abzuhalten. Dieſes kann alſo nur durch das Glas und vermit⸗
telſt des Druckes eingedrungen ſein, den das Meer ausgeübt hat. a.
man möchte faſt ſagen unmöglich oder wunder⸗
gefrorenes.
Obgleich der Gebrauch des Gefrorenen und der Abkühlung der Getränke durch Eis ſehr alt iſt, wurde er in Frankreich doch erſt zu Ende des 16. Jahrhunderts eingeführt, und Champier, Leib⸗ arzt Königs Franz I., ſchildert das Staunen, von dem er ergriffen wurde, als bei der Zuſammenkunft, welche Franz I., Paul III. und Karl V. in Nizza hatten, die Spanier und Italiener aus den Ge⸗ birgen Schnee holten, um damit ihre Getränke abzukühlen. Die Franzoſen brachten dieſen Gebrauch nach ihrem Vaterlande zurück, und unter Heinrich III. wurde er bei Hofe angenommen⸗ So war alſo das Gefrorene ſchon allgemein im Gebrauch, und bald durfte es bei einer wohlgeordneten Mahlzeit nicht mehr fehlen. Eis war daher ſchon ein Gegenſtand unabweisbaren Bedürf⸗ niſſes geworden und zwar in ſolchem Grade, daß ſich eine Geſell⸗
ſchaft bildete, welche das Monopol erlangté, Gefrorenes zu ver⸗ kaufen. Alllein ſie forderte bald ſo hohe Preiſe, daß ſich von allen Seiten Klagen erhoben und man genöthigt war, den Handel wie⸗ der frei zu geben. Uebrigens hatte der hohe Preis auch ſein Gu⸗ tes, denn er führte zu der Erfindung erfriſchender Getränke.
Von 1750 an hatte man das ganze Jahr Gefrorenes; bis dahin war es nur im Sommer üblich geweſen. a.
geiſtreiche Schmeichelei. Die Königin Marie
Höflinge:„Welcher Unterſchied iſt zwiſchen einer Pendeluhr und mir?“— Keiner der Höflinge wußte eine paſſende Antwort zu
Antoinette fragte einſt im Kreiſe der
——


