een, deren Blu mier und kälte leineren Gold der europüſchen
88 ſſt vielmeht ſichlich das Vor⸗ ſein oder der (lan Nahrung, ie Vögel überal and⸗Strich⸗ Zugvögeln Unſre Schwal⸗ eumen bei anhal⸗ aßkaltem, ſtürmi⸗ Wetter und bel Temperatur, die tſehrwohlertra⸗ „Millionen um, olche Witterung xgenden Inſekten er Luſt in Ver⸗ reibt, wo die ar⸗ hwalben ſienicht inden wiſſen, ſie en dann nicht ſt ngern. Wiſſn ſo, welche beſon⸗ rt von Nahrung liche Alweisheit zelnen Vögelar⸗ gewieſen hat und jene im Winter z findet, ſo kön⸗ wir mit größter heit beſtimmen, Arten bei und n können oder uandern müſſen, enichtzu Grunde ollen. die Inſekten— Gort im alten, Sinue genon⸗ — verſchwinden ginter aus du
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bedeckten Pflanzen nehmen, wie viele Arten der großen Finken⸗ familie.
Endlich alle jene Sumpf⸗- und Waſſervögel, welche ihren Unterhalt lediglich an offenem Gewäſſer finden und eine Anzahl Raubvögel, welche an beſondre, im Winter ſich verkrie⸗ chende oder wandernde Beute gebunden iſt. So zieht z. B. der Ler⸗ chenfalk mit den Lerchen, die ſeine hauptſächliche Nahrung ſind, weg und kommt mit ihnen zurück.
Alle jene Arten aber, welche auch im Winter ihren Tiſch, wenn⸗ gleich oft recht kärglich, gedeckt finden, bleiben denn auch bei uns. Von den Inſektenfreſſern alle jene, welche angewie⸗ ſen und alſo auch aus⸗ gerüſtet ſind, die Inſek⸗ ten oder deren Larven undEier aus ihren Ver⸗ ſtecken hervorzuholen: die Spechte,„die wahre Aſſekuranz der Wälder“, die Kleiber, Baum⸗ läufer, Meiſen,
Goldhähnchen meißeln oder picken ſie aus den Stämmen und Zweigen oder deren Spalten; die Zaun⸗ könige u. Braunel⸗ len durchſpähen jeden hohlen Stamm, jedes mögliche Verſteck; die Amſeln und andere Droſſelarten be⸗ trachten die Inſekten als Zukoſt und die mancherlei Beeren als Brot. Die Krähen, die Sperlinge,
Goldammern,
Haubenlerchen und andre Körnerfreſ⸗ ſer ziehen ſich, wenn Feld und Wald ihren Wintermantel angelegt haben, in Städte und Dörfer, und bitten den Menſchen um ihr täg⸗ lich Brot.
Aber auch fremde, recht eigentliche Win⸗ ter⸗Gäſte kommen in harten Wintern zu uns, außer einigen Geſäme⸗ und Beerenfreſſern— Schneeammern, Bergfinken, Sei⸗ denſchwänze u. ſ. w. — auch manche Waſſer⸗ vögel. Knapp geht es freilich manchmal her, wenn zumal ſpäter oder tiefer Schnee die Erde oder eine Reifkruſte die Bäume und Zweige
bedeckt; mit aufgeſträubtem Geſieder, lautlos, traurig ſprechen dann die armen Wintervögel das Mitleid der Menſchen an. Aber Der, ohne deſſen Willen kein Sperling vom Dache fällt, hat ſeinen gefiederten Lieblingen das Temperament verliehen, deſſen ſie vor allen bedürfen.
Der erſte Sonnenſtrahl und der kümmerlichſte Biſſen dazu macht die unverbeſſerlichen Sanguiniker alle Noth vergeſſen. Und dann der Frühling! Endlich muß es ja doch wieder Frühling werden!
Und hier das zweite Bildchen ſetzt uns mitten hinein in die Wonnezeit des Jahres. Mitten hinein in die grüne, ſaftige, duftige, ſilberdurchwebte Früh⸗ lingswaldnacht. Sie ſchweigen alle, die köſt⸗ lichen Soliſten des großen Waldorcheſters, der edle Plattmönch und ſeine nicht minder edle Verwandte, die Gartengrasmücke. Die vollen Flötentöne der Amſel und die zarte Oboeſtimme des Gartenlaubvogels
(Baſtardnachtigal) ſind verſtummt. Selbſt die Singdroſſel wiederholt nur noch im Traume ein Motiv ihres reichen Liedes, und Rothkehlchen tril⸗ lert noch im Einſchlum⸗ mern ſeine zarte Ca⸗ denz. Sie ſchweigen alle, die bunten Sänger des Waldes; ſie ſchlum⸗ mern für wenige Stun⸗ den; ſie träumen!
Nur Eine wacht in der hellen Sternen⸗ nacht. Aber die Eine erſetzt auch ein ganzes Orcheſter. Sie iſt ly⸗ riſche und dramatiſche Sängerin in einer Perſon, die Roſe, die Perle des Geſanges. Für ihr Lied eignet ſich nur eine Begleitung: das iſt die lautloſe Stille der Nacht, der unhörbare Sphären⸗ geſang. Das weiß ſie ſehr wohl,„die Frau Nachtigal“, und
1. deshalb hat ſie die ganze Vollpracht ihres Liedes für den Monden⸗ und Sternenſchein geſpart! Baldamus.
Ruſſiſche Skizzen.
Von Guſtav Veeſenmeyer.
Leibeigene. Was ſollen wir im Daheim von ruſſiſchen Leibeigenen leſen? Es gibt ja keine Leibeigenen in Rußland mehr! So wird mancher Leſer und manche Leſerin denken. Wohl gerade das iſt ſchon an ſich eine der denkwürdigſten Thatſachen unſeres Jahrhunderts, daß in der größten europäiſchen Monarchie durch eine Anordnung, welche vom Throne ausging, die Leibeigenen befreit worden ſind, wie andererſeits,
nur nicht auf ſo friedlichem Wege, eben jetzt in der größten transat⸗ lantiſchen Republik die Sklaven frei werden. Es wird nun aber doch wohl auch für uns daheim intereſſant werden können, und wär' es auch nur um des Contraſtes willen, zu ſehen, wie die ehedem Leib⸗ eigenen vor Zeiten, d. h. vor zehn bis fünfzehn Jahren, in Rußland gelebt, gefühlt und gedacht haben: ſie ſind denn doch heute noch im Grunde dieſelben Menſchen, die nicht über Nacht anders werden
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