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erreicht werden, daß derſelbe nicht blos mir, während meiner Wirkſamkeit,
ſondern nach meinem Abtreten dauernd auch anderen Männern, deren
Kräfte nach irgend einer Richtung für die gemeine Sache in Anſpruch ge⸗ nommen werden, zu Statten kommt.
Denn ich äußerte es ſchon gegen die Deputation, das dürfen wir uns nicht verhehlen, daß uns Allen, der ganzen liberalen Partei, höchlich daran gelegen ſein muß, daß dieſe Angelegenheit in einer für Geber wie Em⸗ pfänger gleich würdigen Weiſe geordnet werde. Es iſt ein Vorgang, ein Beiſpiel von weitgreifender Bedeutung. Wie die Gabe im großen, freien Sinne geboten wurde, ſo muß ſie auch im gleichen Sinne angenommen werden. Sie legen Werth auf meine Wirkſamkeit, Sie wollen mich darin erhalten, darin fördern, nicht hemmmen. Da haben wir vor Allem darauf zu achten, daß dieſe meine Wirkſamkeit in ihren inneren ſittlichen Beding⸗ ungen, wie in ihren äußeren Erfolgeu nicht erſchüttert werde. Zu dieſen inneren und äußeren Bedingungen meiner Wirkſamkeit, zur Erhaltung der echten Freudigkeit am eigenen Thun, ſowie der allein wirkſamen Stellung in ſocialer wie in politiſcher Hinſicht gehört aber vor Allem:
daß ich rückſichtlich der Hauptquellen meiner äußeren Exiſtenz auf mich ſelbſt angewieſen bleibe!
Wer dem Volke die Selbſtverantwortung für die eigene Exiſtenz, das Stehen auf der eigenen Kraft als Grundbedingung wirthſchaftlicher Selbſtſtändigkeit und bürgerlicher Freiheit predigt, der hat dieſe Principien zunächſt im eigenen Leben darzuſtellen. Eben dem Umſtande, daß ich, aus Amt und Einkommen gedrängt, meinen Weg unbeirrt wandelte, und mir
eine neue Exiſtenz aus eigener Kraft in ſtrenger Arbeit gründete, verdanke
ich zum großen Theile, daß man mir von allen Seiten mit dem Vertrauen entgegenkam, welches die weſentliche Bedingung jeder gedeihlichen öffent⸗ lichen Wirkſamkeit iſt. Wer ernſte, oft ſchwere Forderungen an die Men⸗ ſchen zu ſtellen genöthigt iſt, von denen ihr Emporkommen abhängt, der ſoll dieſen Maßſtab auch an ſich ſelbſt legen. Den meiſten Anklang, na⸗ mentlich bei unſeren Arbeitern, wird naturgemäß immer der finden, der ſeinen Unterhalt, gleich ihnen, aus ſeiner Arbeit zieht und in einer ſo wich⸗ tigen Beziehung mit ihnen auf gemeinſamem Boden ſteht. Dieſe meiner Lebensgewöhnung und Lebenshaltung entſprechende, mir lieb gewordene Stellung,— ich darf wohl ſagen, die Frucht nachhaltiger Anſtrengung, die mich deshalb mit einigem Selbſtgefühl erfüllt,— iſt mit allen Wurzeln meines Seins und Thuns innig verwachſen. Daher mag ich wohl eine Steigerung der mir zu gewährenden Gegenleiſtung für meine Thätigkeit auf angemeſſene Höhe, ſowie die Gewährung der Mittel zur Beſoldung von Gehülfen annehmen, weil dies das Princip dieſer Thätigkeit ſelbſt nicht alterirt, nicht aber die Schenkung eines ganzen Vermögens, welches auf die Zukunft hin mich der Selbſtſorge für mich und die Meini⸗ gen überhöbe und es gleichgültig machte, ob und wie viel ich ferner auf dem erwähnten Felde arbeitete. Denn dadurch würde meine angedeutete Stellung in ihrem Grunde verſchoben und mir diejenige Freude am eige⸗ nen Thun verkümmert, welche für Jeden daraus entſpringt, daß es ihm nicht Hun innere Befriedigung, ſondern auch die Mittel zum Leben ewährt.
3 Und dieſer Grundforderung meinerſeits wie allen ſonſtigen Rückſichten kann leicht und im vollſten Maße genügt werden. Wird ſelbſt ein uner heblicher Theil der Gabe zum Erwerb einer beſcheidenen Häuslichkeit für mich verwendet— ein Punkt, in welchem ich dem wiederholten Dringen der deutſchen Genoſſenſchaften nachgegeben habe—, ſo ſind doch die Zinſen des dann noch verbleibenden eigentlichen Stammcapitals mehr als aus⸗ reichend für mich, die nöthigen Hülfsarbeiter anſtändig zu beſolden, den Bureauaufwand zu decken, die Koſten von Reiſen zu beſtreiten und nach Befinden ſelbſt einen Ueberſchuß zum Honorar noch zu gewähren. Daher
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muß das Capital unangetaſtet erhalten, in Form einer bleibenden Stiftung der Einzelverfügung entzogen und der Verwaltung eines Comités, deſſen Mitglieder ich mir zu ernennen vorbehalte, unterſtellt werden, mit der Beſtimmung: 1) daß mir, ſo lange ich lebe, eine Stimme in dieſem Comité zuſteht; 2) daß die Zinſen nach meinem Rücktritt zur Beſoldung ſolcher Männer verwendet werden, deren Wirken und Thatkraft man in der öffent⸗ lichen Sache zum Beſten des geſammten deutſchen Vaterlandes in nationaler, politiſcher und ſocialer Hinſicht in Anſpruch nimmt; worüber das Comité allein entſcheidet.*
Und dieſe Verfügung kann ich, wie vor mir ſelbſt, ſo auch vor Ihnen verantworten. Ich gebe Ihnen die freudige Verſicherung, daß ich durch Uebertragung der Hülfsleiſtungs⸗, Bureau⸗, Reiſekoſten und dergl. aus dem Zinsertrage des Fonds, in Folge deren mir das ſonſtige Einkommen aus meinen Arbeiten zur Deckung der eigenen Bedürfniſſe völlig freibleibt, nicht nur ein reichliches Auskommen, ſondern ſo diel beſitze, daß ich für die Zukunft meiner Familie zu ſorgen im Stande bin. Sie ſehen alſo, Ihr Zweck wird durch Ihre Gabe, in der Form, wie ich ſie annehme, vollſtändig erreicht, ſie kommt mir gar ſehr zu Statten. Darin aber liegt gewiß keine für Sie kränkende Ablehnung, wenn ich ſo damit haushalte, daß dieſelbe nach mir auch noch Andern in gleicher Lage zu Statten kommt. Haben Sie doch auf dieſe Weiſe, anſtatt blos einen einzigen Mann zu ſtützen, etwas Bleibendes geſchaffen zum Wohle des geſammten Vaterlandes, den Grund zu einem Fond gelegt, aus dem die Nation Arbeiter lohnt in der gemeinen Sache. So erhebt ſich Ihr Unternehmen zu einer nationalen That, und der Empfänger ſolchen Soldes fühlt ſich nicht, wie beim Empfange einer Wohlthat, herabgedrückt, ſondern gehoben, im Dienſte der Nation, welche ſeine Arbeit verlangt und honorirt
Und wie Ihnen verdiente Ehre, dem Vaterlande eine gute Frucht, wird mir ſo noch zu alledem die höchſte Freude. Ich wüßte nicht, was Sie mir Lieberes hätten erzeigen können, als es möglich machen, daß ich auch an meinem Theile zu einer ſolchen Schöpfung mit beitragen kann. Durch nichts konnten Sie mich ſo ſtärken und erfriſchen in der mir nun doppelt lieben Thätigkeit, welche durch die Anerkennung ſo vieler Ehren⸗ männer aus allen Schichten des Volks eine neue Weihe erhalten hat. Gewinne ich doch die Gewißheit, daß zur Fortführung und Sicherung ſo manches Begonnenen ein wichtiger Schritt gethan, daß für die Arbeiter geſorgt iſt, welche künftig an unſerer Stelle einzutreten haben.
So liegt denn, das, hoffe ich, werden Sie nach dieſer offenen Dar⸗ legung mit mir fühlen, in meiner Verfügung über Ihre Gabe der beſie Dank, den ich Ihnen überhaupt dafür zollen konnte. Seien Sie verſichert, ich weiß das lebhafte wiederholte Andringen von Ihrer Seite, das ganze Capital für mich und die Meinen zum freien Eigenthum zu behalten, nach ſeinem vollen Werthe zu ſchätzen. Aber wenn es Ihnen ziemte, zu geben auf Ihre Weiſe, frei und unbedingt, ſo ziemte es mir, zu nehmen nach der meinen, d. h. bedingt, weil ich nur ſo die innere Freiheit, den wahren Boden meiner Wirkſamkeit zu bewahren im Stande war, ohne welchen ich in dieſer Wirkſamkeit, die doch einzig das Motiv Ihrer Gabe bildet, gelähmt worden wäre.
Darauf Ihnen Allen, denen ich nicht perſönlich danken kann, aus der Ferne Gruß und Handſchlag!
Potsdam, den 5. October 1863.
Schulze⸗Delitzſch.
Der Fond iſt bereits einem interimiſtiſchen Comité bis zur defini⸗ tiven Ordnung der Angelegenheit überwieſen.
Blätter und Blüthen.
Verheirathete Bäume. Es iſt das wohl eine merkwürdige Ueber⸗ ſchrift, entſpricht aber vollkommen der Sache und der Leſer würde die Be⸗ zeichnung durchaus gerechtfertigt finden, wenn er ſelber im Stande geweſen wäre jene wunderlichen Baumgruppirungen zu beobachten, die ich auf meiner letzten Reiſe in Venezuela in der Nähe des Apure und in den Llanos fand. Die Vegetation in den Llanos, nördlich vom Apure und zwiſchen Caracas und dieſem ganz tüchtigen Strom, beſteht hauptſächlich — und nur ſolche Strecken abgerechnet, wo der kleine verkrüppelte Chaparro mit ſeinen rauhen, aber hellgrünen harten Blättern in den Vordergrund tritt— aus einer Palmenart, die dort palma sombrero oder Hutpalme genannt wird und fächerartige Blätter trägt. Von dieſen fächerartigen Palmen giebt es überhaupt drei verſchiedene Hauptarten, von welchen jede ihren beſonderen Diſtriet zu haben ſcheint. Die vorgenannte iſt die kleinſte, und wächſt überall in den trockenen Llanos— wenn ſie ſich auch dort die tiefſten, alſo feuchteſten Stellen ſucht. Um Bolivar oder Angoſtura herum kommt die größer und eleganter geformte Morichepalme vor, und ſüdöſtlich von dort, in den dichten Wäldern des Innern und in der Nähe der jetzt dort entdeckten Goldminen ſteht die hochſtämmige und prächtige Carata⸗ palme. Alle dieſe aber tragen die fächerartigen Blätter, nur in etwas verſchiedener Form, und alle werden zum Decken der Hütten benutzt, da ſie, feſt ineinandergreifend und mit ihren rinnenartigen Falten, ſelbſt den ſtrömenden Regengüſſen der Tropen Trotz bieten.
Alle dieſe Palmenarten findet man theils zerſtreut, in einzeluen Exem plaren, was beſonders in der Ebene eigenthümlich ausſieht, theils auch in kleinen und oft dichten Wäldern zuſammengedrängt, mit ſelten einem Laub⸗ holzbaum dazwiſchen. Iſt die Palme noch jung, ſo hat ſie einen kurzen, etwas ruppig ausſehenden Stamm, da die herumſtehenden Blätter abfallen, aber ein etwa fußlanges Stück vom Stiel, das eine bräunliche Färbung annimmt, zurücklaſſen. Der Wipfel iſt dabei nicht groß und ziemlich rund, der Stamm feſt und gerade emporſtehend, und ohne die zierliche Biegung
der Cocospalme, auch holzig und ohne jenes den Palmen ſonſt eigene leichte Mark. Wird der Baum älter und höher, ſo nimmt der Stamm
nicht an Dicke zu, ſondern ſteigt nur empor; die Palme ſelber wird da⸗
durch ſchlanker und verliert ihr früher etwas plumpes Ausſehen. Jetzt fallen auch die alten braunen Blattſtiele ab, ſie bekommt eine ziemlich glatte und ſilbergraue Rinde und verſchönt ſich merklich.
Auf dem ganzen Marſch nun, von da, wo ich lunterhalb San Juan del Morro, einer höchſt merkwürdigen Felſenpartie mit einem durch ein Erdbeben auseinandergeriſſenen Gebirge, die Llanos zum erſten Mal be⸗ trat, und weit noch über die Steppenſtadt Calabozo hinaus, bis ziemlich in der Nähe des am Tortuga liegenden Städtchens Camahuan, fand ich nichts Außerordentliches in dieſen Palmen. Sie ſtanden einzeln oder in Gruppen, bald junger, üppiger Nachwuchs, bald ihre ſchlanken grauen Stämme in der Briſe ſchaukelnd, und wenn ſie mir auf meinem heißen und ſonngebrannten Ritt auch keinen Schatten gewährten, freute ſich doch das Auge an der zierlichen Form derſelben. Noch anderthalb Tagereiſen vom Apure entfernt erreichte ich mit meinem Führer, einem einarmigen Meſtizen, den trockenſten Diſtriet dieſer ganzen Gegend. Sogar die Hütten, die wir, in weiten Zwiſchenräumen, unterwegs antrafen, waren verlaſſen und ſtanden öde und leer, und wenn wir an ſolchen Plätzen nach einem Brunnen ſuchten denn die Revolution hatte ebenfalls viel dazu beige⸗ tragen das Land zu entvölkern— ſo trafen wir wohl den Brunnen ſelber, aber ohne einen Tropfen Waſſer, ja ſelbſt ohne die geringſte Feuchtigkeit. Die Vegetation ſah dabei verkümmert genug aus; war doch die trockene Jahreszeit diesmal ſehr früh eingetreten und noch kein erfriſchender Schauer in der ganzen Zeit gefallen, um den gedörrten und auseinander geriſſenen Boden nur in etwas zu erfriſchen. Selbſt die Blätter der Palmen, die ſchon angefangen hatten eine kleine ſchwarze Frucht zu reifen, nahmen ein bräunliches Anſehen an.
Hier aber traten einzelne Bäume mit hellgrünem Laub auf, die ich


