doch, Herr Paklin, auſ welche Weiſe erfuhren Sie, daß er hier iſt?“ Peflis machte eine abwehrende Bewegung mit der
Hand. „Ein Individuum hat es mir geſagt. Er iſt erkannt worden, als er in der Umgegend umherging und Reden hielt. — Nun, und da iſt man ihm auf die Spur gekom⸗ men, wenngleich nicht in ſchlechter Abſicht. Er gehört zu den Gleichgeſinnten. — Verzeihen Sie,“ wandte er ſich an Marianne; „aber unſer Freund hier .. . Neſhdanow iſt ſehr ſehr unvorſichtig geweſen!“
„Es iſt unnütz ihm jetzt einen Vorwurf zu machen,“ ſagte Sſolomin. „Schade, daß man ſich nicht mit ihm be⸗ rathen kann; bis morgen indeſſen wird ſein Unwohlſein vorüber ſein — und die Polizei iſt nicht ſo ſchnell bei der Hand wie Sie meinen. Auch Sie, Marianne Wikentjewna, werden mit ihm fortmüſſen.“ ſhi dijals antwortete Marianne dumpf, aber ent⸗
ieden.
„Ja!“ ſprach Sſolomin. Das müſſen wir überlegen und die Mittel finden: wie und wohin?“
„Erlauben Sie mir einen Gedanken darzulegen,“ begann Paklin, „er kam mir in den Sinn, während ich hierher fuhr. Ich beeile mich Ihnen mitzutheilen, daß ich meinen Fuhrmann eine Werſt von hier entlaſſen habe.“
„Was iſt das für ein Gedanke,“ fragte Sſolomin,
„Geben Sie mir gleich Pferde .. und ich jage zu Sipjägin's.“
„Zu Sipjägin's?“ wiederholte Marianne. „Warum?“
„Das werden Sie gleich erfahren.“
„Kennen Sie ſie denn?“
„Durchaus nicht. Aber hören Sie mich an. — Ueber⸗ legen Sie ſich meine Idee ordentlich. Sie ſcheint mir genial zu ſein. — Markelow iſt der Schwager Sipjägin's, der Bruder ſeiner Frau. Iſt es nicht ſo? Sollte denn dieſer Herr wirklich Nichts thun, um ihn zu retten? Und zudem — ſelbſt Neſhdanow! — Wollen wir annehmen, daß Sipjägin ihm zürnt . . . Neſhdanow iſt ihm ja aber dennoch ein Verwandter geworden, indem er Sie heirathete.
ſn 5 Gefahr, die über dem Haupte unſeres Freundes web
„Ich bin nicht verheirathet,“ bemerkte Marianne.
Paklin fuhr auf.
„Nicht?! Iſt es Ihnen in dieſer langen Zeit noch nicht möglich geweſen, ſich trauen zu laſſen? Nun, gleich⸗


