während der ſtolze Sechszehnender zufrieden auf die Seinigen blickte, bald die ſäugendẽ Mutter und ihr Kleines liebkoste, bald wieder ſich in die Spiele der muntern Springer miſchte, und dort ſich ſelbſt zu verjüngen ſchien.
Der Löwe fühlte ſich zu dieſen harmlo⸗ ſen Bewohnern des Waldes. Er nahte ſich in gemäch⸗ lichem Schritt dem alten Hirſche, und wollte ihn eben freundlich anſprechen, als dieſer ihn anſichtig wurde. Ein Schrei des Entſetzens ſchreckte Alle auf. Mit Blitzesſchnelle entfloh die Mutter, gefolgt von ihren Jungen. Nur der Hirſch ſelbſt hatte ſich einen Augen⸗ blick mit geſenktem Kopf verſtellt, entſchloſſen, eher mit der ſchwachen Waffe ſeines Geweihes den verzwei⸗ felten Kampf zu wagen, als ſeine Lieben verbluten zu ſehen. Erſt wie dieſe einen weiten Vorſprung gewon⸗ nen, wandte auch er ſich um, und flog über Stamm und Graben dahin. Der Löwe aber ſtand ſtill, blickte den ſo ängſtlich Fliehenden nach, und ſchüttelte faſt
mißmuthig das ſchwere Haupt. „Ich wollte euch ja
kein Leides thun, ihr Armen! — Aber — ſetzte nach einer Pauſe er hinzu — was hülfe es, daß ich ihnen
nachriefe, als ihre Angſt noch zu mehren!“
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