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waren alle Schleier herabgeſunken. — Die Gentlemen hatten die Kragen ihrer Röcke in die Höhe geſchlagen, oder verbar⸗ gen ihr Geſicht hinter Opernguckern.
Aber das Volk verſpottete dieſe heuchleriſche, ſpät kom⸗ mende Scham. Eine Menge von beleidigenden Schimpfreden und Späßen ſtieg von der Straße hinauf nach jenem anderen Pöbel dort oben, der ſich von dem unten nur durch die Kleidung unterſchied, und der unter ſeinem Sammet und koſtbaren Stoffen eben ſo ſehr, wie jene unter ihren Lumpen, eine grenzenloſe Vegier nach blutigen Aufregungen verbarg, und den wiverlichen Wunſch, den Tod in den letzten krampf⸗ haften Zuckungen eines ſterbenden Menſchen auszuſpähen.
Mancher Schleier war zu durchſichtig, mancher Fächer zu ſchmal. Mehr als ein vdrnehmer Name wurde von dem Parterre unten genannt, dem Spotte Preis gegeben, und dieſe und jene Lady ſenkte ihr Haupt vor der energiſchen Mißbilligung des Volksgerichts.
Aber das war, denke ich, von dieſen Damen nur über⸗ triebenes Zartgefühl. Thaten ſie nicht, was alle Welt in London thut? — Und ſoll man, weil man jung, reich, vor⸗
nehm, ſchön, geliebt iſt, ſich der pikanten Genüſſe berauben,
welche das Volk trunken macht?
O, Mylord, dieſe Spitzenſchleier und Fächer ſtehen mir noch vor Augen! Ich ſehe hinter dieſen anmuthigen
Masken anmuthige Geſichter, und dieſe Geſichter flößen mir noch mehr Abſcheu ein, als jene ſonnengebräunten, luftge⸗


