517
Mad. Derval. Unbeſonnener! was thun Sie? Gehen Sie, verbergen Sie ſich, ehe man — Emilie. Was wollten Sie ſagen, liebe Mutter — Mad. Derval.
Nichts, mein Kind, nichts!
3 Emilie. Ja, ja, Sie wollten noch etwas ſagen und brachen plötzlich ab, da Ihr Blick mich traf. — o Warum ſoll er ſich verbergen? O ich beſchwöre e Sie, reden Sie! — Und auch Sie, Berger, auch Sie ſchweigen? Angſt und Verlegenheit ſpricht aus Ihren Zügen. Um Gotteswillen, was iſt vorgefallen? Sprechen Sie, ich vergehe tvor Angſt!
3.
Mad. Derval.
Theure Emilie, wodurch hab' ich es ver⸗ dient, daß Du ſo wenig Vertrauen in meine Worte ſeteſt? Dein Glück iſt das Ziel meines Denkens und Thuns. Drum beruhige Dich, und dringe nicht weiter in mich. Berger muß
ſich vor der Hand verborgen halten, bis das fendliche Regüment abmarſchirt iſt. — Dann wird er Dein Gatte, und Du findeſt in ſeinen Armen reichen Erſat für den kutzen Kummer. — Kommen Sie, Berger, empfangen Sie aus.


