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Lage iſt ſo verzweifelt, daß ich das Fuͤrchter⸗ lichſte nicht ſcheue. Ohne Vorſatz, durch eine unglücklichen Zufall, ward ich der Mörder Ih⸗ res geliebten Bruders. — Ach! aus dieſer Un that floß mir die Qual einer ewigen Hoͤlle — und Sie meinten noch, mich beſtrafen zu müſſen, durch die Beraubung meines einzigen Sohnes. Des Schickſals Tücke fuͤhrt heute den Unglücklichen unter das Schwert ſeines Fein⸗ des — und mir — dem Vater, ward die ſchwer Pflicht, dieſen Einzigen dem Geſetze auszulie⸗ fern! Ich habe einen fuͤrchterlichen Kampf mit meinem blutenden Vaterherzen gekämpft — die Liebe mußte der Pflicht weichen. Das Bewußt ſeyn, mich elend gemacht zu haben, muf Ihre Rachſucht geſättigt, Sie nach der Flucht meines Sohnes mit mir ausgeſöhnt haben, ode
Sie wären kein Menſch. Deshalb fordere ich
nun das Leben meines Sohnes von Ihnen Ihr Einfluß bei Hofe, das Geſtändniß, daß Sie ihn abſichtlich zu dem Verbrechen gereizt, können ihn retten. Thun Sie nun Ihre Pflicht, wie ich die meinige gethan habe. Geben Sit mir meinen verlornen Sohn wieder, und dit
heiße Dank eines geretteten Vaters ſey Ihr Lohn! — Ich laſſe Sie jetzt allein, damit St
ungeſtört überlegen und einen ruhigen Entſchluß faſſen können. Im Vorzimmer grwarte ich mi
Todesangſt die Entſcheidung. Bedenken Sie
nur das Eine: Er iſt mein Sohn, und uͤbet


