Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
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Wir hielten uns in ſuͤdlicher Richtung längs der Kuͤſte gegen Cherbourg hin, machten aber nur eine kurze Strecke mit unſern zwei Ru⸗ dern. Nach ſiebenſtuͤndigem Anarbeiten gegen friſchen Wind ließen wir das kleine Bootan⸗ ker fallen, und die beiden Leute legten ſich zum Schlafen nieder. Ich blieb wach, um zu beobachten was vorginge und konnte die Fiſcherboͤte, ſo wie einen Kaperlugger hin⸗ aus in See und langſam am Ufer fortkrie⸗ chen ſehen. Ein voͤllig durchgewetterter See⸗ mann ſchlaͤft niemals mehr, als vier Stun⸗ den nach einander; nach Ablauf dieſer Zeit war es heller Tag geworden, der alte See⸗ fahrer erhob ſich, zog eine waßerdichte, zot⸗ tige, erbsgruͤne Jacke aus, und ſchuͤttelte ſich wie ein alter Kettenhund. Der junge Seebaͤr lag zuſammengequetſcht unter dem Bug auf einem Raume, in welchem ein Huͤhnerhund ſich lange Zeit herumgedreht und gewunden haben wuͤrde, bevor er ausgefunden haͤtte, wie er ſich bequemlich niederlegen koͤnne; der Junge blieb bei manchen Fluͤchen taub, und unempfindlich bei verſchiedenen Fußſtoͤßen, bis er endlich aus ſeinem Hundeloche hervor⸗ kroch. Der alte Seemann tauchte hierauf ein Paar ſeiner Finger in das Waßer und rieb ſich damit die Angen, was eines »Freibeuters