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Durſt. Ich habe die Zeit gekannt, in der ich frendig mein Blut tropfenweiſe gegen Waßer ausgetauſcht, oder wo ich fuͤr ſo viel Waſ⸗ ſer, als ich in einer gehoͤlten Hand halten konnte, dankbar beide Haͤnde voll Gold ge⸗ geben hätte, wo meine Lippen zuſammenge⸗ klebt waren, und der Durſt wie ein boͤsarti⸗ ges Fieber am Innerſten des Lebens nagte. Hinterher kam Uberfluß, und in eben dem Angenblicke waren meine Leiden vergeßen, oder lebten nur dazu in meinem Gedächtniße fort, mir einen noch geſchärfteren Appetit, einen koͤſtlicheren Genuß von Dingen zu ge⸗
waͤhren, die, weil ſie uns zu alltäglich ſind, faſt als nuzlos von uns betrachtet werden — ich meine Brod und Waßer. Oft mit dem Kopfe auf einer Ladeſtange ruhend, denn Ei⸗ ſen diente mir damals beßer, als jezt die weichſten Eiderdaunen, bedeckt mit einem Theer⸗ tuche, um die Gewalt von Regen und über⸗ ſprizendem Seewaßer zu brechen, in welchem ich faſt ſchwamm, getaucht und geſchaukelt aufdem, was man fuͤglich einen Meerſarg nen⸗ nen koͤnnte, bei furchtbaren Stuͤrmen die Ze⸗ dern ſo leicht hätten entwurzeln koͤnnen, wie Menſchen Kornhalme aufziehen, an gefahr⸗ vollen Kuͤſten treibend, unter Donner und
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