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ich erwarte zu jeder Stunde den Herrn, und der liebt keine Fremdlinge auf dieſer Burg. — Michael! führe die Männer auf Nr. 5.“ Mühſam ſchleppten ſie ſich hinter ihren Führer eine kleine Wendeltreppe hinauf, und traten in ein geräumiges, mit zwei reinlichen Betten verſehenes Gemach, deſſen dicht ver⸗ gitterte Fenſter in den Schloßhof gingen; das Mütterchen folgte mit einer Flaſche Wein, Brod und Käſe, recht bald ein gutes Nacht⸗ mahl verheißend. Jetzt entfernte ſich die Matrone mit dem Knechte, und zwei von Außen vorgeſchobene Riegel machten das gaſtliche Gemach zur Zwingſtube. „Gott im Himmel!“ klagte Herrmann, „ſo nahe bei Stephanien, und doch ſo ferne durch dieſe Gitter, durch dieſe Riegel und durch des Wärters ſtarre, mißtrauiſche Sorge⸗ Soll ich denn jeder ſüßen Hoffnung entſagen, ohne Hilfe der Gerichte durch eigne kühne That die theure Schweſter retten zu kön⸗ nen!“ — „Nein,“ rief er mit funkelnden


