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ihr gewiß ein Ringelchen oder ein Kreuzchen zum Danke beſcheert; dabei war der junge blühende Mann ſo ſittſam, ſo beſcheiden, und lächelte Jedermann aus den Taubenaugen ſo gutmüthig zu, daß man noch lange nach ſei⸗ nem Verſchwinden von dem ſchönen, frohſin⸗ nigen und großmüthigen Krämer ſprach.
Aber all' die preisgegebenen Weine und die geſpendeten Ringelchen und Kreuzchen, und all' die recht unſchuldig geſtellten Fragen, blieben für Herrmann ohne Vortheile; es waren wohl die Bande aller Zungen gelöſt, und er erfuhr ſo Manches, das in mancher Bruſt als tiefes Geheimniß Jahre lang begra⸗ ben lag, und deſſen Benutzung einen furcht⸗ baren Nachtheil über viele Familien verhängt hätte; doch der edle liebende Jüngling hatte kein Ohr und keinen Sinn für die Angele⸗ genheiten, Verbrechen, Umtriebe und Feind⸗ ſeligkeiten und Liebſchaften anderer Menſchen;
nur die allerkleinſte Nachricht von Stephanien Leben u. Walten. 9


