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heuchleriſche Lüge, denn er fürchtetr dem ſchönen, von Allen herzlich geliebten Jüngling
in Stephanien's Nähe, und ſein Herz ſprach dem abreiſenden Reiterlieutenant ein frohlok⸗ kendes: „Auf Niewiederſehen!“ — Vom Vater Zeſchky reichlich mit Gold ausgeſtattet, ſchickte Herrmann ſeinen Reit⸗ knecht mit dem Packpferde voran, und machte ſich noch eine Menge kleine Geſchäfte, um den günſtigen Augenblick zu erhaſchen, der geliebten Stephanie das letzte Lebewohl un⸗ belauſcht zu ſagen. Er traf ſie, als ſie zur Abendandacht in die Schloßkapelle ging⸗
Bleich waren ihre Wangen wie Marmor,
und die Augen von Thränen geſchwollen. Bei ihrem Anblicke wäre er beinahe in die Kniee geſunken, und kaum vermochte er ein
leiſes, zitterndes „Lebe wohl!“ hervor zu
ſtammeln. Stephanie ſtand bewegungslos,
es ſchien, als wolle ſie die Arme nach ihm ausſtrecken, aber ſie ſanken ſtarr an ihtem Leibe herab. Herrmann blieb ſeiner nicht
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