— 163 —
Kascombo, deſſen Händen ſich Jvan zu entwin⸗ den ſuchte; „halt, Ungeheuer, du mußt mich ſelbſt zuerſt erwürgen, ehe du dieſes Verbrecheu begeheſt!““ — Aber durch ſeine Ketten gehemmt, und ſchwach, wie er war, konnte er den wüthen⸗ den jungen Menſchen, der ihn von ſich ſtieß, nicht zurückhalten, und fiel, halbohnmächtig vor Schrecken und Abſcheu, hart auf die Erde nie⸗ der. Während er, vom Blute der erſten Opfer beſudelt, alle Kräfte anſtrengte, um ſich zu er⸗ heben, rief er aus: „Jvan, ich beſchwöre dich, tödte es nicht, im Namen Gottes, vergieße das Blut dieſes unſchuldigen Geſchöpfes nicht!“
Er eilte dem Kinde zu Hülfe, ſobald er es vermochte, aber in der Zimmerthüre ſtieß er in der Dunkelheit an Jvan, welcher zurück⸗ kehrte. „Herr!“ ſagte dieſer, „alles iſt vorbei. Laſſen Sie uns keine Zeit verlieren, — machen Sie kein Geräuſch, ſag' ich Ihnen,“ — antwor⸗ tete er auf die Vorwürfe, die ihm ſein Herr in der höchſten Verzweiflung machte. — „Geſche⸗ hen iſt geſchehen, jetzt können wir nicht mehr zurück. So lange wir nicht frei ſind, iſt jeder
11


