Druckschrift 
Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und innig, daß jene eine Begegnung fuͤr im⸗

mer und ewig bindend geweſen ſey, als jetzt, wo ſie vor dem Abgrund des Verluſtes da ſtand. Ein heftiges Zittern bemachtigte ſich ihrer. Mutter Mechtild, welche wohlweis⸗ lich dem Burgherrn jenen Unfall beim An⸗ kleiden verſchwiegen hatte, um ſeine Laune nicht zu verduͤſtern, wandte jetzt alle Bered⸗ ſamkeit an, Adelgonden die gehoͤrige Faſ⸗ ſung mitzutheilen, und bewirkte auch ſo viel, daß dieſe, mit Aufwand aller Gei⸗ ſteskraft, ſich auftecht erhielt, um den An⸗ ſtand bei Empfang eines bedeutungsvollen Gaſtes nicht zu verletzen, worauf die ſtrenge Sitte der damaligen Zeit ſo unerbittlich be⸗ ſtand.

Nun ſchritt der ꝓugher den Saal nach der Wenteltreppe hin, im Voruͤber⸗ gehen den Wartenden zurufend, der Graf halte vor dem Thor. Adelgonde war un⸗ fähig einen Blick nach dem Fenſter zu rich⸗ ten, wo Pater Anſelmus und Mutter