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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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Lächeln hatte ſich uͤber ihre Purpurlippen hin⸗ gegoſſen, der Nachklang jener zauberiſchen Traumgeſtalten, die eben in das reine Blau des Morgenhimmels zu leichtem Nebel zerron⸗ nen waren. Nun erſt trat die Wirklichkeit vor den herabgeſenkten Blick der Jungfrau, die Erſcheinung am Fenſter, in der magiſchen Beleuchtung der Erinnerung, erfuͤllte ſie mit aller Wonne der jugendlichen Liebeshoffnung. „Auf Wiederſehn!“ flüſterte ſie, den Kopf dicht in ihr Kiſſen verbergend, damit ſie vom ſtörenden Tageslicht nichts bemerke, und die vergangene Nacht in ihrem ſeligen Daͤmmer⸗ ſchein noch einmal ungetruͤbt aus ihrem Gra⸗ be heraufſteige. „Gute Nacht, gute Nacht!“ rief ſie ſich ſelbſt unhoͤrbar zu, und ein Won⸗ neſchauer durchrieſelte ihre Glieder; ſie em⸗ pfand den innigen Druck des Juͤnglings beim Abſchiede. „Dein,“ fluͤſterte ſie, „Dein fuͤr ewig!“ und heiße Wonnezaͤhren netzten den Pfuͤhl. — Sie durfte ſo ſagen, denn er hoͤr⸗ te es nicht, der Gluckliche, dem ſie ſich ver⸗