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„Mir iſt es,“ erwiderte Adelgonde, „ſo oft ich den Vollmond ſchaue, als ob Je⸗ mand des Nachts lauſchend vor meinem Fen⸗ ſter weilte, und wenn ich auch, wie durch einen heimlichen Zug, hinausgetrieben werde, ſo erſchrecke ich doch jederzeit, wenn ſein Strahl mir aufs Geſicht faͤllt.“
„Kindchen,“ verſetzte die Alte, ihr ge⸗ liebtes Fraͤulein entkleidend, „Ihr werdet doch nicht mondſuͤchtig werden? davor bewahre Euch Gott! das iſt ein boͤſer Zauber, uns angethan im Schlafe, wenn wir das Abend⸗ ſpruͤchlein vergeſſen haben; aber Ihr vergeſſet das nie, ſomit haben die Hexen auch keine Macht uͤber Euch.“
„Seyd unbeſorgt,“ ig Adelgonde das Güprach, „Mondſuchtige wandeln ſchla⸗ fend: wnn ich einmal ſchlafe, ſo findet mich die Moigenſonne auf dem nehmlichen Fleck⸗ chen, wo ich die Augen geſchloſſen habe. Gute Facht.“


