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beging und die nun zum Himmel ſchreit und mich verklagt vor dem Throne des gerechten Richters. —“
Sie warf ſich vor dem Bilde des Ge⸗ kreuzigten nieder, das, kunſtreich in Holz geſchnitten, an der Wand hing.
Noch lag die ſchöne Sünderin, deren Lippen leiſe Gebete ſprochen, am Boden, als ſich die Thür des Gemaches öffnete und der Ritter Diethelm von Löwenburg hereintrat. Beim Geräuſch der Fußtritte wandte ſich die Burgfrau um, und als ſie ihren Gatten erblickte, erhob ſie ſich und ging ihm entgegen.
„Schon ſo früh wach, Geliebtes“ fragte der Ritter. „Es thut mir leid, daß ich Dich in Deiner Andacht geſtört habe!“
„Du haſt mich nicht geſtört!“ entgeg⸗ nete Fregunde traurig. „Ich habe das
Beten verlernt. Mein Wort ſtrebt zwar auf, doch mein Herz bleibt unten, und ich fühle, daß ein Gebet ohne Andacht nicht
Geſpenſt. 4
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