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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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die Vehmrichter umher, während der Freigraf ſich von dem Stuhle erhob, leiſe betete, und mit dem Schwerte einen Todtenkopf berührte, worauf er fragte: „Wie tichtet die Vehme?“ „Aach Ge⸗ rechtigkeit! Nach Gerechtigkeit! Nach Ge⸗ rechtigkeit!“ wiederholten die Richter, und hielten ihre Dolche hoch in die Luft.

Gar ſchaurig ertönte wiederum das unterirdiſche Glöcklein. Der Freigraf begann: „FRitter Konrad von Bären⸗ burg, Ihr ſeid angeklagt, die Burg un⸗ ſeres Mitbruders Hilger von der Wetter⸗ burg ohne Fehdebrief überfallen, ſie zer⸗ ſtört und den braven Ritter ermordet zu haben.“

„Ich vergalt Gleiches mit Gleichem.“ erwiederte Konrad trotzig, „dieſer ſchänd⸗ liche Hilger hat die Bärenburg räuber⸗ mäßig überfallen, meine Eltern erſchla⸗