Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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voll Mitleid an. Kannſt du mich nicht befreien? fragte ich ſie eines Tages. Sinnend blickte ſie zur Erde, lächelte durch die Thränen und entfernte ſich eilig. Als ſie wiederkehrte, lispelte ſie mir leiſe zu und blickte ſcheu umher: Hoffet! Dies eine Wörtchen durchzuckte meinen ganzen Körper vor Freude. Wie neu geboren fühlte ich mich, und fiel betend auf die Knie. O, Konrad, dies Wörtlein erfreute mich in vier langen

Wochen zum erſten Mal wieder! Nur

noch zwei Tage, dann wollte der Herr erſcheinen, berichtete die Aufwärterin mit lauter Stimme, indem ſie mir zulispelte: Um Mitternacht ſeid bereit. Mit Zittern erwartete ich dieſelbe. Der Thurmwärter verkündigte endlich die Geiſterſtunde, aber meine Wärterin er⸗ ſchien nicht. Jede Minute wurde mir zur Ewigkeit, ich ſchmollte ſchon auf die