Adelgunden, von der man nichts wußte. Er hielt die Nachrichten von ihrer Er⸗ ſcheinung auf dem Liebenſteine für ein Mährchen und ließ den Fehdebrief an Gaſton von Luxburg ausfertigen.
Schon ſollte derſelbe abgeſchickt wer⸗ den, als ein Reiter vor dem Burgthore erſchien, im Namen des Ritters von Liebenſtein Einlaß begehrend. Voll von freudiger Ahnung eilte Konrad ihm ſelbſt entgegen. „Welche Kunde bringt Ihr?“ fragte er haſtig „Eine erfreuliche,“ er⸗ wiederte jener, „Fräulein Adelgunde iſt wieder da.“ „Wer hatte ſie geraubt? Wo iſt ſie geweſen?“ fragte der Neu⸗ gierige. „Darüber kann ich Euch keine Auskunft geben,“ war die Antwort, „denn kaum kam das Fräulein, ſo mußte ich auch den ſchnellſten Renner nehmen und Euch Kunde bringen.“
Kaum konnte Konrad an die Wahr⸗
Gaſton von Luxburg. 3
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